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Guten Abend!Wenn das Motorrad und Reisen deine Hobbies sind, dann bist Du hier richtig.Diese Seiten entstanden vor vielen Jahren einmal aus der Idee Reiseberichte - die ja nach einem Urlaub sowieso von mir angelegt werden direkt auf der Tour zu verfassen in auf dem Weg liegenden Internet-Café oder Unterkünften mit Internet-Zugang - Facebook und Smartphones gab es damals ja noch nicht. Die Bearbeitung nach dem Urlaub wird hierdurch erleichtert, Eindrücke sind frischer und geraten auch nicht so schnell in Vergessenheit und alle diejenigen, die nicht mitfahren konnten, können sich so über meine/unsere Erlebnisse noch während der Abwesenheit informieren. Auch freue ich mich natürlich, wenn ich unterwegs von euch etwas hören - besser lesen - kann z.B. im Gästebuch. Das darf natürlich auch benutzt werden, wenn ich wieder zuhause bin.
Nachdem mittlerweile viele Bilder früherer Reisen digitalisiert sind, entschied ich, auch diese teilweise hier zu veröffentlichen. Zu einigen lagen ja auch schon Reisebeschreibungen vor, zu anderen gibt es leider oft nur bruchstückhafte Erinnerungen. Einige Bilder blieben auch ohne Text - Der/die ein oder andere Beteiligte kann ja über das Kommentarfeld, das sich immer im unteren Teil einer Seite befindet, gerne noch etwas hinzufügen.
Eine kurze Benachrichtigung wäre auch schön, falls Links nicht mehr funktionieren oder nicht mehr aktuell sein sollten. Es wünscht euch immer eine Handvoll Asphalt unter dem Reifen PS.: Dass ich mittlerweile nicht mehr in Wissel wohne, haben wohl schon die meisten mitbekommen ;-) Trier ist zu meiner neuen Heimat geworden, doch der Seitentitel bleibt unverändert. Aktuelles31.03.2026Marokko ’26 – Tag 13: Alnif → Mhamid (276 km)
Bild: In Zagora, dem "Tor zur Wüste"
Karte: die voraussichtliche Strecke mit aktuellem Standort: Der Morgen in Alnif begann ruhig – fast schon trügerisch, denn wir wussten, dass uns heute eine lange Etappe bis an den Rand der Sahara bevorstand. Die Luft war zunächst noch frisch, doch schon bald kündigte sich ein sonniger, trockener Tag an. Im Laufe der Fahrt kletterte das Thermometer stetig nach oben und erreichte am Nachmittag angenehme, aber spürbar warme 28 Grad. Der Himmel blieb dabei meist wolkenlos, nur gelegentlich lag ein feiner Schleier aus Staub in der Luft, der das Licht weich machte.
Kurz hinter Alnif erreichten wir Timgharghrine, eine kleine, abgelegene Siedlung in einer kargen, steinigen Landschaft. Hier zeigt sich der Süden Marokkos von seiner rauen Seite: weite Ebenen, kaum Vegetation und nur vereinzelte Dörfer, die sich wie Oasen des Lebens an trockene Flussläufe schmiegen. Die Region ist geprägt von traditionellen Lehmbauten und einer Lebensweise, die sich seit Generationen kaum verändert hat. Bild: In Tazzarine legten wir eine Pause ein – ein Ort, der überraschend lebendig wirkt. Besonders beeindruckt hat uns der Spaziergang durch die Gärten: ein regelrechtes Labyrinth aus kleinen Wegen, umgeben von Palmen, niedrigen Mauern und Feldern. Diese Gärten werden durch ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem versorgt, das das knappe Wasser effizient verteilt – ein faszinierendes Beispiel dafür, wie sich die Menschen hier an die harschen Bedingungen angepasst haben. Weiter ging es nach Amazraou einem Vorort von Zagora, der für seine historische Bedeutung bekannt ist. Hier besichtigten wir die alte Ruinenstadt – einst ein bedeutendes Zentrum, insbesondere für die jüdische Bevölkerung der Region. Viele der Gebäude sind heute verlassen, doch die engen Gassen und bröckelnden Mauern erzählen noch immer von vergangenen Zeiten.
