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Guten Morgen!Wenn das Motorrad und Reisen deine Hobbies sind, dann bist Du hier richtig.Diese Seiten entstanden vor vielen Jahren einmal aus der Idee Reiseberichte - die ja nach einem Urlaub sowieso von mir angelegt werden direkt auf der Tour zu verfassen in auf dem Weg liegenden Internet-Café oder Unterkünften mit Internet-Zugang - Facebook und Smartphones gab es damals ja noch nicht. Die Bearbeitung nach dem Urlaub wird hierdurch erleichtert, Eindrücke sind frischer und geraten auch nicht so schnell in Vergessenheit und alle diejenigen, die nicht mitfahren konnten, können sich so über meine/unsere Erlebnisse noch während der Abwesenheit informieren. Auch freue ich mich natürlich, wenn ich unterwegs von euch etwas hören - besser lesen - kann z.B. im Gästebuch. Das darf natürlich auch benutzt werden, wenn ich wieder zuhause bin.
Nachdem mittlerweile viele Bilder früherer Reisen digitalisiert sind, entschied ich, auch diese teilweise hier zu veröffentlichen. Zu einigen lagen ja auch schon Reisebeschreibungen vor, zu anderen gibt es leider oft nur bruchstückhafte Erinnerungen. Einige Bilder blieben auch ohne Text - Der/die ein oder andere Beteiligte kann ja über das Kommentarfeld, das sich immer im unteren Teil einer Seite befindet, gerne noch etwas hinzufügen.
Eine kurze Benachrichtigung wäre auch schön, falls Links nicht mehr funktionieren oder nicht mehr aktuell sein sollten. Es wünscht euch immer eine Handvoll Asphalt unter dem Reifen PS.: Dass ich mittlerweile nicht mehr in Wissel wohne, haben wohl schon die meisten mitbekommen ;-) Trier ist zu meiner neuen Heimat geworden, doch der Seitentitel bleibt unverändert. Aktuelles01.07.2026Rund um den Brocken – Nebel, Wälder und Harzer ImpressionenBild: am Bahnhof Schierke
Karte: Die heutige Tourplanung Heute stand eine weitere abwechslungsreiche Tagestour auf dem Programm. Unsere Route führte uns von Wernigerode rund um den Brocken bis in den Oberharz und schließlich wieder zurück zu unserem Hotel. Wie an allen Tourtagen ging es ausschließlich über kleine Landstraßen, kurvenreiche Strecken und durch die vielen malerischen Ortschaften des Harzes. Schon die Ausfahrt aus Wernigerode war ein Erlebnis. Vorbei an den liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern führte uns der Weg über die teilweise noch erhaltenen Kopfsteinpflasterstraßen der historischen Altstadt. Das prachtvolle Rathaus, die schmalen Gassen und die bunten Fachwerkfassaden verleihen der Stadt einen ganz besonderen Charme und machen sie zu einer der schönsten Städte des Harzes. Unser erstes Ziel war Schierke, der bekannte Luftkurort am Fuße des Brockens. Dort wollten wir uns am Bahnhof der Harzer Schmalspurbahnen treffen, um einige Erinnerungsfotos mit den berühmten Dampflokomotiven aufzunehmen.
Bild: Gruppenfoto am Bahnhof Schierke Leider spielte uns der Fahrplan heute einen kleinen Streich. Statt der historischen Dampfrösser verkehrten aufgrund laufender Revisionsarbeiten lediglich moderne Triebwagen. Schade, denn gerade die dampfenden schwarzen Lokomotiven gehören für viele Besucher zum Harz einfach dazu.
Bild: Einige von uns sind trotzdem mit der Bahn den Brocken hoch gefahren. Seit mehr als 100 Jahren kämpfen sich die historischen Schmalspurbahnen mit ihren Dampfloks über steile Strecken bis hinauf auf den Brocken. Das Fauchen des Dampfes, der Geruch nach Kohle und das rhythmische Stampfen der Lokomotiven sorgen normalerweise für eine ganz besondere Atmosphäre. Zum Glück sollten die Dampfloks bereits in den nächsten Tagen wieder ihren regulären Betrieb aufnehmen.
