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Guten Abend!Wenn das Motorrad und Reisen deine Hobbies sind, dann bist Du hier richtig.Diese Seiten entstanden vor vielen Jahren einmal aus der Idee Reiseberichte - die ja nach einem Urlaub sowieso von mir angelegt werden direkt auf der Tour zu verfassen in auf dem Weg liegenden Internet-Café oder Unterkünften mit Internet-Zugang - Facebook und Smartphones gab es damals ja noch nicht. Die Bearbeitung nach dem Urlaub wird hierdurch erleichtert, Eindrücke sind frischer und geraten auch nicht so schnell in Vergessenheit und alle diejenigen, die nicht mitfahren konnten, können sich so über meine/unsere Erlebnisse noch während der Abwesenheit informieren. Auch freue ich mich natürlich, wenn ich unterwegs von euch etwas hören - besser lesen - kann z.B. im Gästebuch. Das darf natürlich auch benutzt werden, wenn ich wieder zuhause bin.
Nachdem mittlerweile viele Bilder früherer Reisen digitalisiert sind, entschied ich, auch diese teilweise hier zu veröffentlichen. Zu einigen lagen ja auch schon Reisebeschreibungen vor, zu anderen gibt es leider oft nur bruchstückhafte Erinnerungen. Einige Bilder blieben auch ohne Text - Der/die ein oder andere Beteiligte kann ja über das Kommentarfeld, das sich immer im unteren Teil einer Seite befindet, gerne noch etwas hinzufügen.
Eine kurze Benachrichtigung wäre auch schön, falls Links nicht mehr funktionieren oder nicht mehr aktuell sein sollten. Es wünscht euch immer eine Handvoll Asphalt unter dem Reifen PS.: Dass ich mittlerweile nicht mehr in Wissel wohne, haben wohl schon die meisten mitbekommen ;-) Trier ist zu meiner neuen Heimat geworden, doch der Seitentitel bleibt unverändert. Aktuelles28.03.2026Marokko ’26 – Tag 10: Ziz-Tal → Erfoud → Goulmima → Ziz-Tal (339 km)
Bild: in den unterirdischen Kanälen der Khettara
Karte: die voraussichtliche Strecke mit aktuellem Standort: Wir bleiben heute noch eine weitere Nacht auf dem Campingplatz Jurassic im Ziz-Tal und planen eine ausgedehnte Runde: über Erfoud zur sogenannten „Himmelstreppe“, weiter nach Goulmima und schließlich über Errachidia zurück zu unserer Unterkunft. Eine Strecke, die auf der Karte überschaubar wirkt – sich vor Ort aber wieder einmal als echtes Abenteuer entpuppt. Bild: auf dem Weg nach Erfoud Gleich zu Beginn führt uns die Strecke am beeindruckenden Barrage Hassan Addakhil vorbei. Der Staudamm ist die Lebensader der gesamten Region: Er speichert das Wasser des Oued Ziz und sorgt dafür, dass die kilometerlangen Palmenoasen im Tal überhaupt existieren können. Bild: vorbei am Barrage Hassan Addakhil Gerade in dieser trockenen Gegend ist Wasser alles – ohne den Staudamm gäbe es hier kaum Landwirtschaft. Interessant ist auch, wie stark der Wasserstand schwanken kann: Nach Regenfällen steigt er sichtbar an, während er in längeren Trockenperioden deutlich zurückgeht. Für uns ist es vor allem ein spektakulärer Anblick – diese riesige Wasserfläche mitten in einer sonst kargen Landschaft. Weiter geht es nach Errachidia, der größten Stadt der Region. Hier merkt man sofort: Das ist kein touristischer Hotspot, sondern eine funktionierende Alltagsstadt. Errachidia wurde während der französischen Kolonialzeit als Militärstützpunkt gegründet und ist heute ein wichtiges Verwaltungs- und Versorgungszentrum für den Südosten Marokkos. Wolfgang nutzt die Gelegenheit, um Geld zu ziehen – und wir tauchen kurz ein in das geschäftige Treiben einer typisch marokkanischen Provinzstadt. Bild: Geldziehen in Errachidia Bild: Auf dem Weg dorthin begleitet uns über viele Kilometer ein Lastwagen, dessen Ladefläche randvoll mit Hühnern ist – ein Bild, das man so schnell nicht vergisst. Schon bald erreichen wir Erfoud, das wir beide bereits kennen – damals haben wir im bekannten Xaluca-Hotel übernachtet. Erfoud gilt als „Tor zur Sahara“ und ist vor allem für seine Fossilien bekannt. In der Region werden seit Millionen Jahren versteinerte Meerestiere gefunden – ein Hinweis darauf, dass hier früher einmal Ozean war. Heute ist die Stadt Ausgangspunkt für viele Wüstentouren Richtung Merzouga.
