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Ein Blick in mein Reise-TagebuchWie schnell verblassen doch im Alltag Ereignisse und Erinnerungen. Im digitalen Zeitalter, in dem vieles mit einem Klick erledigt ist, gerä¤t einiges auch schnell wieder in Vergessenheit. Aus diesem Grund habe ich mir dieses kleine Reisetagebuch gebastelt, in dem ich die schönsten Erinnerungen an Reisen, manchmal aber auch nur an besondere Erlebnisse festhalten kann. Schnell ist das Smartphone gezückt und 'zack'! ist der Moment auf dem Handy gespeichert. Als Whatsapp-Nachricht mit Gruß an die Liebsten wäre er jedoch alsbald wieder aus dem Sinn und in den Tiefen der Handy-Bildergalerie verschwunden. Hier kann ich die Highlights des Tages in Wort und Bild hinterlegen. Sicherlich könnte man so manches Bild noch nachbearbeiten und vielleicht auch noch umfangreicher beschreiben. Doch das kann ich später ja immer noch machen, wenn ich wieder vor dem Laptop sitze. Jetzt heißt es erst einmal, viel Spaß beim Durchblättern! Eintrag 530 vom 21.07.2025Tag 2 – Von Baiersbronn nach Langen am Arlberg: Graffiti, Graupel und Glücksmomente
Bild: In Lindau am Bodensee
Heute starten wir unsere Tour mit einem kleinen Temperatur-Schock: ganze 10 Grad kälter als am Vortag, dazu leichter Regen und eine insgesamt eher trübe Aussicht. Wir schwingen uns trotzdem motiviert auf unser Motorrad und verlassen das charmante Baiersbronn am Morgen in Richtung Süden. Zwischenstopp mit Farbe und Gebäck In Empfingen überrascht uns ein Stück urbane Kunst mitten auf dem Land: Ein farbenfrohes Graffiti an einer Haltestelle sticht ins Auge. Steffi zückt sofort ihr Handy für ein Foto, während ich das Motorrad abstelle. Kurz darauf verschwindet sie im nahen Bäcker und kommt mit frischen Teilchen für unterwegs wieder heraus – kleine Alltagsmomente, die auf so einer Tour irgendwie besonders schmecken. Fahrt durch das Allgäu – Hügelig, grün und mystisch Die Route führt uns weiter durchs Oberschwäbische Hügelland, wo Nebelschwaden durch Wälder ziehen und sanfte Hügel in verschiedenen Grautönen verschwimmen. Trotz der Nässe ist die Fahrt durch diese Landschaft ein Erlebnis: alte Apfelbäume stehen auf sattgrünen Wiesen, vereinzelt schauen Fachwerkhöfe aus dem Dunst hervor. Die kleinen Straßen sind kurvig und ruhig – ideal für Motorradfahrer, die lieber abseits der großen Bundesstraßen unterwegs sind. Lindau – Zwischen Vergangenheit und Cappuccino Gegen 14 Uhr reißt der Himmel endlich auf, und mit den ersten Sonnenstrahlen erreichen wir Lindau am Bodensee. Wir gönnen uns einen Cappuccino in der Altstadt – eine kleine Pause, die fast automatisch zum längeren Aufenthalt wird. Hier pulsiert das Leben zwischen verwinkelten Gassen, mittelalterlichen Fassaden und kleinen Läden. Ein Spaziergang durch Lindau ruft bei mir Erinnerungen wach: Klassenfahrt, 16 Jahre alt, das erste Mal allein mit Freunden unterwegs. Viel ist seitdem vergangen, aber die Stadt hat nichts von ihrem Charme verloren. Besonders beeindruckend ist die Hafeneinfahrt, flankiert vom mächtigen bayerischen Löwen auf der einen Seite und dem Leuchtturm auf der anderen. Der Leuchtturm ist übrigens der südlichste in Deutschland – ein kurioser Fakt, wenn man bedenkt, dass er an einem Binnengewässer steht. Beim Schlendern durch die Altstadt fällt mir eine Inschrift an einem Haus auf: „Erfinder der krummen Operationsnadel“. Neugierig lese ich nach – und tatsächlich: In diesem Haus lebte im Ruhestand Professor Georg Heberer (1901–1999), ein bedeutender deutscher Chirurg. Er entwickelte die gebogene chirurgische Nadel, die es ermöglichte, Gewebe – besonders in schwer zugänglichen Bereichen – deutlich präziser zu vernähen als mit der bis dahin üblichen geraden Nadel. Ein kleiner medizinischer Meilenstein – und ein überraschendes Stück Wissenschaftsgeschichte mitten in der Altstadt. Weiter Richtung Alpen – Serpentinen und Sonnenschein Die Strecke nach Langen am Arlberg wird zunehmend alpin: Wir fahren durch das Bregenzerwaldgebiet, vorbei an dunklen Tannen, wilden Bächen und schroffen Felswänden. Die Straßen winden sich durch kleine Dörfer mit Holzbalkonen voller Geranien, und die Luft wird spürbar klarer. Gegen Abend erreichen wir unser Ziel. Übernachtung in Langen – Einfach, herzlich, praktisch Wir haben ein Zimmer im Haus Juchem gebucht – eine einfache, aber gemütliche Unterkunft. Besonders praktisch: Es gibt einen Lebensmittelautomaten, der rund um die Uhr mit Snacks, Nudeln, Würstchen und Getränken bestückt ist. In der Gästeküche zaubern wir uns ein einfaches, aber köstliches Abendessen: Nudeln mit hausgemachter Sauce, ein paar deftige Salzgeber Würstchen und dazu ein Glas Frizzante – perfekter Ausklang eines abwechslungsreichen Tages.
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