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    Wissel:
    Geographische Lage:
    51°46'18" nördl. B.
    06°17'14" östl. L.
    Einwohner: 2049
    Fläche: 994 Hektar
    Postleitzahl: 47546
    Kennzeichen: KLE
    Vorwahl: 02824

    Hier findest Du inte-ressante Links rund um Kalkar.


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    Ein Blick in mein Reise-Tagebuch

    Wie schnell verblassen doch im Alltag Ereignisse und Erinnerungen. Im digitalen Zeitalter, in dem vieles mit einem Klick erledigt ist, gerä¤t einiges auch schnell wieder in Vergessenheit. Aus diesem Grund habe ich mir dieses kleine Reisetagebuch gebastelt, in dem ich die schönsten Erinnerungen an Reisen, manchmal aber auch nur an besondere Erlebnisse festhalten kann. Schnell ist das Smartphone gezückt und 'zack'! ist der Moment auf dem Handy gespeichert. Als Whatsapp-Nachricht mit Gruß an die Liebsten wäre er jedoch alsbald wieder aus dem Sinn und in den Tiefen der Handy-Bildergalerie verschwunden.

    Hier kann ich die Highlights des Tages in Wort und Bild hinterlegen. Sicherlich könnte man so manches Bild noch nachbearbeiten und vielleicht auch noch umfangreicher beschreiben. Doch das kann ich später ja immer noch machen, wenn ich wieder vor dem Laptop sitze.

    Jetzt heißt es erst einmal, viel Spaß beim Durchblättern!

    Eintrag 527 vom 22.06.2025

    Rückblick auf eine große Reise – Mit dem Motorrad in die Türkei und zurück (17. Mai – 21. Juni 2025)

    Bei Alex und Bix in Benningen

    Bild: Bei Alex und Bix in Benningen

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    Karte: die Fahrstrecke

    Gestern, am 21. Juni, habe ich nach 9.333 Kilometern wieder meine heimische Garage in Trier erreicht. Was bleibt, ist mehr als ein voller Tank an Erinnerungen. Es war eine Reise durch Jahreszeiten, Kulturen, Landschaften und Zeiten – mit der Türkei als südlichstem Wendepunkt und einem Bogen über Bulgarien, Rumänien, die Slowakei und Österreich zurück gen Heimat. Jetzt, mit dem letzten Staub der Straße am Motorrad, ist es Zeit für ein Fazit.

    Der Aufbruch – Schwarzwald, Alpen, Adria

    Der erste Abschnitt der Reise führte mich gemächlich durch den Schwarzwald – sattgrüne Hügel, schattige Täler, vertraute Kurven. Schon am Tag 2 wartete die erste große Herausforderung: die Überquerung der Alpen. Über die klassischen Routen ging es in die Höhe – mit Pässen und Blicken auf schneebedeckte Gipfel bei Temperaturen unter 10 Grad. Der Atem wurde kälter, das Herz schneller.

    Am Tag 3 erreichte ich Ancona. Der Weg dorthin führte durch Norditalien, durch Poebene und Apennin. Dann kam die Überfahrt nach Griechenland: Igoumenitsa begrüßte mich mit Wärme, Zikaden und dem Geruch von Pinien.

    Griechenland – Gebirge, Götter und das Ägäische Meer

    Die griechischen Tage fühlten sich an wie ein Sommerfilm. Ich durchquerte den Pindos, begegnete Schafherden, einsamen Kapellen, und übernachtete in abgelegenen Bergdörfern. Auf über 1.500 Metern war es rau, felsig, fast alpin. Von dort ging es an die Ägäis, wo Olympos und die Götter auf mich warteten. Küstenlinien, die sich serpentinenartig ins Blau wanden, ließen das Herz jedes Motorradreisenden höherschlagen. Die Fahrt entlang der Küste bis Kavala war ein einziges Panorama.

