Abfahrt-Wissel.de
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    Wissel:
    Geographische Lage:
    51°46'18" nördl. B.
    06°17'14" östl. L.
    Einwohner: 2049
    Fläche: 994 Hektar
    Postleitzahl: 47546
    Kennzeichen: KLE
    Vorwahl: 02824

    Hier findest Du inte-ressante Links rund um Kalkar.


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    Reisen&Erleben Motorradreisen REISEN UND ERLEBEN Motorradreisen

     

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    Digitale Freiheit - oder:
    Wie ich wieder Zeit zum Motorradfahren fand…

     

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    Guten Tag!

    Wenn das Motorrad und Reisen deine Hobbies sind, dann bist Du hier richtig.

    Diese Seiten entstanden vor vielen Jahren einmal aus der Idee Reiseberichte - die ja nach einem Urlaub sowieso von mir angelegt werden direkt auf der Tour zu verfassen in auf dem Weg liegenden Internet-Café oder Unterkünften mit Internet-Zugang - Facebook und Smartphones gab es damals ja noch nicht. Die Bearbeitung nach dem Urlaub wird hierdurch erleichtert, Eindrücke sind frischer und geraten auch nicht so schnell in Vergessenheit und alle diejenigen, die nicht mitfahren konnten, können sich so über meine/unsere Erlebnisse noch während der Abwesenheit informieren. Auch freue ich mich natürlich, wenn ich unterwegs von euch etwas hören - besser lesen - kann z.B. im Gästebuch. Das darf natürlich auch benutzt werden, wenn ich wieder zuhause bin.

    Nachdem mittlerweile viele Bilder früherer Reisen digitalisiert sind, entschied ich, auch diese teilweise hier zu veröffentlichen. Zu einigen lagen ja auch schon Reisebeschreibungen vor, zu anderen gibt es leider oft nur bruchstückhafte Erinnerungen. Einige Bilder blieben auch ohne Text - Der/die ein oder andere Beteiligte kann ja über das Kommentarfeld, das sich immer im unteren Teil einer Seite befindet, gerne noch etwas hinzufügen.

    Irgendwann kam dann die Idee auf, die Site noch mit anderen Inhalten, die für das Reisen mit dem Motorrad wichtig sein könnten, zu erweitern. So kamen im Laufe der Zeit nicht nur Motorrad-Bilder, sondern auch viele Links, die sich auf Motorräder und Reiseplanung beziehen, hinzu.

    So sind diese Seiten also entstanden und sie werden auch heute noch nach über 27 Jahren immer noch regelmäßig weiterentwickelt und gepflegt - solange ich zumindest noch die Welt auf 2 oder 3 Rädern erkunden und darüber berichten kann. Diese 10.001millionste Motorrad-Web-Site hat sicherlich keinem gefehlt, doch ich hoffe, dass dem/der ein oder anderen Beteiligten an Treffen/Reisen/Geschichten es hiermit leichter gemacht wird sich bestimmter Eindrücke wieder zu erinnern. Über Ergänzungen oder Rückmeldungen im Gästebuch freue ich mich immer.

    Eine kurze Benachrichtigung wäre auch schön, falls Links nicht mehr funktionieren oder nicht mehr aktuell sein sollten. Es wünscht euch immer eine Handvoll Asphalt unter dem Reifen
    Reinhold.

    PS.: Dass ich mittlerweile nicht mehr in Wissel wohne, haben wohl schon die meisten mitbekommen ;-) Trier ist zu meiner neuen Heimat geworden, doch der Seitentitel bleibt unverändert.

    Aktuelles

    19.10.2026

    Meine Motorradtour zum Heidelberger Herbsttreffen 2026 – eine Fahrt durch die Farben des Herbstes

    Bild: Stopp am Zellertaler Ehrenmal

    Das 1928 einge-weihte Krieger-denkmal erinnert an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs aus sechs Gemeinden des Zellertals. Der ungewöhnliche, rund 15 Meter hohe Bau besteht aus einer offenen Säulenhalle mit sechs Pfeilern aus Albisheimer Kalkstein. Auf Bronzetafeln im Inneren sind die Namen der Gefallenen aus den beteiligten Gemeinden festgehalten.

