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Hallo!Wenn das Motorrad und Reisen deine Hobbies sind, dann bist Du hier richtig.Diese Seiten entstanden vor vielen Jahren einmal aus der Idee Reiseberichte - die ja nach einem Urlaub sowieso von mir angelegt werden direkt auf der Tour zu verfassen in auf dem Weg liegenden Internet-Café oder Unterkünften mit Internet-Zugang - Facebook und Smartphones gab es damals ja noch nicht. Die Bearbeitung nach dem Urlaub wird hierdurch erleichtert, Eindrücke sind frischer und geraten auch nicht so schnell in Vergessenheit und alle diejenigen, die nicht mitfahren konnten, können sich so über meine/unsere Erlebnisse noch während der Abwesenheit informieren. Auch freue ich mich natürlich, wenn ich unterwegs von euch etwas hören - besser lesen - kann z.B. im Gästebuch. Das darf natürlich auch benutzt werden, wenn ich wieder zuhause bin.
Nachdem mittlerweile viele Bilder früherer Reisen digitalisiert sind, entschied ich, auch diese teilweise hier zu veröffentlichen. Zu einigen lagen ja auch schon Reisebeschreibungen vor, zu anderen gibt es leider oft nur bruchstückhafte Erinnerungen. Einige Bilder blieben auch ohne Text - Der/die ein oder andere Beteiligte kann ja über das Kommentarfeld, das sich immer im unteren Teil einer Seite befindet, gerne noch etwas hinzufügen.
Eine kurze Benachrichtigung wäre auch schön, falls Links nicht mehr funktionieren oder nicht mehr aktuell sein sollten. Es wünscht euch immer eine Handvoll Asphalt unter dem Reifen PS.: Dass ich mittlerweile nicht mehr in Wissel wohne, haben wohl schon die meisten mitbekommen ;-) Trier ist zu meiner neuen Heimat geworden, doch der Seitentitel bleibt unverändert. Aktuelles02.08.2026
Mit dem Kajak auf der Mosel – Von Trittenheim bis Koblenz vom 23. bis 30. Juli 2026
Bild: 1. Moselschleuse bei Wintrich
Nachdem ich in den vergangenen Jahren bereits mehrere kürzere Kajaktouren auf der Mosel unternommen hatte, fehlte eigentlich nur noch ein letzter Abschnitt: die Strecke von Trittenheim bis Koblenz. Genau diese Lücke wollte ich nun schließen. Acht Tage Zeit, 156 Flusskilometer, sieben Schleusen und unzählige schöne Eindrücke, die auf mich warteten – beste Voraussetzungen für ein unvergessliches Abenteuer.Tag 1 – Von Trittenheim nach Bernkastel-Kues Der Startschuss fiel am Donnerstag kurz vor Mittag auf dem Campingplatz in Trittenheim bei Moselkilometer 156. Bis hierher hatte ich es bei früheren Touren bereits geschafft. Nun sollte die restliche Strecke bis Koblenz in den folgenden 8 Tagen stattfinden. Steffi brachte mich samt Kajak und kompletter Ausrüstung nach Trittenheim. Gemeinsam bauten wir das Kajak zusammen und ließen es anschließend ins Wasser. Nach einem letzten Abschied war es dann soweit: Das Paddel tauchte ins Wasser und meine Reise begann. Schon kurz nach dem Start erreichte ich Neumagen-Dhron. Besonders sehenswert ist dort der Nachbau des berühmten Römer-Weinschiffes "Stella Noviomagi", das an die lange Weinbaugeschichte der Region erinnert (km 152,8).
Bild: Römer-Weinschiff "Stella Noviomagi" Es gilt als originalgetreue Rekonstruktion eines römischen Frachtschiffes, das einst Wein über die Mosel transportierte. Weiter ging es unter der großen, geschwungenen Brücke bei Piesport (km 147) hindurch.
