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    Wissel:
    Geographische Lage:
    51°46'18" nördl. B.
    06°17'14" östl. L.
    Einwohner: 2049
    Fläche: 994 Hektar
    Postleitzahl: 47546
    Kennzeichen: KLE
    Vorwahl: 02824

    Hier findest Du inte-ressante Links rund um Kalkar.


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    Ein Blick in mein Reise-Tagebuch

    Wie schnell verblassen doch im Alltag Ereignisse und Erinnerungen. Im digitalen Zeitalter, in dem vieles mit einem Klick erledigt ist, gerä¤t einiges auch schnell wieder in Vergessenheit. Aus diesem Grund habe ich mir dieses kleine Reisetagebuch gebastelt, in dem ich die schönsten Erinnerungen an Reisen, manchmal aber auch nur an besondere Erlebnisse festhalten kann. Schnell ist das Smartphone gezückt und 'zack'! ist der Moment auf dem Handy gespeichert. Als Whatsapp-Nachricht mit Gruß an die Liebsten wäre er jedoch alsbald wieder aus dem Sinn und in den Tiefen der Handy-Bildergalerie verschwunden.

    Hier kann ich die Highlights des Tages in Wort und Bild hinterlegen. Sicherlich könnte man so manches Bild noch nachbearbeiten und vielleicht auch noch umfangreicher beschreiben. Doch das kann ich später ja immer noch machen, wenn ich wieder vor dem Laptop sitze.

    Jetzt heißt es erst einmal, viel Spaß beim Durchblättern!

    Eintrag 600 vom 31.03.2026

    Marokko ’26 – Tag 13: Alnif → Mhamid (276 km)

    In Zagora, dem

    Bild: In Zagora, dem "Tor zur Wüste"

    Mehr anzeigen

    Karte: die voraussichtliche Strecke mit aktuellem Standort:

    Der Morgen in Alnif begann ruhig – fast schon trügerisch, denn wir wussten, dass uns heute eine lange Etappe bis an den Rand der Sahara bevorstand. Die Luft war zunächst noch frisch, doch schon bald kündigte sich ein sonniger, trockener Tag an. Im Laufe der Fahrt kletterte das Thermometer stetig nach oben und erreichte am Nachmittag angenehme, aber spürbar warme 28 Grad. Der Himmel blieb dabei meist wolkenlos, nur gelegentlich lag ein feiner Schleier aus Staub in der Luft, der das Licht weich machte.

    Kurz hinter Alnif erreichten wir Timgharghrine, eine kleine, abgelegene Siedlung in einer kargen, steinigen Landschaft. Hier zeigt sich der Süden Marokkos von seiner rauen Seite: weite Ebenen, kaum Vegetation und nur vereinzelte Dörfer, die sich wie Oasen des Lebens an trockene Flussläufe schmiegen. Die Region ist geprägt von traditionellen Lehmbauten und einer Lebensweise, die sich seit Generationen kaum verändert hat.

    In Tazzarine legten wir eine Pause ein

    Bild: In Tazzarine legten wir eine Pause ein

    – ein Ort, der überraschend lebendig wirkt. Besonders beeindruckt hat uns der Spaziergang durch die Gärten: ein regelrechtes Labyrinth aus kleinen Wegen, umgeben von Palmen, niedrigen Mauern und Feldern. Diese Gärten werden durch ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem versorgt, das das knappe Wasser effizient verteilt – ein faszinierendes Beispiel dafür, wie sich die Menschen hier an die harschen Bedingungen angepasst haben.

    Weiter ging es nach Amazraou einem Vorort von Zagora, der für seine historische Bedeutung bekannt ist. Hier besichtigten wir die alte Ruinenstadt – einst ein bedeutendes Zentrum, insbesondere für die jüdische Bevölkerung der Region. Viele der Gebäude sind heute verlassen, doch die engen Gassen und bröckelnden Mauern erzählen noch immer von vergangenen Zeiten.

    in der Ruinenstadt Amazraou

    Bild: in der Ruinen-stadt Amazraou

     

     

    Ein selbster-nannter Führer schloss sich uns an und zeigte uns mit viel Enthusi-asmus die wichtigsten Ecken. Wie so oft gehörte auch ein kleines „Bakschisch“ am Ende dazu – ein typisches Erlebnis

    Besonders eindrücklich war die Begegnung mit den Kindern: Kaum hatten wir die Motorräder abgestellt, waren sie da – neugierig, fröhlich, aber auch mit klaren Erwartungen. Sie boten an, auf die Bikes aufzupassen, und fragten gleichzeitig sehr direkt nach Bonbons oder kleinen Geschenken. Dieses Verhalten ist in touristisch geprägten Regionen nicht unüblich, da viele Kinder gelernt haben, dass Reisende oft etwas verteilen.

