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Guten Abend!Wenn das Motorrad und Reisen deine Hobbies sind, dann bist Du hier richtig.Diese Seiten entstanden vor vielen Jahren einmal aus der Idee Reiseberichte - die ja nach einem Urlaub sowieso von mir angelegt werden direkt auf der Tour zu verfassen in auf dem Weg liegenden Internet-Café oder Unterkünften mit Internet-Zugang - Facebook und Smartphones gab es damals ja noch nicht. Die Bearbeitung nach dem Urlaub wird hierdurch erleichtert, Eindrücke sind frischer und geraten auch nicht so schnell in Vergessenheit und alle diejenigen, die nicht mitfahren konnten, können sich so über meine/unsere Erlebnisse noch während der Abwesenheit informieren. Auch freue ich mich natürlich, wenn ich unterwegs von euch etwas hören - besser lesen - kann z.B. im Gästebuch. Das darf natürlich auch benutzt werden, wenn ich wieder zuhause bin.
Nachdem mittlerweile viele Bilder früherer Reisen digitalisiert sind, entschied ich, auch diese teilweise hier zu veröffentlichen. Zu einigen lagen ja auch schon Reisebeschreibungen vor, zu anderen gibt es leider oft nur bruchstückhafte Erinnerungen. Einige Bilder blieben auch ohne Text - Der/die ein oder andere Beteiligte kann ja über das Kommentarfeld, das sich immer im unteren Teil einer Seite befindet, gerne noch etwas hinzufügen.
Eine kurze Benachrichtigung wäre auch schön, falls Links nicht mehr funktionieren oder nicht mehr aktuell sein sollten. Es wünscht euch immer eine Handvoll Asphalt unter dem Reifen PS.: Dass ich mittlerweile nicht mehr in Wissel wohne, haben wohl schon die meisten mitbekommen ;-) Trier ist zu meiner neuen Heimat geworden, doch der Seitentitel bleibt unverändert. Aktuelles10.04.2026Marokko ’26 – Tag 23: Toubkal D'Atlas Tifnoute → Taroudant (173 km)
Bild: Unterwegs auf Kurs Süd-West
Karte: die voraussichtliche Strecke mit aktuellem Standort: Die Nacht hatte es in sich: Draußen war die Temperatur bis auf gerade einmal zwei Grad gefallen, und selbst im Zimmer kroch die Kälte durch jede Ritze. Zwei schwere Berberdecken lagen über mir, doch wirklich warm wurde es nicht. Der kleine Ölradiator wirkte eher wie ein gut gemeinter Versuch als eine echte Hilfe – bei den hohen Decken in solchen Berberhäusern verflüchtigt sich die Wärme einfach nach oben. An Duschen war am Morgen ohnehin nicht zu denken: kein heißes Wasser. Also schnell in die noch klammen Motorradklamotten und hinaus in die frische, klare Morgenluft.
Bild: Wolfgang beim Aufwärmen am kochenden Wasserkessel Unser „Meister der Schlüssel“ erschien pünktlich wie verabredet und zauberte uns ein überraschend reichhaltiges Frühstück. Frisches Brot, etwas Olivenöl, ein Omelett – und vor allem diese ehrliche Herzlichkeit, mit der er sich bemühte, uns den Start in den Tag angenehm zu machen. Solche Begegnungen bleiben hängen. Bild: Abschied vom Meister der Schlüssel Kurz darauf ging es wieder los, hinein in eine Landschaft, die sich schon nach wenigen Kilometern völlig anders anfühlte als noch am Vortag. Wir folgten kleinen, kaum befahrenen Straßen in südwestlicher Richtung. Hier oben im Tifnoute-Tal ist die Besiedlung dünn: verstreute Lehmdörfer, oft kaum mehr als eine Handvoll Häuser, die sich an die Hänge schmiegen. Die Menschen leben hier überwiegend von Subsistenzwirtschaft – ein paar Felder, einige Ziegen oder Schafe, vielleicht ein Esel als wichtigstes Transportmittel. Tourismus spielt kaum eine Rolle, und genau das spürt man. Bild: im Tifnoute-Tal Der Himmel blieb zunächst grau verhangen, und die Temperaturen lagen am frühen Morgen noch unter zehn Grad. Die Luft war klar, fast ein wenig schneidend, und der Fahrtwind tat sein Übriges. Auf den schmalen Straßen bewegten sich Menschen ganz selbstverständlich zu Fuß – ohne sich groß umzuschauen. Verkehr ist hier so selten, dass niemand damit rechnet. Wir waren hier eher die Ausnahme. Immer wieder tauchten Kinder am Straßenrand auf, winkten, lachten oder hielten die Hände zum Abklatschen hin. Viele waren auf dem Weg zur Schule, oft zu Fuß über weite Strecken. Schulbildung hat in Marokko einen hohen Stellenwert, auch wenn der Weg dorthin gerade in ländlichen Regionen beschwerlich ist. Umso bemerkenswerter ist die Selbstverständlichkeit, mit der die Kinder diesen Alltag meistern. Die Strecke selbst blieb abwechslungsreich: immer wieder wechselten sich asphaltierte Abschnitte mit unbefestigten Passagen ab. Einige Stellen waren durch Wasserläufe überspült – vermutlich Überreste der letzten Regenfälle oder Schmelzwasser aus den Bergen. Hier hieß es konzentriert fahren... Bild: ..., vorsichtig durch Pfützen und über rutschige Untergründe. Ein kurzer Stopp führte uns an den Barrage Moukhtar Soussi, einen Staudamm, der für die Wasserversorgung und Bewässerung der Region von großer Bedeutung ist. Hier wurde gerade gebaut und erweitert – ein Zeichen dafür, wie wichtig Wasser in diesem trockenen Teil Marokkos ist. Der Souss-Massa-Raum, in den wir uns langsam hineinfuhren, gehört zu den landwirtschaftlich intensiv genutzten Regionen des Landes, und ohne solche Speicher wäre das kaum möglich.