    Türkei – Zwischen Antike und Moderne

    Die Einreise in die Türkei war ein Sprung über eine Grenze – nicht nur geographisch. Zwischen Thrakien und Troja, den Dardanellen und Izmir lag ein Landstrich voller Geschichte und Gegensätze. Ich fuhr durch das antike Pergamon, sah die Ägäis funkeln, spürte in der Höhe bei Korkuteli (über 1.000 m) den Sommerwind frisch auf der Haut. Besonders eindrücklich waren die Tage in Manavgat bei Coskun und Ayten. Gastfreundschaft, wie man sie selten erlebt.

    Von dort aus erkundete ich die Umgebung: Side, Aspendos, den Oymapinar-Staudamm – Orte voller antiker Anmut, umgeben von wilder Natur und brodelnden Sommergewittern.

    Der Rückweg – Berge, Grenzen, Geschichten

    Die Rückreise verlief entlang anderer Routen, aber keineswegs weniger eindrucksvoll. Über Denizli und Balikesir ging es durch das Herz Anatoliens zurück nach Europa. In Tychero, Ustovo, Kalofer und Cherni Osam folgte ich der alten Balkanroute. Bulgarien zeigte sich rauer, ursprünglicher – mit tiefen Schluchten, wilden Flüssen und endlosen Mischwäldern.

    In Varna schließlich erreichte ich wieder das Meer – diesmal das Schwarze. Albena bot eine Atempause, bevor es über die Grenze nach Rumänien ging.

    Rumänien – Die große Bühne der Karpaten

    Der Abschnitt durch Rumänien war filmreif: Der Transfagara?an – mit seinen 2.042 m der zweithöchste asphaltierte Pass des Landes – ist mehr als nur eine Straße. Er ist ein Erlebnis. 10 Bären begegneten mir – teils am Straßenrand, teils auf Distanz. Von Câr?i?oara ging es durch Siebenbürgen, mit Zwischenstopps in Szeklerburg und Valea Putnei – Orte, in denen die Zeit stillzustehen scheint.

    Slowakei und Österreich – Zurück in Mitteleuropa

    Langsam, aber spürbar, veränderte sich das Licht, die Landschaft, die Sprache. Durch die Hohe Tatra, über einsame Landstraßen und durch mystisch anmutende Wälder erreichte ich Cicmany – ein Dorf, dessen Holzhäuser mit weißen Mustern verziert sind. Von dort weiter nach Bratislava – die letzte Hauptstadt meiner Reise.

    Die Heimreise durch Österreich war ein würdiger Abschluss: eine weite Etappe über 469 Kilometer. Noch einmal Höhen, Pässe, Seen, und das Gefühl, dass selbst nach über einem Monat unterwegs die Straße nie langweilig wird.

    Der letzte Akt – Freunde, Heimat, Rückkehr

    Nach einem Zwischenstopp bei Freunden in Benningen bei Stuttgart – liebe Grüße an Bix und Alex – ging es in zwei Tagesetappen zurück nach Trier. Die Maschine schnurrte, der Himmel war weit, und die Gedanken begannen sich zu sortieren.

    Fazit: 9.333 Kilometer Leben

    Diese Reise war nicht nur ein geographischer Bogen vom Schwarzwald bis zur türkischen Südküste, sondern eine Reise durch Kulturen, Jahreszeiten, Höhenlagen und Gedankenwelten. Ich habe das Meer gesehen, Berge überquert, antike Städte betreten, moderne Grenzen überquert, Freundschaft erlebt und Einsamkeit gespürt.

    Was bleibt, ist mehr als eine gefahrene Strecke. Es ist ein Gefühl von Freiheit, ein Respekt vor der Vielfalt Europas und ein leiser Stolz, diesen Weg gewählt zu haben.

    Bis zur nächsten Tour.

    Hier noch einmal einige Eindrücke der Tour. Du kannst auf das Bild klicken und wirst direkt auf die entsprechende Seite im Tagebuch geleitet.

     

    Seite 527/579
    Tagebuch-Inhalt

     

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