    Mehr anzeigen

    Karte: die Fahrstrecke am Freitag

    Freitag, 16. Oktober 2026 – von Trier durch das Saarland, die Pfalz und das Neckartal zum Herbsttreffen der Kuhlen Wampe

    Der Herbst zeigt sich von seiner schönsten Seite

    Herbststimmung in Trier bei der Abfahrt

    Bild: Herbststimmung in Trier bei der Abfahrt

    Am Freitagmorgen gegen 10 Uhr starte ich in Trier zur Fahrt zum Jugendzeltplatz Neunkirchen bei Heidelberg, wo das jährliche Herbsttreffen der Kuhlen Wampe stattfinden soll. Die BMW ist startklar, das Gepäck verstaut und die Vorfreude auf ein Wochenende mit alten Motorradfreunden groß. Schließlich liegt unser letztes gemeinsames Treffen mit den Motorrädern schon eine ganze Weile zurück.

    Zunächst geht es über die Autobahn. Der Morgen zeigt sich noch etwas neblig, und die Landschaft wirkt unter dem grauen Schleier eher unscheinbar. Doch als ich die ersten Höhen erklimme, ändert sich die Welt beinahe schlagartig. Der Nebel bleibt zurück, die Sonne bricht durch und plötzlich leuchtet die Landschaft in den schönsten Herbstfarben. Gelbe und goldene Blätter, rostrote Baumkronen und dazwischen noch immer sattgrüne Wiesen – ein Anblick, der mich sofort für diesen Fahrtag einnimmt.

    Bei Nonnweiler verlasse ich die Autobahn und biege ins Saarland ab. Ab jetzt soll das Navi die Regie übernehmen. Ich habe den Adventure-Modus eingestellt und bewusst nichts geplant. Keine festgelegte Route, keine Liste mit Zwischenzielen, die unbedingt abgearbeitet werden muss. Ich lasse mich einfach überraschen, wohin mich die BMW führt. Genau das ist für mich einer der schönsten Aspekte des Motorradfahrens: Man muss nicht immer wissen, was hinter der nächsten Kurve kommt.

    Über Türkismühle geht es zunächst am Weltraumatelier Nohfelden vorbei. Heute fahre ich allerdings weiter, denn mein eigentliches Ziel liegt noch ein gutes Stück entfernt. Vielleicht muss ich mir das Weltraumatelier bei einer anderen Gelegenheit einmal genauer ansehen.

    Durch Freisen führt mich die Strecke weiter in Richtung Pfalz. Die Straße schlängelt sich durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Ich passiere den Mittagsfels und fahre über Niederalben und Welchweiler weiter. Die Dörfer liegen eingebettet in Hügel, Wiesen und Wälder, und überall zeigt sich der Herbst in einer anderen Farbkombination. Manchmal öffnet sich der Blick weit über die Landschaft, dann führt die Straße wieder zwischen Bäumen hindurch, deren Blätter im Sonnenlicht regelrecht zu glühen scheinen.

    Es folgen Horschbach mit dem Alten Keiler in der Umgebung, Hinzweiler, Aschbach, Heinzenhausen und Hohenöllen. Die Ortsnamen ziehen vorbei, während ich mich auf die kleinen Straßen konzentriere. Es sind keine spektakulären Alpenpässe, die mich hier erwarten, sondern genau jene abwechslungsreichen Nebenstrecken, auf denen man entspannt fahren, die Gegend genießen und jederzeit spontan anhalten kann.

    Mittelalterliche Burg, alte Straßen und Spuren vergangener Zeiten

    Bei Reipoltskirchen wartet mit der dortigen Wasserburg ein besonders interessantes historisches Bauwerk am Wegesrand. Die Burg geht auf das Mittelalter zurück; eine erste gesicherte urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1276. Sie liegt im Tal des Odenbachs und gehört zu den bemerkenswerten erhaltenen Niederungsburgen der Pfalz. Der historische Burgkern mit seinen Wehrmauern und dem alten Wehrturm vermittelt noch heute einen Eindruck davon, wie man solche Anlagen einst zur Sicherung von Tälern und Verkehrswegen nutzte.

    Ich fahre weiter über Nußbach und Ratskirchen. In der Gegend von Dörnbach ist ein alter Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg auf der Karte vermerkt. Solche militärischen Relikte erinnern daran, dass die vermeintlich friedliche Landschaft auch eine bewegte und oft schreckliche Vergangenheit besitzt. Anschließend erreiche ich Rockenhausen. Von hier geht es über Bastenhaus in Richtung Dannenfels und hinauf zum Donnersberg.

