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    Wissel:
    Geographische Lage:
    51°46'18" nördl. B.
    06°17'14" östl. L.
    Einwohner: 2049
    Fläche: 994 Hektar
    Postleitzahl: 47546
    Kennzeichen: KLE
    Vorwahl: 02824

    Hier findest Du inte-ressante Links rund um Kalkar.


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    Ein Blick in mein Reise-Tagebuch

    Wie schnell verblassen doch im Alltag Ereignisse und Erinnerungen. Im digitalen Zeitalter, in dem vieles mit einem Klick erledigt ist, gerä¤t einiges auch schnell wieder in Vergessenheit. Aus diesem Grund habe ich mir dieses kleine Reisetagebuch gebastelt, in dem ich die schönsten Erinnerungen an Reisen, manchmal aber auch nur an besondere Erlebnisse festhalten kann. Schnell ist das Smartphone gezückt und 'zack'! ist der Moment auf dem Handy gespeichert. Als Whatsapp-Nachricht mit Gruß an die Liebsten wäre er jedoch alsbald wieder aus dem Sinn und in den Tiefen der Handy-Bildergalerie verschwunden.

    Hier kann ich die Highlights des Tages in Wort und Bild hinterlegen. Sicherlich könnte man so manches Bild noch nachbearbeiten und vielleicht auch noch umfangreicher beschreiben. Doch das kann ich später ja immer noch machen, wenn ich wieder vor dem Laptop sitze.

    Jetzt heißt es erst einmal, viel Spaß beim Durchblättern!

    Eintrag 611 vom 11.04.2026

    Marokko ’26 – Tag 24: Taroudant → Tafraoute (224 km)

    in der historischen Speicheranlage bei Ighir Ifrane

    Bild: in der historischen Speicheranlage bei Ighir Ifrane

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    Karte: die voraussichtliche Strecke mit aktuellem Standort:

    Der Morgen beginnt ruhig in Taroudant. Beim Abschied von unserem Herbergsvater Marc liegt noch die Kühle der Nacht in der Luft, doch schon kündigt sich ein sonniger, klarer Tag an. Die Temperaturen sind am frühen Morgen angenehm mild, vielleicht um die 14 bis 16 Grad, steigen aber im Laufe des Tages rasch an – ein typischer Frühlingstag im Süden Marokkos, trocken, mit viel Licht und kaum Wolken.

    Abschied von Marc

    Bild: Abschied von Marc

    Schon kurz nach dem Start führt uns der Weg an der eindrucksvollen Stadtmauer von Taroudant vorbei. Die zinnenbewehrte Festungsanlage, die die Stadt seit dem 16. Jahrhundert umschließt, stammt aus der Zeit der Saadier und gehört zu den besterhaltenen Stadtbefestigungen des Landes. In dem warmen Morgenlicht wirken die ockerfarbenen Mauern fast golden, und für einen Moment fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt.

    vorbei an der eindrucksvollen Stadtmauer von Taroudant

    Bild: vorbei an der eindrucksvollen Stadtmauer von Taroudant

    Die Landschaft verändert sich schon nach wenigen Kilometern. Die zunächst flachen Ebenen weichen langsam ansteigenden Hügeln, und bald darauf beginnt das eigentliche Vergnügen des Tages: kurvige Straßen, die sich in immer engeren Windungen in die Ausläufer des Anti-Atlas schrauben. Die Straßenverhältnisse sind heute ungewöhnlich gut – sauberer Asphalt, kaum Schlaglöcher, kein Sand in den Kurven. Endlich kann man wieder entspannt am Gasgriff drehen und den Rhythmus der Kurven genießen.

    Ausläufer des Anti-Atlas

    Bild: Ausläufer des Anti-Atlas

    Besonders die Strecke auf der R105 zwischen Aït Baha und Tafraoute ist ein echtes Highlight. Diese Straße gilt unter Motorradfahrern als eine der schönsten im Süden Marokkos: langgezogene Kurven wechseln sich mit engen Kehren ab, immer wieder öffnen sich weite Blicke über bizarre Felsformationen und kleine, in die Landschaft geduckte Dörfer. Der Asphalt ist griffig, die Linienführung flüssig – ein Tag, an dem Fahren einfach nur Freude macht.

    Unser erster Stopp führt uns zum Agadir Ikounka bei Aït Doubark. Diese sogenannten „Greniers collectifs“ sind typische Speicherburgen der Berber, oft mehrere hundert Jahre alt. Sie dienten früher als gemeinschaftliche Vorratslager für Getreide, Öl und andere wertvolle Güter – gleichzeitig waren sie Schutzräume in unsicheren Zeiten. Das Gebäude wirkt von außen unscheinbar, doch im Inneren verbirgt sich ein faszinierendes System aus kleinen Kammern, die sich über mehrere Ebenen verteilen. Unser erster Kontakt vor Ort ist allerdings wenig charmant: Ein äußerst geschäftstüchtiger Guide versucht, uns mit überzogenen Preisvorstellungen zu einer Führung zu bewegen und lässt auch nach einer Absage nicht locker. Wolfgang lässt sich schließlich doch einen Blick in die Lagerräume nicht nehmen.