    Auf den Straßen sahen wir außerdem ganze Gruppen von Schulkindern – entweder auf dem Weg zur Schule oder bereits auf dem Heimweg. In ländlichen Regionen Marokkos legen viele Kinder teils lange Strecken zu Fuß zurück, oft in kleinen Gruppen. Die Schulen sind zentrale Treffpunkte, und der Unterricht findet häufig im Schichtsystem statt, weshalb zu unterschiedlichen Tageszeiten viele Kinder unterwegs sind.

    In Zagora angekommen, wurde es deutlich belebter. Der Ort gilt als „Tor zur Wüste“ und ist ein wichtiger Ausgangspunkt für Touren Richtung Sahara. Entsprechend groß war der Anteil an Geländewagen, geführten Touren und Wohnmobilen.

    Natürlich durfte das berühmte Foto am Schild nicht fehlen: „Tombouctou – 52 jours“. Dieses historische Hinweisschild erinnert an die alten Karawanenrouten, auf denen Händler früher rund 52 Tage bis nach Timbuktu unterwegs waren – eine beeindruckende Vorstellung.

    Eine kleine Episode am Straßenrand: Ein Mofafahrer bat uns um Hilfe, weil sein Hinterreifen Luft verloren hatte. Mit unserer Ausrüstung konnten wir schnell aushelfen.

    Bild: Eine kleine Episode am Straßenrand: Ein Mofafahrer bat uns um Hilfe, weil sein Hinterreifen Luft verloren hatte. Mit unserer Ausrüstung konnten wir schnell aushelfen.

    In einem kleinen Café stärkten wir uns anschließend – einfach, aber gut. Hier spürt man den touristischen Einfluss deutlich stärker als zuvor.

    Hinter Zagora begann einer der schönsten Abschnitte des Tages: die Fahrt durch das Draa-Tal. Dieses Tal ist eines der längsten und beeindruckendsten Oasensysteme Marokkos. Entlang des Draa-Flusses ziehen sich endlose Palmenhaine, kleine Dörfer und alte Kasbahs – ein faszinierender Kontrast zur umliegenden Wüste.

    Die Straße selbst war meist gut, doch immer wieder lag Sand auf der Fahrbahn.

    Bild: Die Straße selbst war meist gut, doch immer wieder lag Sand auf der Fahrbahn.

    Gerade in Kurven oder bei Wind kann das schnell unangenehm werden, da der feine Wüstensand die Haftung reduziert. Entsprechend vorsichtig fuhren wir – mit wachem Blick und ruhiger Hand am Gas.

    Camp Auberge Sahara Marokko

    Bild: Am späten Nachmittag erreichten wir schließlich unser Ziel: Camp Auberge Sahara Marokko.

    ein Blick in unsere heutige Unterkunft

    Bild: ein Blick in unsere heutige Unterkunft

    Die Lage ist spektakulär – direkt an den ersten großen Sanddünen der Sahara. Der junge Betreiber empfing uns herzlich und sprach erstaunlich gut Englisch. Man merkt sofort, dass hier viel Erfahrung drinsteckt.

    Zum Abschluss des Tages ging es natürlich noch hinauf auf die Dünen.

    Bild: Zum Abschluss des Tages ging es natürlich noch hinauf auf die Dünen.

    Der Aufstieg im weichen Sand war anstrengender als gedacht, aber oben wurden wir mehr als belohnt: ein weiter Blick über die endlose Wüste und ein Sonnenuntergang, der den Himmel in warme Farben tauchte – einer dieser Momente, die man nicht so schnell vergisst.

    Das war unser Tag – lang, abwechslungsreich und voller Eindrücke zwischen karger Steinwüste, grünen Oasen und den ersten Dünen der Sahara.


     

    Seite 600/600
    Tagebuch-Inhalt

     

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    Bereits freigeschaltete Kommentare:

    Reinhold
    31.03.2026 - 20:22
    Heute wieder Wüstensand in den Hosen. Auf jeden Fall besser als vergessene Taschentücher, liebe Steffi😘

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