Wie schnell verblassen doch im Alltag Ereignisse und Erinnerungen. Im digitalen Zeitalter, in dem vieles mit einem Klick erledigt ist, gerät einiges auch schnell wieder in Vergessenheit. Aus diesem Grund habe ich mir dieses kleine Reisetagebuch gebastelt, in dem ich die schönsten Erinnerungen an Reisen, manchmal aber auch nur an besondere Erlebnisse festhalten kann. Schnell ist das Smartphone gezückt und – zack! – ist der Moment auf dem Handy gespeichert. Als Whatsapp-Nachricht mit Gruß an die Liebsten wäre er jedoch alsbald wieder aus dem Sinn und in den Tiefen der Handy-Bildergalerie verschwunden.
Hier kann ich die Highlights des Tages in Wort und Bild hinterlegen. Sicherlich könnte man so manches Bild noch nachbearbeiten und vielleicht auch noch umfangreicher beschreiben. Doch das kann ich später ja immer noch machen, wenn ich wieder vor dem Laptop sitze.
Jetzt heißt es erst einmal, viel Spaß beim Durchblättern!
Eintrag 407 vom 01.09.2024
Erste Pause in Lothringen
Bild: Blick auf die Zitadelle von Bitche
Die Nacht war wieder einmal laut und kurz. Um 6 Uhr bin ich aufgestanden und habe meine Sachen im ersten aufkommenden Tageslicht gepackt, besser nur hinein in die Behältnisse geworfen. Das Zelt war natürlich noch nass vom Morgentau. Um halb sieben dann ist es mir tatsächlich gelungen, eine Lücke zwischen die vielen wild geparkten Motorräder zu finden. Cm-Arbeit, aber es klappte. Ohne Frühstück ging es dann los, Ziel nördliches Elsass. Und jetzt kurz vor 11 bin ich tatsächlich schon in Bitche.
Die Zitadelle hier ist wirklich sehr imposant. Das etwa 300 m lange und 30 bis 60 m breite Sandsteinplateau, auf dem die Zitadelle errichtet wurde, überragt die Umgebung von Bitsch um etwa 80 m. Es liegt strategisch günstig an der Kreuzung von mehreren bereits seit dem frühen Mittelalter wichtigen Fernverbindungen vom Rhein nach Lothringen und vom Elsass in die Pfalz.