Bild: in der Ruinenstadt Amazraou
Ein selbster-nannter Führer schloss sich uns an und zeigte uns mit viel Enthusi-asmus die wichtigsten Ecken. Wie so oft gehörte auch ein kleines „Bakschisch“ am Ende dazu – ein typisches Erlebnis hier. Besonders eindrücklich war die Begegnung mit den Kindern: Kaum hatten wir die Motorräder abgestellt, waren sie da – neugierig, fröhlich, aber auch mit klaren Erwartungen. Sie boten an, auf die Bikes aufzupassen, und fragten gleichzeitig sehr direkt nach Bonbons oder kleinen Geschenken. Dieses Verhalten ist in touristisch geprägten Regionen nicht unüblich, da viele Kinder gelernt haben, dass Reisende oft etwas verteilen. Auf den Straßen sahen wir außerdem ganze Gruppen von Schulkindern – entweder auf dem Weg zur Schule oder bereits auf dem Heimweg. In ländlichen Regionen Marokkos legen viele Kinder teils lange Strecken zu Fuß zurück, oft in kleinen Gruppen. Die Schulen sind zentrale Treffpunkte, und der Unterricht findet häufig im Schichtsystem statt, weshalb zu unterschiedlichen Tageszeiten viele Kinder unterwegs sind. In Zagora angekommen, wurde es deutlich belebter. Der Ort gilt als „Tor zur Wüste“ und ist ein wichtiger Ausgangspunkt für Touren Richtung Sahara. Entsprechend groß war der Anteil an Geländewagen, geführten Touren und Wohnmobilen. Natürlich durfte das berühmte Foto am Schild nicht fehlen: „Tombouctou – 52 jours“. Dieses historische Hinweisschild erinnert an die alten Karawanenrouten, auf denen Händler früher rund 52 Tage bis nach Timbuktu unterwegs waren – eine beeindruckende Vorstellung.
Bild: Eine kleine Episode am Straßenrand: Ein Mofafahrer bat uns um Hilfe, weil sein Hinterreifen Luft verloren hatte. Mit unserer Ausrüstung konnten wir schnell aushelfen. In einem kleinen Café stärkten wir uns anschließend – einfach, aber gut. Hier spürt man den touristischen Einfluss deutlich stärker als zuvor. Hinter Zagora begann einer der schönsten Abschnitte des Tages: die Fahrt durch das Draa-Tal. Dieses Tal ist eines der längsten und beeindruckendsten Oasensysteme Marokkos. Entlang des Draa-Flusses ziehen sich endlose Palmenhaine, kleine Dörfer und alte Kasbahs – ein faszinierender Kontrast zur umliegenden Wüste. Bild: Die Straße selbst war meist gut, doch immer wieder lag Sand auf der Fahrbahn. Gerade in Kurven oder bei Wind kann das schnell unangenehm werden, da der feine Wüstensand die Haftung reduziert. Entsprechend vorsichtig fuhren wir – mit wachem Blick und ruhiger Hand am Gas.
Bild: Am späten Nachmittag erreichten wir schließlich unser Ziel: Camp Auberge Sahara Marokko.
Bild: ein Blick in unsere heutige Unterkunft Die Lage ist spektakulär – direkt an den ersten großen Sanddünen der Sahara. Der junge Betreiber empfing uns herzlich und sprach erstaunlich gut Englisch. Man merkt sofort, dass hier viel Erfahrung drinsteckt.
Bild: Zum Abschluss des Tages ging es natürlich noch hinauf auf die Dünen. Der Aufstieg im weichen Sand war anstrengender als gedacht, aber oben wurden wir mehr als belohnt: ein weiter Blick über die endlose Wüste und ein Sonnenuntergang, der den Himmel in warme Farben tauchte – einer dieser Momente, die man nicht so schnell vergisst. Das war unser Tag – lang, abwechslungsreich und voller Eindrücke zwischen karger Steinwüste, grünen Oasen und den ersten Dünen der Sahara.
RückblickHeute ist der Tag, an dem Steffi und ich vor 7 Jahren eine Motorradtour nach Metz unternahmen.
"Metz besitzt viele Schätze: eine der höchsten gotischen Kathedralen Europas, ein beeindruckendes archäologisches Museum, ein ultramodernes Kunstzentrum, aber auch einen wunderschönen Altstadtkern und die Promenaden entlang der Mosel..."
H i e r mehr dazu.
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