|
Hallo!Wenn das Motorrad und Reisen deine Hobbies sind, dann bist Du hier richtig.Diese Seiten entstanden vor vielen Jahren einmal aus der Idee Reiseberichte - die ja nach einem Urlaub sowieso von mir angelegt werden direkt auf der Tour zu verfassen in auf dem Weg liegenden Internet-Café oder Unterkünften mit Internet-Zugang - Facebook und Smartphones gab es damals ja noch nicht. Die Bearbeitung nach dem Urlaub wird hierdurch erleichtert, Eindrücke sind frischer und geraten auch nicht so schnell in Vergessenheit und alle diejenigen, die nicht mitfahren konnten, können sich so über meine/unsere Erlebnisse noch während der Abwesenheit informieren. Auch freue ich mich natürlich, wenn ich unterwegs von euch etwas hören - besser lesen - kann z.B. im Gästebuch. Das darf natürlich auch benutzt werden, wenn ich wieder zuhause bin.
Nachdem mittlerweile viele Bilder früherer Reisen digitalisiert sind, entschied ich, auch diese teilweise hier zu veröffentlichen. Zu einigen lagen ja auch schon Reisebeschreibungen vor, zu anderen gibt es leider oft nur bruchstückhafte Erinnerungen. Einige Bilder blieben auch ohne Text - Der/die ein oder andere Beteiligte kann ja über das Kommentarfeld, das sich immer im unteren Teil einer Seite befindet, gerne noch etwas hinzufügen.
Eine kurze Benachrichtigung wäre auch schön, falls Links nicht mehr funktionieren oder nicht mehr aktuell sein sollten. Es wünscht euch immer eine Handvoll Asphalt unter dem Reifen PS.: Dass ich mittlerweile nicht mehr in Wissel wohne, haben wohl schon die meisten mitbekommen ;-) Trier ist zu meiner neuen Heimat geworden, doch der Seitentitel bleibt unverändert. Aktuelles30.03.2026Marokko ’26 – Tag 12: Merzouga → Alnif (175 km)
Bild: die Aussicht am Cárcel Portuguesa (portugiesisches Gefängnis)
Karte: die voraussichtliche Strecke mit aktuellem Standort: Die Nacht in der Wüste hatte es in sich: Ein kräftiger Wüstensturm zog über die Dünen hinweg und zerrte unablässig an unserem Zelt.
Bild: Der starke Wind hat die Stühle umgeweht und eingesandet. Solche nächtlichen Winde sind in der Region rund um Merzouga keine Seltenheit – besonders im Frühjahr entstehen durch starke Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht heftige Fallwinde, die den feinen Sand in Bewegung setzen. Unser Zelt knatterte und vibrierte im Rhythmus der Böen, und draußen hörte man das stetige Rauschen des Sandes.
Bild: Sonnenaufgang in der Wüste
Bild: morgendliches Erwachen im Zelt Umso dankbarer waren wir für die dicken Decken und warmen Bezüge – denn trotz Wüste fiel die Temperatur in den frühen Morgenstunden auf nur etwa 7 Grad. Eine Erinnerung daran, dass die Sahara nachts alles andere als heiß ist. Gegen 9 Uhr hieß es Abschied nehmen vom Zeltlager. Wir verstauten unser Gepäck wieder im Begleitfahrzeug, und unser Guide brachte uns zusammen mit zwei weiteren Gästen zurück durch die Dünenlandschaft zum Wüstenhotel, wo unsere Motorräder auf uns warteten.
Bild: Abschied von Merzouga
Während der Fahrt fiel uns erneut auf, dass an einigen Stellen Wasser in der Wüste stand – ein ungewöhnlicher, aber in letzter Zeit häufiger auftretender Anblick. Nach seltenen, aber teils intensiven Regenfällen kann sich das Wasser in Senken sammeln und bleibt dort oft tagelang stehen, da der Boden das Wasser nur sehr langsam aufnimmt. Diese temporären „Wüstenseen“ verleihen der Landschaft eine fast surreale Note. Unser Ziel war die Kunstgalerie „Chez les Artistes“, doch wir waren etwas zu früh dran. Also setzten wir uns kurzerhand in ein Café gegenüber und beobachteten das Treiben. Nebenan, beim Restaurant Dar Aytma, spielte bereits eine Gruppe Musiker in einer offenen Halle – offenbar war eine organisierte Touristengruppe angekommen, die mit Geländewagen hergebracht worden war. Solche Stopps gehören zu vielen Wüstentouren rund um Merzouga und geben Besuchern einen Einblick in die lokale Musik- und Kulturtradition.
Bild: Südlich von Merzouga erreichten wir das kleine Dorf Khamlia, das vor allem für seine traditionelle Gnawa-Musik bekannt ist. Diese Musikrichtung stammt ursprünglich von Nachfahren ehemaliger Sklaven aus Subsahara-Afrika und ist geprägt von hypnotischen Rhythmen, Trommeln und der tiefen, metallischen Klangfarbe der Guembri.