    Agadir Ikounka bei Aït Doubark

    Bild: „Greniers collectifs“ - Agadir Ikounka bei Aït Doubark

    Nur wenige Kilometer weiter erreichen wir Aït Baha, wo wir eine entspannte Kaffeepause einlegen. Der Ort selbst ist ein regionales Zentrum zwischen Souss-Ebene und Anti-Atlas, lebendig, aber angenehm unaufgeregt. Hier zeigt sich wieder einmal die herzliche Seite des Landes: Wolfgang wird kurzerhand von einigen Jungs umringt, die unbedingt einmal auf seinem Motorrad Platz nehmen wollen – ein Foto, viel Gelächter, und schon ist man für einen Moment Teil ihres Alltags.

    Probesitzen für ein Foto

    Bild: Probesitzen für ein Foto

    Weiter geht es durch zunehmend karge, aber faszinierende Landschaften. Die Vegetation wird spärlicher, die Farben intensiver: rötliche Felsen, graue Geröllfelder, dazwischen immer wieder grüne Oasenstreifen. In Ighir Ifrane legen wir erneut eine Pause ein.

    Pause mit Mandel-Aufstrich

    Bild: Pause mit Mandel-Aufstrich

    Der kleine Ort ist bekannt für seine historischen Speicheranlagen. Besonders beeindruckend ist ein großes, angeblich rund 900 Jahre altes Lagerhaus mit nicht weniger als 83 Kammern. Der Wirt vor Ort erweist sich als echter Glücksfall: freundlich, offen und voller Geschichten. Mit sichtbarem Stolz führt er uns durch die Anlage und erklärt die Funktion der einzelnen Räume – ein lebendiges Stück Geschichte, das hier bis heute erhalten ist.

    Festungsanlage von Agadir Tizourgane

    Bild: Nicht weit entfernt thront die imposante Festungsanlage von Agadir Tizourgane auf einem markanten Bergkegel.

    Schon von weitem ist sie zu sehen – eine trutzige Silhouette über der kargen Landschaft. Diese ebenfalls historische Speicherburg wurde strategisch auf dem Gipfel errichtet, um Vorräte und Bewohner gleichermaßen zu schützen. Der Aufstieg wäre sicher lohnend gewesen, doch wir begnügen uns heute mit dem Blick aus der Ferne.

    die bemalten Felsen

    Bild: die bemalten Felsen von Tafraoute

    Am Nachmittag erreichen wir schließlich das Tal südlich von Tafraoute, wo sich eine der ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten der Region befindet: die bemalten Felsen. In den 1980er-Jahren hat der belgische Künstler Jean Verame hier riesige Granitblöcke in leuchtenden Blau- und Rottönen bemalt. Der Weg dorthin führt wieder über sandige Pisten, die uns kurz daran erinnern, dass Marokko immer für Überraschungen gut ist. Doch die Mühe lohnt sich: Die farbigen Felsen wirken surreal in der sonst so natürlichen Umgebung – ein spannender Kontrast zwischen Kunst und Landschaft.

    bemalte Felsen im Tal südlich von Tafraoute

    Bild: bemalte Felsen im Tal südlich von Tafraoute

    Am späten Nachmittag erreichen wir schließlich Tafraoute, eingebettet in eine beeindruckende Kulisse aus rosafarbenem Granit. Unsere Unterkunft, die Auberge Tilila, empfängt uns freundlich und unkompliziert. Der Ort selbst strahlt eine angenehme Ruhe aus – ein perfekter Abschluss für einen Fahrtag, der vor allem eines war: abwechslungsreich.

    Heute hat sich wieder einmal gezeigt, was das Reisen in Marokko so besonders macht: Innerhalb weniger Stunden wechselt die Landschaft von fruchtbaren Ebenen zu schroffen Bergen, von lebendigen Orten zu stillen, fast zeitlosen Szenerien. Und genau diese ständigen Veränderungen machen jede Etappe aufs Neue spannend.


     

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    Tagebuch-Inhalt

     

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    Bereits freigeschaltete Kommentare:

    أكادير إكنكا Grenier collectif Agadir Ikounka
    11.04.2026 - 20:58
    https://maps.app.goo.gl/w96bGTj3yxnLrv4H9
    Lest hier mal die Rezensionen 😅

    Agadir Speicherstadt Agadir Inoummar
    11.04.2026 - 20:56
    https://maps.app.goo.gl/sjNigt367k581Djg9

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