    Pause am Donnersberg – und eine Begegnung mit der Motorradvergangenheit

    Bild: am Donners-berg

     

     

    Der Donners-berg ist mit rund 687 Metern die höchste Erhe-bung der Pfalz. Schon seine Höhe macht ihn zu einem markanten Punkt in der Region. Er ist aber nicht nur ein beliebtes Ziel für Wanderer und Ausflügler, sondern auch geschichtlich interessant: Auf dem Berg und in seiner Umgebung befinden sich Spuren einer bedeutenden keltischen Besiedlung. Das keltische Oppidum auf dem Donnersberg zählt zu den großen vorgeschichtlichen Befestigungsanlagen der Region.

    Für mich steht heute allerdings nicht die Archäologie im Vordergrund, sondern eine Pause und die Gelegenheit, ein wenig die mittgenommenen Brote zu futtern - die Fahrt hat hungrig gemacht. Die Sonne meint es heute ausgesprochen gut mit mir, und die Temperaturen steigen im Laufe des Tages auf bis zu 23 Grad. Für Mitte Oktober ist das ein ausgesprochen angenehmes Motorradwetter.

    Am Donnersberg treffe ich einen Fahrer, der mit einer BMW R 100 RS aus dem Baujahr 1984 unterwegs ist. Natürlich kommen wir ins Gespräch. Bei einem solchen Motorrad muss ich nicht lange überlegen, denn ich hatte selbst 33 Jahre lang eine R 100 RS. Das war ein tolles Motorrad, mit dem ich viele Erinnerungen verbinde. Wer einmal so lange ein bestimmtes Modell gefahren hat, der kennt das: Man begegnet einer alten Maschine, und sofort sind die eigenen Erlebnisse und Geschichten wieder präsent.

    Michels BMW R100RS ist sogar noch einige Jahre älter.

    Bild: Michel BMW R100RS ist sogar noch einige Jahre älter.

    Wir tauschen uns ein wenig aus, und ich freue mich über diese ungeplante Begegnung. Genau für solche Momente lohnt es sich, nicht einfach auf dem schnellsten Weg zum Ziel zu fahren. Man weiß vorher nie, wen man unterwegs trifft und welche Erinnerungen eine scheinbar gewöhnliche Pause weckt. Danach schwinge ich mich wieder in den Sattel. Über Bennhausen geht es hinunter nach Marnheim und weiter nach Albisheim.

    Durch das Zellertal – Weinberge und ein weiteres Motorradgespräch

    Bei Albisheim halte ich am weithin sichtbaren Zellertaler Ehrenmal, das hoch über dem Tal zwischen Zell und Mölsheim auf einem Aussichtspunkt steht.

    herbstlich gefärbten Reben und die sanften Hügel bilden eine wunderschöne Kulisse für diesen

    Bild: Doch nicht nur das Denkmal selbst ist sehenswert. Von hier oben bietet sich auch ein herrlicher Blick über das Zellertal und die umliegenden Weinberge.

    Und wieder bleibt es nicht bei einer stillen Besichtigung: Ich treffe einen weiteren Motorradfahrer, der mit einer klassischen BMW K 100 RS unterwegs ist. Die K 100 RS gehört zu einer anderen Generation als meine frühere R 100 RS, ist aber ebenfalls ein interessantes Stück BMW-Motorradgeschichte. Die wassergekühlte Vierzylinder-Baureihe brachte seinerzeit eine neue technische Richtung in die Modellpalette. Auch hier entwickelt sich schnell ein Gespräch, denn klassische BMWs sind eben immer ein guter Anlass, miteinander ins Reden zu kommen. Zwei interessante Begegnungen mit BMW-Fahrern an einem einzigen Tag – und das ganz ohne Verabredung! Mein Adventure-Modus macht seinem Namen wirklich alle Ehre.

    herbstlich gefärbten Reben

    Bild: Die herbstlich gefärbten Reben und die sanften Hügel bilden eine wunderschöne Kulisse für diesen geschichtsträchtigen Ort. Ich nehme mir einen Moment Zeit, um die Aussicht zu genießen und mich umzusehen.

    Weiter geht es durch das Zellertal nach Monsheim und Mörstadt. Die Strecke führt durch eine vom Weinbau geprägte Landschaft, in der sich die herbstlichen Farben immer wieder mit den typischen Weinbergzeilen abwechseln.