Bild: Anschließend konnten wir die Galerie besuchen. Die ausgestellten Werke spiegeln häufig das Leben in der Wüste wider – kräftige Farben, traditionelle Motive und viel Handarbeit. Natürlich blieb es nicht beim Anschauen, und einige schöne Andenken wechselten den Besitzer. Nach dem Tanken in Merzouga führte uns die Strecke zunächst nach Rissani. Die Stadt gilt als eine der historischen Handelszentren der Region und war einst Ausgangspunkt wichtiger Karawanenrouten. Noch heute spürt man auf den Märkten diesen Hauch von Geschichte – hier wurde früher mit Datteln, Gewürzen und sogar Gold gehandelt. Von dort bogen wir links auf die RN12 ab – eine eher wenig befahrene, aber landschaftlich überraschend abwechslungsreiche Straße. Anfangs ging es noch durch karges, flaches Wüstengebiet, doch schon nach wenigen Kilometern veränderte sich das Bild: Die Landschaft wurde grüner, erste Palmen tauchten auf, und in der Ferne zeichneten sich wieder Gebirgszüge ab. Wir bewegten uns hier am Übergang zwischen der Sahara und den Ausläufern des Anti-Atlas – eine Region, die oft unterschätzt wird, aber landschaftlich einiges zu bieten hat.
Bild: Zugang zum „Cárcel Portuguesa“ Unterwegs fanden wir schließlich den Abzweig zur „Cárcel Portuguesa“. Die geheimnisvolle Ruine liegt nur wenige Kilometer von Rissani entfernt und gibt bis heute Rätsel auf. Ob es sich tatsächlich um ein Gefängnis aus portugiesischer Zeit handelt, ist historisch nicht eindeutig belegt – wahrscheinlicher ist, dass es sich um eine alte Befestigungsanlage oder Karawanserei handelt.
Bild: Eigentlich wollten wir uns dahin stellen, aber der Besitzer des Jeeps wollte einfach nicht wegfahren;-( Gerade diese Ungewissheit verleiht dem Ort seine besondere Atmosphäre. Die massiven Steinmauern, die isolierte Lage und die Stille der Umgebung machen den Besuch zu einem kleinen Abenteuer. Auf den letzten Kilometern zeigte die Straße noch einmal ihre ganz eigene Herausforderung: Immer wieder hatten sich Sandverwehungen gebildet, die teils quer über die Fahrbahn zogen. Hier war Aufmerksamkeit gefragt – besonders mit den Motorrädern.
Bild: Was hier nicht alles so durch die Wüste fährt - hier 4 Amerikaner Kurz vor unserem Ziel, etwa 400 Meter vor unserem Hotel in Alnif, legten wir noch eine wohlverdiente Pause ein. Pommes und frisch gegrillte Lammspieße – einfach, aber genau das Richtige nach diesem erlebnisreichen Tag. Alnif selbst ist ein kleiner Ort am Rande des Anti-Atlas und bekannt für Fossilienfunde. Viele der umliegenden Gesteinsschichten stammen aus uralten Meeresablagerungen – ein faszinierender Kontrast zur heutigen trockenen Landschaft.
Bild: abends in Alnif
Am Ende des Tages blieb das Gefühl, wieder ein Stück mehr von der Vielfalt Marokkos entdeckt zu haben: von stürmischer Wüstennacht über lebendige Musiktraditionen bis hin zu einsamen Straßen und geheimnisvollen Ruinen.
RückblickHeute ist der Tag, an dem ich vor 5 Jahren bei einer 2tägigen Motorradtour der Nahe von der Quelle bis zur Mündung gefolgt bin.
H i e r mehr dazu.
Erinnerst Du dich?
![]() ein Zufallsbild aus: ./Reisen/SriLanka99/ Bereits freigeschaltete Kommentare:
|
Termine 2026Vielleicht trifft man sich dort? 09.-11.01.2026
Dreikönigstreffen Binnen Döörin Ahaus 52,0663507, 7,0159115 27.02. - 01.03.2026
37. Altes Elefantentreffenauf dem Ferien- und Freizeitpark "Camping am Nürburgring" 19.03. - 24.04.2026
Marokko Rif-Gebirge, Wüste, Hoher Atlas und AtlantikMit Wolfgang auf Motorradtour durch Marokko 08.-10.05.2026
Maisuppe-Essen beim NikolausDas Motorradtreffen am Niederrhein in Goch -Pfalzdorf 29.06. - 03.07.2026
HARZ - KURVENJAGD IM HEXENLANDEntdecke mit mir als Tourguide den Harz - ein Paradies für Motorradliebhaber! 28. bis 30.08.2026
35. EGT 2026Zelt/Camping-Treffen mit Selbstversorgung in Weiswampach /LUX 27. bis 28.11.2026
27. NikolaustreffenWaldspielplatz auf der Geul 56814 Bremm 11. bis 13.12.2026
Manni's Tonnentreffenauf der Boldt-Ranch in Goch-Pfalzdorf
|