Bild: vor der 1. Moselschleuse bei Wintrich Wenig später erreichte ich hinter Minheim bei Wintrich bereits die erste Schleuse meiner Reise (km 142). Für Kanus und Kajaks gibt es an den Moselschleusen in der Regel eigene Bootsschleusen. Diese werden von den Wassersportlern selbst bedient. Ganz ohne Zeitverlust geht das allerdings nicht. Etwa eine halbe Stunde sollte man für eine Schleusung immer einplanen – vom Anlegen über das Bedienen der Tore bis zum Ausfahren. Nach der Schleuse führte mich die Mosel vorbei am romantisch gelegenen Schloss Lieser, bevor ich schließlich den KNAUS Campingpark Bernkastel-Kues (km 126,3) erreichte. Ein Bootssteg erleichtert dort das Anlanden erheblich. Für 20 Euro durfte ich mir meinen Zeltplatz selbst aussuchen. Glücklicherweise fand ich einen schönen Platz ganz in der Nähe meines Kajaks – nach einem langen Paddeltag ein echter Vorteil. Tag 2: Von Bernkastel-Kues bis Traben-Trarbach
Bild: unter der einzigen Hängeseilbrücke der Mosel bei Wehlen Wie an fast allen Tagen meiner Tour war ich bereits gegen 7 Uhr im Boot. Ich wollte nämlich immer am frühen Nachmittag an meinem Ziel sein, um die größte Hitze des Tages zu vermeiden. Kurz hinter Bernkastel führte mich die Strecke unter der einzigen Hängeseilbrücke der Mosel bei Wehlen hindurch. Anschließend wartete bereits die Schleuse Zeltingen (km 123,8). Nach dem Schleusen ging es unter der Brücke von Zeltingen-Rachtig hindurch. Hinter Rachtig beeindruckte mich die gewaltige Hochmoselbrücke (km 120,8).
Bild: Hochmoselbrücke hinter Rachtig Mit ihren fast 160 Metern Höhe zählt sie zu den höchsten Straßenbrücken Deutschlands und überspannt das Moseltal in beeindruckender Weise. Vorbei am Campingplatz Erden glitt ich an den berühmten Weinbergen des "Erdener Treppchens" vorbei. Die dortige riesige Sonnenuhr gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der Moselregion. Ein Stück weiter folgte die wohl kurioseste Weinlage Deutschlands: der "Kröver Nacktarsch". Der ungewöhnliche Name sorgt seit Generationen für Gesprächsstoff und gehört mittlerweile fast schon zum Kult an der Mosel. Nach rund 21 Flusskilometern erreichte ich den Campingplatz Rißbach (km 109) kurz vor Traben-Trarbach. Ich hatte großes Glück und bekam tatsächlich noch den letzten freien Zeltplatz (28 €/Nacht) – Ferienzeit eben.
Bild: Anleger am Campingplatz Rißbach Nach dem Zeltaufbau lockte die Mosel mit einer herrlichen Abkühlung. Beim Sprung ins Wasser dachte ich allerdings nicht mehr an meine Sonnenbrille. Sekunden später lag sie irgendwo im trüben Wasser auf dem Grund. Ich hatte sie innerlich bereits abgeschrieben. Doch ein freundlicher Camper griff zu seiner Taucherbrille und machte sich tatsächlich auf die Suche. Zu meiner großen Überraschung tauchte er wenige Minuten später grinsend wieder auf – mit meiner Sonnenbrille in der Hand. Natürlich bedankte ich mich standesgemäß mit einem kühlen Bier. Tag 3 – Von Traben-Trarbach nach Pünderich
Bild: vorbei am Buddha-Museum in Traben-Trarbach
Bild: ständige Begleiter meiner Reise Heute standen lediglich rund 15 Kilometer auf dem Programm. Zunächst führte mich die Mosel durch Traben-Trarbach. Dabei paddelte ich auch am bekannten Buddha-Museum vorbei, das mit seiner riesigen Sammlung buddhistischer Kunst weltweit Besucher anzieht (km 107,4). An der Schleuse Enkirch (km 103) wartete diesmal eine Überraschung: Die Bootsschleuse war wegen Bauarbeiten gesperrt. Deshalb durfte ich gemeinsam mit der Berufsschifffahrt die große Hauptschleuse benutzen – ein durchaus beeindruckendes Erlebnis.
Bild: Mitreisende in der Schleuse
Bild: Die Tore öffnen sich wieder. Anschließend machte ich einen Zwischenstopp auf dem Campingplatz in Enkirch. Dort warteten bereits Manni und Petra auf mich. Gemeinsam tranken wir einen gemütlichen Kaffee, bevor ich meine Reise fortsetzte.
Bild: Treffen mit Manni und Petra in Enkirch Mein Tagesziel war der Wohnmobilstellplatz in Pünderich (km 95). Dort wollte ich mich mit Steffi treffen, die eine Nacht mit ihrem Wohnmobil dort verbringen wollte.
