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    Wissel:
    Geographische Lage:
    51°46'18" nördl. B.
    06°17'14" östl. L.
    Einwohner: 2049
    Fläche: 994 Hektar
    Postleitzahl: 47546
    Kennzeichen: KLE
    Vorwahl: 02824

    Hier findest Du inte-ressante Links rund um Kalkar.


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    Ein Blick in mein Reise-Tagebuch

    Wie schnell verblassen doch im Alltag Ereignisse und Erinnerungen. Im digitalen Zeitalter, in dem vieles mit einem Klick erledigt ist, gerä¤t einiges auch schnell wieder in Vergessenheit. Aus diesem Grund habe ich mir dieses kleine Reisetagebuch gebastelt, in dem ich die schönsten Erinnerungen an Reisen, manchmal aber auch nur an besondere Erlebnisse festhalten kann. Schnell ist das Smartphone gezückt und 'zack'! ist der Moment auf dem Handy gespeichert. Als Whatsapp-Nachricht mit Gruß an die Liebsten wäre er jedoch alsbald wieder aus dem Sinn und in den Tiefen der Handy-Bildergalerie verschwunden.

    Hier kann ich die Highlights des Tages in Wort und Bild hinterlegen. Sicherlich könnte man so manches Bild noch nachbearbeiten und vielleicht auch noch umfangreicher beschreiben. Doch das kann ich später ja immer noch machen, wenn ich wieder vor dem Laptop sitze.

    Jetzt heißt es erst einmal, viel Spaß beim Durchblättern!

    Eintrag 594 vom 25.03.2026

    Marokko ’26 – Tag 7: Der Tag in Fes (0 km)

    Blick in eine Feser Gerberei hinunter

    Bild: Blick in eine Feser Gerberei hinunter

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    Karte: die voraussichtliche Strecke mit aktuellem Standort:

    Heute stand Großstadt-Dschungel statt Motorradfahren auf dem Programm – und zwar mitten hinein ins Herz von Fès.

    Unser Frühstück heute Morgen

    Bild: Unser Frühstück heute Morgen

     

     

    Der Tag begann entspannt – fast schon zu entspannt. Frühstück gab’s nämlich erst ab 9 Uhr. Also blieb genügend Zeit, um die dringend nötige Wäsche zu erledigen. Unsere Klamotten hingen anschließend nass auf der Leine und durften unter der marokkanischen Sonne trocknen.

    Danach ging’s für Wolfgang und mich mit dem Riad-Besitzer zum Zahnarzt.

    Bild: Danach ging’s für Wolfgang und mich mit dem Riad-Besitzer zum Zahnarzt.

    Nach erfolgreichreichem medizinischem Zwischenstopp wurden wir stilecht wieder eingesammelt und zur berühmten Medina von Fès chauffiert. Und dort begann das eigentliche Spektakel.

    Die Medina – ein Ort, an dem Google Maps kapituliert, der Orientierungssinn Urlaub macht und selbst ein Kompass nervös wird. Enge Gassen, die sich wie ein Spaghetti-Teller ineinander verschlingen, Händler, die gefühlt alles verkaufen – von Gewürzen über Leder bis hin zu Dingen, von denen man gar nicht wusste, dass man sie braucht.

    Wolfgang beim Kauf von Seifen

    Bild: Wolfgang beim Kauf von Seifen

    Es riecht nach frisch gebackenem Brot, nach Gewürzen, nach Minze… und dann plötzlich – zack – nach etwas, das man nur als „biologisch ambitioniert“ beschreiben kann. Willkommen in den Gerbereien. Natürlich durfte auch diesmal der Besuch einer der berühmten Gerbereien nicht fehlen, insbesondere der legendären Chouara Gerberei. Fasziniert blickten wir beide auf das olfaktorisch herausfordernde Schauspiel: Männer, die in steinernen Becken stehen und Leder noch so bearbeiten wie vor Jahrhunderten. Farbenprächtig? Absolut. Geruchstechnisch? Nun ja… sagen wir: ein Erlebnis, das sich tief ins Gedächtnis einbrennt.

    Zurück im Gassengewirr ging das Staunen weiter. Esel als Transportmittel, die sich ihren Weg durch die Menschenmassen bahnen, Kinder, die lachend hinterherlaufen, Händler, die einem mit beeindruckender Hartnäckigkeit Teppiche, Taschen oder Teekannen anbieten. Und mittendrin wir.

    Gegen 18 Uhr hatten wir dann ein Rendezvous am berühmten Bab Bou Jeloud – auch bekannt als das „Blaue Tor“.

    Bild: Gegen 18 Uhr hatten wir dann ein Rendezvous am berühmten Bab Bou Jeloud – auch bekannt als das „Blaue Tor“.

    Und tatsächlich: Nach kurzer Sucherei fanden wir dort Reini und Moni. Gemeinsam ging es in ein Restaurant mit Dachterrasse – mit Blick über die Dächer der Medina, während die untergehende Sonne die Stadt in warmes Licht tauchte. Dort wurde nicht nur hervorragend gegessen, sondern auch ein bisschen Reinis Geburtstag gefeiert – stolze 69 Jahre! Ein Alter, in dem manch anderer gemütlich auf der Couch sitzt… und er feiert in der Medina von Fès. Respekt!

    Zusammen mit Moni und Reini über den Dächern von Fes

    Bild: Zusammen mit Moni und Reini über den Dächern von Fes

    Bei gutem Essen, viel Gelächter und noch mehr Geschichten verging die Zeit wie im Flug. Es wurde noch ein wunderbar harmonischer Abend. Irgendwann hieß es dann aber wieder Abschied nehmen. Unser vertrauter Taxifahrer vom Riad sammelte uns ein, brachte Reini und Moni noch zu ihrem Hotel in der Nähe und chauffierte uns sicher zurück.

    Fazit des Tages:
    Die Medina von Fès ist laut, chaotisch, intensiv – und genau deshalb absolut faszinierend. Heute haben wir uns öfter verlaufen… und genau dabei alles gefunden.

    Morgen wollen wir jedoch weiter fahren. Ziel ist Midelt, ca. 200 Kilometer. Hoffentlich hält sich das Wetter noch ein bisschen, obwohl für morgen auch einige Regentropfen von oben erwartet werden. Wir werden sehen - Inshallah!


     

    Seite 594/594
    Tagebuch-Inhalt

     

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