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Guten Abend!Wenn das Motorrad und Reisen deine Hobbies sind, dann bist Du hier richtig.Diese Seiten entstanden vor vielen Jahren einmal aus der Idee Reiseberichte - die ja nach einem Urlaub sowieso von mir angelegt werden direkt auf der Tour zu verfassen in auf dem Weg liegenden Internet-Café oder Unterkünften mit Internet-Zugang - Facebook und Smartphones gab es damals ja noch nicht. Die Bearbeitung nach dem Urlaub wird hierdurch erleichtert, Eindrücke sind frischer und geraten auch nicht so schnell in Vergessenheit und alle diejenigen, die nicht mitfahren konnten, können sich so über meine/unsere Erlebnisse noch während der Abwesenheit informieren. Auch freue ich mich natürlich, wenn ich unterwegs von euch etwas hören - besser lesen - kann z.B. im Gästebuch. Das darf natürlich auch benutzt werden, wenn ich wieder zuhause bin.
Nachdem mittlerweile viele Bilder früherer Reisen digitalisiert sind, entschied ich, auch diese teilweise hier zu veröffentlichen. Zu einigen lagen ja auch schon Reisebeschreibungen vor, zu anderen gibt es leider oft nur bruchstückhafte Erinnerungen. Einige Bilder blieben auch ohne Text - Der/die ein oder andere Beteiligte kann ja über das Kommentarfeld, das sich immer im unteren Teil einer Seite befindet, gerne noch etwas hinzufügen.
Eine kurze Benachrichtigung wäre auch schön, falls Links nicht mehr funktionieren oder nicht mehr aktuell sein sollten. Es wünscht euch immer eine Handvoll Asphalt unter dem Reifen PS.: Dass ich mittlerweile nicht mehr in Wissel wohne, haben wohl schon die meisten mitbekommen ;-) Trier ist zu meiner neuen Heimat geworden, doch der Seitentitel bleibt unverändert. Aktuelles08.04.2026Marokko ’26 – Tag 21: Ait Ben Hadou (0 km)
Bild: Über diese Brücke musst du geh'n!
Karte: die voraussichtliche Strecke mit aktuellem Standort: Noch vor dem Frühstück lag diese besondere, fast feierliche Ruhe über Aït-Ben-Haddou, die man nur an Orten spürt, die täglich von Menschenmassen überrollt werden – und die doch in den frühen Morgenstunden ganz bei sich sind. Über die schmale Fußgängerbrücke ging es über den Fluss hinüber, Schritt für Schritt näher an die Kasbah heran, deren lehmfarbene Silhouette im weichen Morgenlicht fast unwirklich wirkte.
Bild: Einige Händler öffneten gerade ihre Läden, noch ohne Eile und den Druck des Tagesgeschäfts. Zu dieser Stunde gehörte der Ort noch den wenigen Frühaufstehern. Doch man konnte es bereits ahnen: Diese Stille war nur geliehen.
Bild: Einige Türen in der Kasbah Die Kasbah selbst zeigte sich für mich von außen am eindrucksvollsten – dieses gewachsene Geflecht aus Türmen, Mauern und Gassen, das sich wie aus dem Felsen selbst erhoben hat. Innen hingegen wurde der Weg schnell beschwerlich: hohe, ungleichmäßige Stufen, enge Durchgänge, immer wieder kleine Anstiege. Für jemanden mit Knieproblemen sicher keine Freude. Und dazu die Händler, die ihre Ware mit Nachdruck anboten – manchmal charmant, manchmal etwas zu fordernd.
Bild: trocknende Lehmziegel Im Laufe des Vormittag änderte sich die Atmosphäre dann. Busse rollten an, Gruppen strömten in den Ort hinein, Stimmengewirr erfüllte die Gassen. Der Ort wurde zu dem, was er heute eben auch ist: ein Magnet für Reisende aus aller Welt. Mittags sind Wolfgang und ich noch einmal hinunter in den Ort gelaufen um etwas zu essen. Fast ein wenig ironisch das Mittagessen: chinesisch – mitten in Marokko, direkt vor einem Restaurant sitzend, während die Touristenströme an uns vorbeizogen. Es hatte etwas fast Meditatives: zu sehen, wie Gruppen kommen, sich begegnen, verweilen und weiterziehen – wie Wellen, die sich gegenseitig ablösen.
Bild: Wolfgang mit seinem Neuerwerb und der Verkäufer mit der in Zahlung gege-benen Jacke
Am Nach-mittag dann eine Pause in unserer Unterkunft. Die Hitze des Tages, das Stimmengewirr, all das wich einer wohltuenden Ruhe. Am frühen Abend sind wir dann noch einmal durch den Ort geschlendert, diesmal ohne Ziel. Wolfgang fand dabei vor einem Geschäft aushängend eine schöne Berberjacke – und gab dafür kurzerhand seine grellgelbe Radlerjacke in Zahlung. Natürlich zahlte er noch etwas dazu. Ein fairer Deal, würde ich sagen. Endlich ist die sch.... gelbe Jacke weg. Der Abend schließlich brachte das vielleicht schönste Licht des Tages. Auf der Hotelterrasse, mit einem kühlen Bier in der Hand, wurde die Kasbah noch einmal zu dem, was sie am Morgen schon angedeutet hatte: ein Ort voller Magie. Die untergehende Sonne tauchte die Lehmhäuser und die umliegenden Hügel in warme, goldene Farben, ließ Konturen weich werden und Schatten lang. Und für einen Moment war all das geschäftige Treiben des Tages vergessen – übrig blieb nur dieser stille, zeitlose Eindruck eines Ortes, der schon so vieles gesehen hat und doch immer wieder neu verzaubert.
RückblickHeute ist der Tag, an ich vor genau 4 Jahren an die italienische Mittelmeerküste gefahren bin.
"Die Sonne schien, die Temperatur stieg auch allmählich an und das Fahren machte wieder richtig Spaß auf meinem 39 Jahre alten Schätzchen. Ich wollte mich vom Navi zu meinem Hauptziel La Spezia an die Küste leiten lassen und genoss einfach das Dahingleiten ohne große Vorplanung."
H i e r mehr dazu.
Erinnerst Du dich?
![]() ein Zufallsbild aus: ./Reisen/Saisoneroeffnung2012/2/ Bereits freigeschaltete Kommentare:
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