Bild: Ausstieg am Wohnmobilstellplatz in Pünderich Nach meiner Ankunft richteten wir zunächst alles gemütlich ein. Am Abend spazierten wir gemeinsam in ein chinesisches Restaurant direkt an der Mosel. Bei gutem Essen und herrlichem Blick auf den Fluss ließen wir den Tag entspannt ausklingen. Tag 4 – Von Pünderich nach Ediger-Eller
Bild: Doppelstockbrücke bei Bullay Heute warteten rund 22 Kilometer auf mich. Vorbei an Zell erreichte ich die markante Doppelstockbrücke bei Bullay (km 82,7). Sie gehört zu den wenigen Brücken Deutschlands, auf denen Eisenbahn und Straßenverkehr auf zwei Ebenen geführt werden. Kurz darauf erreichte ich die Schleuse St. Aldegund (km 78,4). Auf dem breiten Abschnitt davor zeigte sich die Mosel allerdings von ihrer unangenehmen Seite. Ein kräftiger Gegenwind erzeugte überraschend hohe Wellen, sodass ich ordentlich arbeiten musste, um das Kajak auf Kurs zu halten.
Bild: Ich war froh, als ich schließlich die Schleuse erreicht hatte. Nach der Schleuse passierte ich den steilsten Weinberg Europas – den Calmont – und die malerisch gelegene Klosterruine Stuben (km 75,4).
Bild: Klosterruine Stuben Am frühen Nachmittag erreichte ich schließlich den Campingplatz am Feuerberg in Ediger-Eller (km 71,8). Für 17 Euro fand ich dort einen schönen Platz für mein Zelt. Inzwischen war das Wetter deutlich wechselhafter geworden. Der Wind nahm immer weiter zu und ich hoffte, dass mein Zelt die Nacht unbeschadet überstehen würde.
Bild: Auf dem Campingplatz stärkte ich mich zunächst mit einer leckeren Portion Seelachs und Kartoffelsalat. Anschließend spazierte ich noch durch den Ort und gönnte mir zum Abschluss des Tages auch noch ein Eis. In der Nacht setzte schließlich der vorhergesagte Regen ein. Tag 5 – Von Ediger-Eller nur vier Kilometer bis zum Holländischen Hof in Senheim
Bild: Camping Holländischer Hof Eigentlich hätte ich die wenigen vier Kilometer bis zum Campingplatz Holländischer Hof bereits am Vortag schaffen können. Allerdings hatte ich den Platz am Feuerberg bereits fest gebucht und wollte die Reservierung natürlich nicht verfallen lassen. So war die heutige Etappe eher gemütlich.
Bild: Auf dem Holländischen Hof (km 68,2) wurde ich bereits von Uwe und Anne erwartet, die dort mit ihrem Wohnwagen Urlaub machten. Das Wiedersehen war sehr herzlich.
Bild: Noch 68 Flusskilometer bis Koblenz
Gemeinsam unternah-men wir am Nach-mittag einen Spazier-gang nach Mesenich, wo wir hervorra-gend zu Abend aßen. Später saßen wir noch lange vor ihrem Wohn-wagen zusammen und kümmerten uns selbstver-ständlich auch um den mitgebrach-ten Wein. Ein Schild direkt am Wasser verkündete: "Noch 68 Flusskilometer bis Koblenz." Das Ziel rückte langsam näher. Tag 6 – Von Senheim nach Pommern
Bild: unterhalb der Reichsburg Cochem Nach dem Abschied von Uwe und Anne lagen heute 24 Kilometer vor mir. Die Strecke führte vorbei an Mesenich (km 66,5), einem Wassermann mit seinem großen Haken, durch Briedern (km 63,5) bis ins wunderschön gelegene Beilstein, das nicht ohne Grund oft als das schönste Dorf an der Mosel bezeichnet wird.
Bild: Wassermann
Bild: Nach der Schleuse Fankel (km 59,5) paddelte ich unterhalb der Reichsburg Cochem (km 51,8) vorbei. Hier herrschte reger Betrieb auf dem Wasser. Mehrere Jugendgruppen waren mit Kanus unterwegs und nutzten die eindrucksvolle Burgkulisse für zahllose Erinnerungsfotos und Selfies. Vorbei an den Burgen bei Klotten (km 47,6) erreichte ich gegen 14 Uhr noch vor der größten Nachmittagshitze den Campingplatz Mosel Wunder bei Pommern. Der Platz war völlig überlaufen. Die Sommerferien machten sich deutlich bemerkbar, und die meisten Gäste kamen aus den Niederlanden. Ich bekam gerade noch einen kleinen, unbeschatteten Stellplatz am äußersten Rand des Campingplatzes. Bei 36 Grad wäre jeder Schatten willkommen gewesen. Tag 7 – Von Pommern ach Niederfell
Bild: Auch ein Nutria kreuzte meinen Weg. Auch heute startete ich wieder pünktlich um 7 Uhr. Zwei Schleusen warteten diesmal auf mich. Unterwegs entdeckte ich bereits meinen dritten Eisvogel während dieser Reise – immer wieder ein besonderer Moment. Wenig später kreuzte sogar ein Nutria meinen Weg und schwamm gemächlich über die Mosel. Beeindruckend präsentierte sich außerdem Burg Thurant oberhalb von Alken (km 24,7), die weithin sichtbar über dem Moseltal thront. In Lehmen folgte die zweite Schleuse des Tages (km 20,8). Nach insgesamt 24 Kilometern erreichte ich schließlich Niederfell (km 19).