Bild: ein Blick auf den Brocken Auf der Weiterfahrt zeigte sich ein Bild, das den Harz in den vergangenen Jahren leider stark verändert hat. An vielen Berghängen ragten abgestorbene Baumstämme in den Himmel. Der Borkenkäfer hat den Fichtenwäldern schwer zugesetzt. Begünstigt durch mehrere trockene und heiße Sommer konnte sich der kleine Käfer massenhaft vermehren und riesige Waldflächen zerstören. Inzwischen entstehen vielerorts neue Mischwälder, doch es wird noch viele Jahre dauern, bis sich die Natur vollständig erholt hat.
Bild: Der Borkenkäfer hat den Fichtenwäldern schwer zugesetzt. Unser nächster Halt war der Harzturm in Torfhaus. Der erst 2023 eröffnete Aussichtsturm ragt 65 Meter hoch in den Himmel und besteht aus einer beeindruckenden Kombination aus Holz und Stahl. Von seiner Aussichtsplattform bietet sich normalerweise ein fantastischer Rundumblick über den Nationalpark Harz bis hinüber zum Brocken. Wer möchte, kann sogar über eine spektakuläre Erlebnisrutsche wieder nach unten gelangen. Bild: der Harzturm in Torfhaus Allerdings hätte der Aufstieg pro Person 13,50 Euro gekostet. Dieser Preis schreckte unsere gesamte Gruppe ab, sodass wir uns stattdessen lieber unten umsahen und anschließend unsere Tour fortsetzten. Torfhaus selbst liegt auf rund 812 Metern Höhe und ist die höchstgelegene Siedlung Niedersachsens. Seit Jahrhunderten spielte hier der Torfabbau eine wichtige Rolle. Heute ist der Ort vor allem Ausgangspunkt für Wanderungen und Wintersport sowie ein beliebter Treffpunkt für Besucher des Nationalparks Harz. Über herrliche Landstraßen ging es weiter nach Clausthal-Zellerfeld, der größten Bergstadt des Oberharzes. Die traditionsreiche Universitätsstadt ist eng mit dem historischen Erzbergbau verbunden. Noch heute prägen zahlreiche denkmalgeschützte Gebäude, ehemalige Bergwerksanlagen und die berühmten Oberharzer Wassergräben das Stadtbild. Bild: sehr wechselhaftes Wetter heute Während der Fahrt wechselten sich immer wieder dichte Nebelfelder, tief hängende Wolken und kurze Regenschauer ab. Mal fielen nur wenige Tropfen, dann verschwand die Landschaft erneut in grauem Dunst. Gerade dieses wechselhafte Wetter verlieh dem Harz aber seinen ganz besonderen Reiz. Am Nachmittag legten wir an der Rappbodetalsperre eine wohlverdiente Pause ein. Sie ist die höchste Staumauer Deutschlands und hält das Wasser der Rappbode mit einer 106 Meter hohen Staumauer zurück. Neben ihrer Bedeutung für den Hochwasserschutz und die Trinkwasserversorgung ist sie heute auch ein beliebtes Ausflugsziel. Besonders bekannt sind die spektakuläre Hängebrücke TITAN RT, die über das Tal führt, sowie verschiedene Abenteuerattraktionen für Mutige. Bei einer kleinen Stärkung konnten wir die beeindruckende Landschaft genießen, bevor wir die letzten Kilometer zurück nach Wernigerode in Angriff nahmen. Am Nachmittag erreichten wir schließlich wieder unser Hotel. Nach den vielen Kilometern im Sattel kam eine kleine Auszeit genau richtig. Einige von uns gönnten sich vor dem Abendprogramm einen Besuch in der hoteleigenen Sauna. Und was soll ich sagen? Nach einem Tag mit kühlen Temperaturen, feuchter Luft und gelegentlichen Regenschauern tat die wohltuende Wärme einfach richtig gut. So ging ein weiterer schöner Tourtag zu Ende – mit herrlichen Motorradstrecken, beeindruckender Natur, interessanten Sehenswürdigkeiten und dem typischen Harzer Wetter, das seinem Ruf einmal mehr alle Ehre machte.
RückblickHeute ist der Tag, an dem wir vor genau 4 Jahren auf einer Motorrad-Reise zum Ende der Welt, zum Nordkap, waren.
"Am späten Nachmittag hatten wir dann bald hinter dem Elbtunnel die Kleinstadt Bad Bramstedt in Schleswig-Holstein erreicht. Gelegen inmitten einer welligen Wald- und Heidelandschaft, durchzogen mit zahlreichen reizvollen Auen fanden wir hier unsere heutige Unterkunft..."
H i e r mehr dazu.
Erinnerst Du dich?
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