Bild: Auf dem Weg zur Himmels-treppe kommen wir durch ein kleines Dorf. Ein Vater hält uns an und bittet darum, seinen kleinen Sohn einmal auf unseren Motor-rädern fotogra-fieren zu dürfen. Natürlich sagen wir sofort ja. Für den Jungen ist es ein riesiges Erlebnis – und für uns ein schöner, ehrlicher Moment fernab jeder Touristenroutine. Wir erreichen schließlich den Abzweig zur soge-nannten Himmels-reppe (oft auch „Escalier Céleste“ genannt) – eine bizarre Instal-lation mitten in der Wüste: eine Treppe, die scheinbar ins Nichts führt. Sie wurde als Kunstprojekt errichtet und ist heute ein beliebtes Ziel für Offroad-Fahrer.
Bild: Wolfgang reduziert den Reifendruck – jetzt wird es ernst. Doch die Bedingungen sind alles andere als ideal: Erst gestern hat es hier stark geregnet. Der Sand ist durchzogen von tiefen Spuren und immer wieder von Wasserläufen unterbrochen. Bild: Wir kämpfen uns vorwärts, müssen ständig ausweichen, korrigieren, gegenlenken. Es gibt keine klare Route, sondern nur ein Chaos aus Reifenspuren. Schnell wird uns klar: Das ist heute zu riskant. Schweren Herzens drehen wir um. Zurück an der Hauptstraße legen wir eine Pause bei den Khettara-System ein. Diese jahrhundertealten unterirdischen Kanäle sind ein Meisterwerk der Ingenieurskunst: Sie transportieren Wasser über viele Kilometer aus den Bergen in die Oasen – ganz ohne Pumpen, nur durch Gefälle. Wir steigen sogar hinunter in einen dieser Tunnel. Heute ist er trocken, denn der Grundwasserspiegel ist in den letzten Jahren deutlich gesunken. Bild: Unser junger Guide Mustapha erklärt uns alles mit großer Begeisterung – und fragt am Ende schüchtern nach Aufklebern. Leider haben wir keine dabei. Beim nächsten Mal sind wir besser vorbereitet. Bild: In den folgenden Ortschaften zeigt sich, wie viel Regen hier gefallen ist: riesige Pfützen überall. Kinder bieten uns an, gegen ein kleines Entgelt Umleitungen zu zeigen. Wir entscheiden uns meist für den direkten Weg – und fahren einfach mitten durch das Wasser. Ein bisschen Abenteuer muss sein. Am frühen Nachmittag erreichen wir Goulmima. Zeit für eine Pause: sechs Spieße und Tee – einfach, aber genau das Richtige nach dieser anstrengenden Etappe. Auf dem Rückweg passieren wir erneut den Barrage Hassan Addakhil. Im Nachmittagslicht wirkt die Landschaft noch einmal ganz anders – ruhiger, fast schon friedlich nach den Strapazen des Tages. Morgen wartet ein echtes Highlight: Wir fahren das Ziz-Tal hinunter bis Erfoud und weiter Richtung Merzouga, direkt an den Rand der großen Sanddünen des Erg Chebbi. Dort besuchen wir das Künstlerdorf Khamlia, bekannt für seine Gnawa-Musik – eine faszinierende Mischung aus afrikanischen Rhythmen und spirituellen Klängen. Anschließend geht es in ein Tuareg-Wüstencamp. Diese Camps werden meist von Berbern oder Tuareg betrieben und bieten einen authentischen Einblick in das Leben in der Wüste – natürlich mit deutlich mehr Komfort, als man früher hatte. Ein besonderes Erlebnis wird der gebuchte Kamelritt bei Sonnenuntergang werden: Auf dem Rücken der Tiere geht es langsam durch die Dünen, während die Sonne den Sand in goldene und rote Farben taucht – wir freuen uns jetzt schon. Am Abend erwartet uns dann Musik, Trommeln und Tanz unter dem Sternenhimmel der Sahara – und eine Übernachtung, die wir sicherlich so schnell nicht vergessen werden.
RückblickHeute ist der Tag, an dem vor genau 12 Jahren unsere Reise durch God´s Own Country zum Ende kam.
"...Ich habe mich an diesem Morgen um halb acht mit meinen Mitfliegern vor dem internationalen Flughafenterminal in Cochi verabredet. Um 09:20 soll unser Flieger starten, zunächst wieder nach Doha/Qatar, wo wir wieder einen Zwischenstopp einlegen werden und das Flugzeug wechseln müssen..."
Erinnerst Du dich?
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