Bild: Hier im Café Sander bekam ich ein gemütliches Zimmer inklusive Frühstück. Meine klare Empfehlung! Nach den anstrengenden Kajaktagen durfte die Belohnung natürlich nicht fehlen: ein großes Stück Kuchen mit Eiskaffee am Nachmittag und später am Abend noch ein leckerer Flammkuchen. Tag 8 – Von Niederfell die letzten Kilometer bis Koblenz
Bild: Endlich am Deutschen Eck angekommen
Bild: abfahrbereit in Niederfell Der letzte Tag meiner Reise war gekommen. Nur noch 19 Flusskilometer trennten mich vom Deutschen Eck. Die Strecke führte zunächst vorbei an Kobern-Gondorf (km 17) mit seiner Burgruine hoch über dem Tal und anschließend durch Winningen.
Bild: Auch an der letzten Schleuse in Koblenz war die Bootsschleuse außer Betrieb. Gemeinsam mit zwei Sportbooten durfte ich deshalb erneut die große Schleuse benutzen. Gegen 14 Uhr war es endlich geschafft. Vor mir lag das Deutsche Eck – der Zusammenfluss von Mosel und Rhein (km 0). Ein besonderes Ziel, das ich mir mit mehreren Kajaktouren Stück für Stück erarbeitet hatte. Am nahegelegenen Campingplatz auf der gegenüberliegenden Seite konnte ich problemlos anlanden. Anschließend zerlegte ich mein Kajak, trug die gesamte Ausrüstung den Hang zum Park hinauf und wartete auf Steffi. Lange dauerte es nicht, bis sie mit ihrem Bus eintraf. Gemeinsam verluden wir Boot und Gepäck und machten uns auf den Heimweg nach Trier. Eine wunderschöne Reise war zu Ende gegangen.
Bild: Jetzt heißt es alles wieder einpacken
Bild: Hier die Strecke und ihre Stationen Acht Tage auf der Mosel, sieben Schleusen, rund 156 Flusskilometer, unzählige Begegnungen, traumhafte Landschaften und viele kleine Geschichten machten diese Tour zu einem Erlebnis, an das ich mich noch lange und sehr gerne erinnern werde.
RückblickHeute ist der Tag, an dem ich vor genau 2 Jahren auf dem Motorradtreffen in Goch Pfalzdorf war.
Bild: Aufstehen! Freitag morgens
Durchnässt und müde gestern Abend angekommen, aber dafür Entschädigung durch Übernachtung im First Class Hexenhäuschen vom Nikolaus...
Erinnerst Du dich?
ein Zufallsbild aus: ./Reisen/2022-09-30Grenzerfahrungen/2/ Bereits freigeschaltete Kommentare:
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Termine 2026Vielleicht trifft man sich dort? 09.-11.01.2026
Dreikönigstreffen Binnen Döörin Ahaus 52,0663507, 7,0159115 27.02. - 01.03.2026
37. Altes Elefantentreffenauf dem Ferien- und Freizeitpark "Camping am Nürburgring" 19.03. - 27.04.2026
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Maisuppe-Essen beim NikolausDas Motorradtreffen am Niederrhein in Goch -Pfalzdorf 29.06. - 03.07.2026
HARZ - KURVENJAGD IM HEXENLANDEntdecke mit mir als Tourguide den Harz - ein Paradies für Motorradliebhaber! 12.07.2026
14. Rost & Beule OldtimertreffenDas Treffen in Rappweiler richtet sich an Liebhaber klassischer Automobile und historischer Motorräder gleichermaßen. 07.-09.08.2026
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35. EGT 2026Zelt/Camping-Treffen mit Selbstversorgung in Weiswampach /LUX 27. bis 28.11.2026
27. NikolaustreffenWaldspielplatz auf der Geul 56814 Bremm 11. bis 13.12.2026
Manni's Tonnentreffenauf der Boldt-Ranch in Goch-Pfalzdorf
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