    Schloss Herrnsheim und die Einfahrt nach Worms

    Vor Worms komme ich am Schloss Herrnsheim vorbei. Das Schloss liegt inmitten einer weitläufigen Parkanlage und geht auf eine ältere Herrschaftsanlage zurück. Seine heutige klassizistische Gestalt erhielt es vor allem im 19. Jahrhundert. Die Anlage zählt zu den interessanten historischen Bauwerken im Umfeld von Worms und ist ein lohnendes Ziel für alle, die sich für Architektur, Gartenanlagen und die Geschichte der Region interessieren. Für einen längeren Rundgang reicht meine Zeit heute nicht. Ich bleibe auf meiner Route und fahre weiter nach Worms.

    Nibelungenturm am westlichen Ende der Nibelungenbrücke

    Bild: Hier geht es über den Rhein, und dabei passiere ich den markanten Nibelungenturm am westlichen Ende der Nibelungenbrücke.

    Mit seinen rund 53 Metern Höhe bildet er ein imposantes Stadttor. Der zwischen 1897 und 1900 errichtete Turm ist eines der auffälligsten Bauwerke an der Rheinquerung und gehört zu den Wahrzeichen von Worms. Er erinnert zugleich an die Bedeutung der Brücke als Verbindung zwischen Rheinhessen und dem hessischen Rheinufer.

    Der Blick auf den Rhein gehört zu jenen Momenten, die eine Motorradtour auch dann bereichern, wenn man nicht extra für eine Sehenswürdigkeit anhält. Der breite Strom, die Brücke und das markante Bauwerk ergeben ein eindrucksvolles Bild, bevor ich mich wieder auf die Weiterfahrt konzentriere.

    Die Bergstraße und eine Altstadt voller Fachwerk

    Hinter Worms geht es weiter in Richtung Bergstraße. Mittlerweile sind mir viele Motorradfahrer begegnet. Offenbar nutzen etliche von uns das ungewöhnlich schöne Herbstwetter, um noch einmal eine ausgedehnte Runde zu drehen. Bei Temperaturen bis 23 Grad und Sonnenschein fällt es auch schwer, das Motorrad in der Garage stehen zu lassen.

    Durch die Altstadt von Heppenheim fahre ich ebenfalls. Die Stadt an der Bergstraße besitzt einen ausgesprochen sehenswerten historischen Kern. Besonders bekannt ist der Marktplatz mit seinen Fachwerkhäusern und dem Rathaus, dessen steinerne Teile bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen und dessen Fachwerk später barock gestaltet wurde. Die verwinkelten Gassen, die alten Häuser und die historischen Plätze verleihen der Stadt einen ganz eigenen Charakter. Auch die Kirche St. Peter, die wegen ihrer Größe häufig als „Dom der Bergstraße“ bezeichnet wird, gehört zu den markanten Bauwerken. Oberhalb der Altstadt erhebt sich zudem die Starkenburg, deren Geschichte bis ins Jahr 1065 zurückreicht. Von der Straße aus lässt sich bereits erahnen, wie viel Geschichte in dieser Gegend steckt.

    Heppenheim ist außerdem eng mit dem Weinbau verbunden. Die Weinberge an den Hängen der Bergstraße passen hervorragend zu diesem goldenen Oktobertag. Es ist eine Landschaft, die im Herbst besonders reizvoll wirkt: warme Farben, sanfte Hügel und dazwischen die historischen Ortschaften. Ich fahre durch die Stadt und genieße den Eindruck, ohne daraus einen langen Besichtigungsstopp zu machen. Schließlich wartet noch der letzte Abschnitt meiner Anfahrt auf mich.

    Durch den Odenwald zum Neckar

    Bei einem Edeka-Markt in Birkenau lege ich eine weitere Pause ein. Nach den vielen Kilometern tut eine kurze Unterbrechung gut, bevor es auf den letzten Teil der Strecke geht. Über Abtsteinach und Heiligkreuzsteinach führt mich das Navi weiter durch den Odenwald. Hier verändert sich die Landschaft erneut. Die Straße verläuft durch bewaldete Höhen, kleine Täler und Ortschaften, die sich in die hügelige Umgebung einfügen. Gerade auf solchen Strecken macht der Adventure-Modus Spaß: Ich habe die Route nicht selbst festgelegt und lasse mich von einer Straße zur nächsten führen. Statt stur einem zuvor ausgearbeiteten Plan zu folgen, entdecke ich unterwegs immer wieder neue Ecken.