Bild: am Moukhtar Soussi Staudamm Mit jedem Kilometer wurde die Landschaft offener. Die Berge traten langsam zurück, die Täler weiteten sich, und schließlich wurde das Gelände spürbar flacher. Gleichzeitig begegneten wir immer häufiger Straßenbauarbeiten – vielerorts wird die Infrastruktur verbessert. Die Straßen waren stellenweise nass und schmierig, entweder von frischem Regen oder von Wasser, das sich in den zahlreichen Pfützen gesammelt hatte. Das verlangte noch einmal erhöhte Aufmerksamkeit. Bild: Als wir das Gebirge endgültig hinter uns ließen, änderte sich das Fahrgefühl schlagartig. Plötzlich lagen lange, schnurgerade Straßen vor uns, die sich durch die weite Ebene zogen. Endlich konnte ich das Motorrad mal wieder etwas freier laufen lassen. Die Wolken wurden dichter, und gelegentlich fielen ein paar Tropfen, aber insgesamt blieb es trocken. Die Temperaturen stiegen auf angenehme 15 Grad und darüber – ein deutlicher Kontrast zum frostigen Morgen.
Bild: Bei Tiout legten wir eine Pause im „Espace Oasis“ ein. Die kleine Oase dort ist ein grünes Band aus Palmenhainen, durchzogen von alten Bewässerungskanälen, den sogenannten „Seguias“. Diese traditionellen Systeme verteilen das Wasser aus den Bergen effizient auf die Felder – eine Technik, die seit Jahrhunderten funktioniert. Unser Spaziergang durch das satte Grün wirkte irgendwie erholsam nach den kargen Landschaften zuvor. Dazu später noch ein Kaffee in einem hiesigen kleinen Restaurant unter Palmen– genau das, was wir brauchten.
Bild: Am Ende ange-kommen
Bild: Es gibt tatsächlich Bier.
Am Nach-mittag erreichten wir schließlich Taroudant, ein ruhiger und ursprüng-licher Ort. Unsere Unterkunft, das Riad Anma, entpuppte sich als echter Glücksgriff. Ein liebevoll gestalteter Innenhof, viel Grün, eine angenehme Ruhe – genau der richtige Ort, um nach diesem abwechslungs-reichen Tag anzukommen. Marc, ein gebürtiger Belgier, sorgt hier mit seiner Frau nicht nur für eine entspannte Atmosphäre, sondern auch für einen kleinen Luxus, den man in Marokko nicht überall findet: Es gibt tatsächlich Bier.
Bild: Unsere Unterkunft in Taroudant - Während Wolfgang schon wieder die nächsten Etappen im Kopf hat und vermutlich längst an neuen Routen und Unterkünften tüftelt, lasse ich den Tag beim Schreiben noch einmal Revue passieren. Eine gute Arbeitsteilung, wie ich finde. Und heute Abend genießen wir einfach nur – ein gutes Essen, ein kühles Getränk und das Gefühl, wieder einen dieser ganz besonderen Reisetage erlebt zu haben, an denen sich Marokko in all seinen Facetten gezeigt hat.
RückblickHeute ist der Tag, an dem wir vor genau 17 Jahren zu unserer Motorrad-Ostertour hinein in den Harz starteten.
"Unser Ziel ist der Harz, wo wir in Clausthal- Zellerfeld im Steakhouse Zellerfelder Hof eine Unterkunft gebucht haben. Von hier aus wollen wir Tagestouren unternehmen zu einigen der Sehenswürdigkeiten in einer der ehemals wichtigsten Erz fördernden Regionen Europas..."
H i e r mehr dazu.
ein Zufallsbild aus: ./Reisen/Tuerkei96/ Bereits freigeschaltete Kommentare:
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