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Ein Blick in mein Reise-TagebuchWie schnell verblassen doch im Alltag Ereignisse und Erinnerungen. Im digitalen Zeitalter, in dem vieles mit einem Klick erledigt ist, gerä¤t einiges auch schnell wieder in Vergessenheit. Aus diesem Grund habe ich mir dieses kleine Reisetagebuch gebastelt, in dem ich die schönsten Erinnerungen an Reisen, manchmal aber auch nur an besondere Erlebnisse festhalten kann. Schnell ist das Smartphone gezückt und 'zack'! ist der Moment auf dem Handy gespeichert. Als Whatsapp-Nachricht mit Gruß an die Liebsten wäre er jedoch alsbald wieder aus dem Sinn und in den Tiefen der Handy-Bildergalerie verschwunden. Hier kann ich die Highlights des Tages in Wort und Bild hinterlegen. Sicherlich könnte man so manches Bild noch nachbearbeiten und vielleicht auch noch umfangreicher beschreiben. Doch das kann ich später ja immer noch machen, wenn ich wieder vor dem Laptop sitze. Jetzt heißt es erst einmal, viel Spaß beim Durchblättern! Eintrag 592 vom 23.03.2026Marokko ’26 – Tag 5: Ankunft 17:30 Uhr
Bild: Beim Mittagessen im a la Carte Restaurant an Bord
Noch einmal ein richtig langer Tag auf der Fähre. Die Zeit? Stand. Einfach. Still. Unser Tagesprogramm: lesen, Sudoku spielen, schlafen, aufstehen, wieder schlafen, eine Runde übers Deck schlendern – und dabei feststellen, dass Tanger gefühlt immer noch irgendwo hinter dem Horizont versteckt war. Zum Mittag dachten wir: Jetzt gönnen wir uns mal was! Also ab ins À-la-carte-Restaurant. Klingt gut, oder? Tja… beim genüsslichen Kauen verabschiedete sich plötzlich meine Teilkrone aus einem Backenzahn. Einfach so. Ohne Kündigungsfrist. Immerhin: nicht verschluckt, kein Schmerz – nur ein leicht irritierter Gesichtsausdruck und die Erkenntnis, dass mein Gebiss offenbar auch Reisefieber hat. Plan B: In Fes morgen Abend einen Zahnarzt suchen. Vielleicht gibt’s da ja „Krone to go“. In Fes treffen wir vielleicht auch Reini und Moni, die mit dem Bus unterwegs sind. Das wäre ein echtes Highlight! Und wer weiß – vielleicht stoßen wir sogar gemeinsam auf Reinis Geburtstag am 25. an. Mit oder ohne Krone. Gegen 16 Uhr dann die Durchsage: Kabinen räumen, wir kommen früher an. Aha. Früher. Also saßen wir geschniegelt und geschniegelt (naja, eher geschniegelt und gelangweilt) in der Lobby… und warteten. Und warteten. Und warteten noch ein bisschen mehr. Zwischendurch mal zur Reling – vielleicht bewegt sich ja was? Tat es aber nicht.
Bild: der Hafen von Tanger in Sicht Gegen 19 Uhr – durften wir dann endlich runter von der Fähre. Große Erleichterung bei uns und gefühlt 100 anderen Motorradfahrern. Ein buntes internationales Treffen: Rumänen, Italiener, Franzosen, Österreicher, Deutsche – alle vereint durch das gleiche Ziel: Marokko und Wüste!
Bild: Bepacken der Motorräder Es dämmerte bereits, als wir das Zollgelände erreichten. Alles lief erstaunlich entspannt: Papiere hier, Papiere da – aber keine Kofferkontrollen auf verbotene Drohnen. Glück gehabt, denn da verstehen sie in Marokko keinen Spaß.
Bild: Großes Gedrängel beim Verlassen des Zoll-Geländes Schnell noch Geld wechseln, Motorräder volltanken – und dann die letzten 20 km zum Hotel. Das Tanger Med Hotel war schnell erreicht, und mit uns trafen auch viele bekannte Gesichter von der Fähre ein. Man nickt sich zu, man erkennt sich – eine eingeschworene Gemeinschaft der Seefahrt-Überlebenden. Der Abend? Kurz und effizient: Bier, Dusche, ein paar Zeilen schreiben… und dann ab ins Bett. Denn morgen heißt es: 300 Kilometer bis Fes. Und ganz ehrlich – nach diesem endlosen Seetag freuen wir uns endlich wieder auf Bewegung. Selbst mein Zahn.
Bereits freigeschaltete Kommentare:
Frank aus Wuppiland
Ich bestätige hiermit die Maisuppe!
Freue mich schon wieder Bolle... Termin ist geblockt.
Steffi
Endlich am Ziel😊 Jetzt kann das Abenteuer ja losgehen. Ich hoffe Du findest einen guten Zahnarzt und es bleibt der letzte medizinische Einsatz auf der Reise. Gute Fahrt👋😘
Hans Michaeli
Hallo Reinhold
Ich wäre natürlich auch gerne wieder dabei Wünsche Dir eine Wunderschöne Zeit. Ich werde deine Super Tour und deine Tolle berichte Mitverfolgen.👍 Liebe Grüße Hans
Reinhold
Hallo Hans, liebe Simone,
Vielen Dank für eure lieben Wünsche. Gerne hätte ich auch mit euch die Tour unternommen. Vielleicht findet sich ja bald mal wieder Gelegenheit. Schöne Grüße an alle irland-Fahrer
Reinhold
Hallo, bist du der Frank, den ich kenne von den Tonnentreffen?
Da wünsche ich euch eine tolle Tour im Herbst. Sehen wir uns beim Mai-Suppe-Essen bei Nikolaus im Mai? Schöne Grüße
Frank aus Wuppiland
Grüß Dich Reinhold.
Diesmal werde ich Deinen Reisebericht noch etwas aufmerksamer verfolgen, eildieweil ich (als Mitfahrer) von Mitte Oktober bis Mitte November eine ähnliche Marokkorunde mit einem Expeditions-LKW unternehmen werde. Euch eine tolle Reise mit vielen schönen Eindrücken! Gruß Frank
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