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Guten Morgen! So früh schon auf? oder spät dran?Wenn das Motorrad und Reisen deine Hobbies sind, dann bist Du hier richtig.Diese Seiten entstanden vor vielen Jahren einmal aus der Idee Reiseberichte - die ja nach einem Urlaub sowieso von mir angelegt werden direkt auf der Tour zu verfassen in auf dem Weg liegenden Internet-Café oder Unterkünften mit Internet-Zugang - Facebook und Smartphones gab es damals ja noch nicht. Die Bearbeitung nach dem Urlaub wird hierdurch erleichtert, Eindrücke sind frischer und geraten auch nicht so schnell in Vergessenheit und alle diejenigen, die nicht mitfahren konnten, können sich so über meine/unsere Erlebnisse noch während der Abwesenheit informieren. Auch freue ich mich natürlich, wenn ich unterwegs von euch etwas hören - besser lesen - kann z.B. im Gästebuch. Das darf natürlich auch benutzt werden, wenn ich wieder zuhause bin.
Nachdem mittlerweile viele Bilder früherer Reisen digitalisiert sind, entschied ich, auch diese teilweise hier zu veröffentlichen. Zu einigen lagen ja auch schon Reisebeschreibungen vor, zu anderen gibt es leider oft nur bruchstückhafte Erinnerungen. Einige Bilder blieben auch ohne Text - Der/die ein oder andere Beteiligte kann ja über das Kommentarfeld, das sich immer im unteren Teil einer Seite befindet, gerne noch etwas hinzufügen.
Eine kurze Benachrichtigung wäre auch schön, falls Links nicht mehr funktionieren oder nicht mehr aktuell sein sollten. Es wünscht euch immer eine Handvoll Asphalt unter dem Reifen PS.: Dass ich mittlerweile nicht mehr in Wissel wohne, haben wohl schon die meisten mitbekommen ;-) Trier ist zu meiner neuen Heimat geworden, doch der Seitentitel bleibt unverändert. Aktuelles26.04.2026Marokko ’26 – Tag 39: Die Rückkehr: Milano - Schweiz - Titisee-Neustadt
Bild: am Julierpass auf 2.284 m
Der Morgen in Mailand beginnt früh, aber entspannt. Mein Motorrad durfte über Nacht sicher in der Garage des kleinen, familiären Piccolo Hotel stehen, was in einer lebhaften Stadt wie Mailand alles andere als selbstverständlich ist. Das Hotel selbst liegt etwas abseits der ganz großen Touristenströme, bietet aber genau das, was man nach einer langen Reise brauchte: Ruhe, ein unkompliziertes Frühstück und Gastgeber, die den Eindruck vermitteln, dass Reisende hier wirklich willkommen sind. Der Abschied fällt leicht, doch der Weg hinaus aus Mailand zieht sich. An einem Samstagmorgen ist die Stadt alles andere als verschlafen. Dichter Verkehr, unzählige Ampeln und ein scheinbar endloses Gewirr aus Straßen machen die ersten Kilometer zur Geduldsprobe. Zwischen Straßenbahnen, Motorrollern und eiligen Autofahrern taste ich mich langsam vorwärts – immer mit dem Ziel, die Stadt endlich hinter mir zu lassen. Und dann passiert es fast unmerklich: Die Häuser werden niedriger, die Straßen freier, und am Horizont zeichnen sich die ersten Konturen der Alpen ab. Ein schmaler, bläulicher Streifen wächst langsam zu einer imposanten Kulisse heran. Bild: Die Luft wird klarer, die Temperaturen angenehmer – und mit jedem Kilometer steigt die Vorfreude. Der Comer See empfängt mich mit seiner ganzen Schönheit. Die Straße schmiegt sich eng an das Ufer, mal direkt am Wasser entlang, mal hoch über dem See mit spektakulären Ausblicken. Bild: Dazwischen immer wieder Tunnel – kühl, dunkel und oft überraschend lang – die die Strecke rhythmisch unterbrechen. Doch die Idylle bekommt einen kleinen Dämpfer: Die gelbe Kontrollleuchte meldet sich. Benzin wird knapp. Also runter von der Schnellstraße, näher ans Ufer, auf der Suche nach einer Tankstelle. Die erste: verlassen. Die zweite: geschlossen. Ein mulmiges Gefühl macht sich breit. Also kehre ich kurzerhand um, fahre ein Stück zurück in die andere Richtung – und werde schließlich doch noch fündig. Bild: Auffällig an diesem Tag: unzählige Radfahrer. Rennradfahrer in Gruppen, ambitioniert und schnell, aber auch gemütliche Tourenfahrer. Der Comer See scheint an Wochenenden ein Paradies für Zweiräder aller Art zu sein. Mit dem Malojapass beginnt schließlich der eigentliche Alpenabschnitt. Die Straße windet sich in engen Serpentinen nach oben, die Vegetation verändert sich, und die Luft wird spürbar kühler. Oben angekommen eröffnet sich eine weite, fast schon karge Hochgebirgslandschaft – ein starker Kontrast zum mediterranen Flair am Comer See.
Bild: Am Silsersee lege ich einen kurzen Foto-Stopp ein. Das Wasser liegt ruhig zwischen den Bergen, fast spiegelglatt, und die Szenerie wirkt beinahe unwirklich still. Weiter geht es über den Julierpass. Hier oben scheint sich die Motorradwelt zu treffen. Zahlreiche Biker stehen an den Aussichtspunkten, tauschen sich aus oder genießen einfach den Moment.
Bild: Ein Stück später erreiche ich den Staudamm von Marmorera Stausee. Das türkisfarbene Wasser und die massive Staumauer bilden einen eindrucksvollen Kontrast zur umliegenden Bergwelt. Kaum zu glauben, dass hier einst ein ganzes Dorf im Wasser versunken ist.
Bild: Rheinfall bei Schaff-hausen
Am späten Nach-mittag erreiche ich den Rheinfall bei Schaff-hausen. Die Wasser-massen sind beein-druckend – breit, kraftvoll und laut. Ganz anders als die ruhigen Bergseen zuvor. Hier zeigt sich die Natur von ihrer rohen, ungebän-digten Seite. Die letzten Kilometer führen schließlich nach Titisee-Neustadt im Schwarzwald. Nach einem langen Tag im Sattel wirkt die Region fast sanft: dichte Wälder, geschwungene Straßen und eine ruhige, fast schon heimelige Atmosphäre. Meine Unterkunft, die Pension Bergseeblick, liegt etwas erhöht mit Blick auf die umliegende Landschaft. Einfach, aber gemütlich – genau richtig, um den Tag ausklingen zu lassen. Ein abwechslungsreicher Tag liegt heute wieder hinter mir: von der Hektik Mailands bis zur Ruhe des Schwarzwalds – ein Tag voller Kontraste, Kurven und schöner Eindrücke.
RückblickHeute ist der Tag, an ich vor 39 Jahren allein zu meiner ersten Reise mit dem Motorrad in die Türkei startete. H i e r mehr dazu.
Erinnerst Du dich?
ein Zufallsbild aus: ./Reisen/Elba2022/10/ Bereits freigeschaltete Kommentare:
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