    Über Heddesbach erreiche ich Hirschhorn. Die Stadt liegt unmittelbar am Neckar und wird von ihrer historischen Altstadt und der markanten Burg geprägt. Hirschhorn ist ein typischer Neckarort, bei dem sich Fluss, Fachwerk und steile bewaldete Hänge zu einem eindrucksvollen Gesamtbild verbinden.

    Hier überquere ich den Neckar. Damit bin ich nun in Baden-Württemberg angekommen. Der Fluss begleitet die Region schon seit Jahrhunderten als Verkehrsweg und prägt bis heute das Landschaftsbild. Die Neckarorte wirken mit ihren engen Gassen und den hoch über dem Wasser liegenden Burgen und Hängen ganz anders als die offenen Weinlandschaften, durch die ich zuvor gefahren bin.

    Neckarschleuse

    Bild: Über Schönbrunn geht es weiter. Unterwegs komme ich an einer Neckarschleuse vorbei.

    Die Schleusenanlagen sind ein wichtiger Teil der Schifffahrtsinfrastruktur des Neckars. Sie ermöglichen es den Schiffen, die Höhenunterschiede des Flusses zu überwinden, und gehören heute selbstverständlich zum Bild des ausgebauten Wasserwegs. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Ziel. Die letzten Kilometer führen mich zum Jugendzeltplatz Neunkirchen, auf dem das jährliche Herbsttreffen der Kuhlen Wampe stattfindet.

    Ankunft beim Herbsttreffen der Kuhlen Wampe

    Als ich auf dem Zeltplatz ankomme, sind Michel aus Stuttgart und Uwe aus Dortmund bereits da. Ich beginne mit dem Zeltaufbau und richte mir meinen Schlafplatz für das Wochenende ein. Etwa eine Stunde später treffen auch Martina und Utz ein.

    Das Zelt steht und die ersten Gäste sind bereits vor Ort.

    Bild: Das Zelt steht und die ersten Gäste sind bereits vor Ort.

    Es ist schön, die alten Bekanntschaften nach so langer Zeit wiederzusehen. Unser letztes gemeinsames Treffen mit den Motorrädern liegt tatsächlich schon zehn Jahre zurück. Damals fand das Heidelberger Motorradtreffen noch in Aglasterhausen statt. Zehn Jahre sind eine lange Zeit, und umso schöner ist es, wenn man sich wieder begegnet und feststellen kann, dass die alten Beziehungen noch immer bestehen.

    Auch einige Gespanntreiber waren wieder dabei.

    Bild: Auch einige Gespanntreiber waren wieder dabei.

    Nach der Anfahrt von Trier bin ich zufrieden. Ich habe einen wunderschönen Fahrtag erlebt, viele abwechslungsreiche Landschaften gesehen und gleich zwei nette Gespräche mit Fahrern klassischer BMWs geführt. Dazu kommen die vielen Motorradfahrer, denen ich unterwegs begegnet bin. Es scheint, als hätten viele die Gelegenheit genutzt, die Motorradsaison mit einer schönen Herbstrunde noch ein wenig zu verlängern. Das Wetter hat sich von seiner besten Seite gezeigt. Der neblige Start am Morgen ist längst vergessen, und die Sonne hat die Landschaft in ein warmes Licht getaucht. Die Fahrt war nicht einfach nur die Anreise zu einem Treffen, sondern bereits ein eigener kleiner Ausflug mit vielen Eindrücken.

    Weiterangereiste

    Bild: Auch einige Weiterangereiste hatten den Weg zum Treffen gefunden.

    Besonders gefällt mir, dass ich mich auf keine feste Strecke festgelegt hatte. Ich wollte mich überraschen lassen – und genau das ist gelungen. Von den Straßen im Saarland über die pfälzischen Täler und den Donnersberg bis zu den Weinbergen und schließlich in den Odenwald und ans Neckartal war alles dabei, was eine schöne Motorradtour ausmacht.

    unterwegs auf kleinen Straßen bei bestem Herbstwetter

    Bild: unterwegs auf kleinen Straßen bei bestem Herbstwetter

    Samstag: Regen statt Kurven – Wellness statt Motorrad

    An einem Kamin konnte man sich auch aufwärmen.

    Bild: An einem Kamin konnte man sich auch aufwärmen.

    Der Samstag zeigt sich leider von einer ganz anderen Seite. Es regnet, und an eine ausgedehnte Motorradtour ist bei diesem Wetter nicht zu denken. Aber auch das gehört zu einem Treffen im Herbst: Man kann das Wetter nicht bestellen, und manchmal muss man eben das Beste daraus machen.

    Martina ist in einem örtlichen Hotel untergekommen, und so verbringen wir den verregneten Tag gemeinsam im Spa-Bereich des Hotels. Statt auf dem Motorrad zu sitzen und durch die Landschaft zu fahren, genießen wir die Wärme und die entspannte Atmosphäre. Nach dem sonnigen Freitag ist das zwar ein deutlicher Wetterwechsel, aber die gemeinsame Zeit lässt sich auch so wunderbar nutzen. Man muss schließlich nicht an jedem Tag möglichst viele Kilometer zurücklegen. Manchmal ist es genauso schön, einfach zusammenzusitzen, zu erzählen und die Freundschaften zu pflegen, die über viele Jahre und manche Motorradkilometer hinweg entstanden sind.

    Am Samstagabend gab es auf dem Treffen-Gelände noch einen musikalischen Höhepunkt. Die Heidelberger Band IDIOTS in the CROWD sorgte mit ihrem mitreißenden Mix aus Rock, Folk und Country bis in die frühen Morgenstunden für beste Stimmung.

    IDIOTS in the CROWD

    Bild: Die seit 1994 bestehende Band verbindet rockige Gitarren und treibende Rhythmen mit folkigen Melodien und irisch-schottischen Einflüssen.

    Besonders reizvoll finde ich, dass ihre eigenen Songs vom Reisen, von fremden Ländern und von den Menschen erzählen, denen man unterwegs begegnet. Da passt die Musik natürlich bestens zu einem Motorradtreffen! Neben den eigenen Stücken gehören auch Folk-Traditionals und bekannte Rockklassiker zum Repertoire. Nach dem verregneten Tag war das ein gelungener Abschluss, bei dem wir den Abend in geselliger Runde genießen konnten.

    Ein gelungenes Wochenende mit alten Freunden

    So geht ein weiteres Herbsttreffen zu Ende, das mir in guter Erinnerung bleiben wird. Der Freitag war mit seiner herrlichen Anfahrt durch die herbstliche Landschaft schon für sich genommen ein echtes Erlebnis. Dazu kamen die Begegnungen mit den beiden BMW-Fahrern, die Erinnerungen an meine eigene R 100 RS und schließlich das Wiedersehen mit Uwe, Michel, Martina und Utz nach zehn Jahren. Auch der verregnete Samstag hat dem Wochenende keinen Abbruch getan. Wir haben das Beste aus dem Wetter gemacht, uns im Spa-Bereich entspannt und am Abend gemeinsam die Musik genossen.

    Freitag Abend auf dem Treffen der Kuhlen Wampe

    Bild: Freitag Abend auf dem Treffen der Kuhlen Wampe

    Solche Wochenenden zeigen, dass Motorradfahren weit mehr ist als das Zurücklegen von Kilometern. Es geht um gemeinsame Erlebnisse, Gespräche am Straßenrand, Erinnerungen an frühere Maschinen und natürlich um die Menschen, mit denen man diese Leidenschaft teilt. Und die Anfahrt? Die war diesmal besonders schön. Bei bestem Wetter, bis zu 23 Grad und einem Navi im Adventure-Modus wurde aus der Fahrt von Trier zum Herbsttreffen eine abwechslungsreiche Tour durch das herbstliche Südwestdeutschland.

    Ich freue mich schon auf das nächste Wiedersehen – und darauf, bei passender Gelegenheit wieder eine schöne Strecke unter die Räder zu nehmen.


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    Tagebuch-Inhalt

     

    Rückblick

    Heute ist der Tag, an dem wir vor genau 4 Jahren auf dem Roller im Inland von Rhodos unterwegs waren.

    ... Die Strände hier sind sehr vielfältig und reichen von dem Kiesstrand zwischen Felsen in der Anthony Quinn Bucht bis zu einem Kilometer langen, breiten Sandstrand mit aufgewirbeltem Sandhügel am Strand von Tsambika. ...

    H i e r   mehr dazu.

     

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