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Dienstag, 11. Dezember 2018 -- 1 Besucher online

 

Reisen

Die Umrundung der Adria

Bericht über unsere Motorrad-Reise vom 25.08. bis 15.09.2018

Winterflucht nach La Palma

Bericht über unsere Motorrad-Exkursionen im Januar 2018 über die grüne Vulkaninsel

Herbst-Odyssee auf zwei Rädern

10 Länder - 49 Tage / 7 Wochen - vom 27.08. bis 14.10.2017 - Gesamtstrecke: ca. 11.300 km

Berge, Sonne, Meer und Inseln - Fortsetzung

Bericht über eine 2wöchige Motorradreise im September 2016 nach Kroatien

Berge, Sonne, Meer und Inseln

Bericht über eine 3wöchige Motorradreise im September 2015 nach Kroatien

Reise durch God´s Own Country

Bericht über eine dreiwöchige Motorradreise auf Royal Enfields durch Indiens grünsten Bundesstaat Kerala bis hinunter zum Cap, Zeitraum: März 2014

Der Sonne entgegen!

Bericht über eine dreiwöchige Motorradreise auf Nebenstraßen durch einige der schönsten Landstriche Frankreichs bis hinunter zur Costa Brava in Spanien, Zeitraum: Sept./Okt. 2013

Zurück auf Gottes kleinsten Kontinent

Wie schnell doch diese drei Wochen Urlaub wieder vorüber gegangen sind! „Na, wie war´s?“- „Ja, echt schön…“ Die Antworten verstehen kann man eigentlich nur, wenn man Sardinien, seine Strände, das Inland und seine Bewohner selbst erlebt hat. Wir werden ganz bestimmt wieder hinfahren.

Unterwegs zwischen Alpen, Drau und Adria

...Wir erlebten in diesen drei Wochen nicht nur viele stimmungsvolle historische Orte und Landschaften, sondern auch eine große Gastfreundschaft der Bewohner - und Sonne, Sonne, Sonne...

Sizilien 2009

Die größte Insel im Mittelmeer hat für den interessanten Urlaub mit dem Motorrad viel zu bieten: Hohe Vulkane und sanfte Hügellandschaften, Sandstrände und schroffe Felsenklippen, Kultur aus drei Jahrtausenden...

Rollklotzrallye 2009

Eine Hüttentour durchs winterliche Skandinavien

Kurs Südost

Eine einwöchige Motorradreise bis ins herbstliche Kroatien

Ins Land der Nuragher

Eine Motorradreise im Mai 2008 auf Gottes kleinsten Kontinent - nach Sardinien

Steine, Strände, weiße Küsten: die Ärmelkanal-Umrundung        

Entgegen dem Uhrzeigersinn folgte die Reise der englischen Südküste bis Cornwall und auf französischer Seite der Küste der Bretagne bis zur Normandie. Dabei durchfuhren wir nicht nur bäuerlich geprägte Regionen mit saftig-grünen, von Hecken und Feldsteinmauern durchzogene Wiesen, sondern sahen auch himmelstürmende Kathedralen, phantastische Steilküsten und berühmte Seebäder, mit denen beide Seiten protzen. Gesamtstrecke: 3350 km, Reisezeit: 3.-16. August 07

Abgründe - Korsika ´07

Fast eine Woche brauchten wir für die Anreise nach Korsika durch die Ardennen und über die Alpen. Von der Mittelmeerstadt Nizza aus brachte uns die Fähre ins gelobte Enduroland mit seinen schroffen Küsten und dem wilden Landesinneren. Auf der Rückfahrt durch die Toskana ging es über Apenninen und hohe Alpenpässe noch einmal hinein ins Elsass. Auf 4830 Kilometern Motorradreise erklommen wir dabei so manche Höhe und fuhren oft nur haarscharf an den größten Tiefen vorüber. Hier der Bericht über unseren 18tägigen Motorradurlaub vom 25. Mai bis zum 12. Juni 07

Ghana '06

Bericht über eine 3wöchige Busrundreise durch den Süden Ghanas

Krystall-Rally 2006

Die diesjährige Krystall-Rally sollte in Norwegen bereits zum 35. mal stattfinden. Schon Vieles hatten Achim und ich darüber gehört, speziell die Winterlandschaften mit Temperaturen von bis zu -30 Grad waren uns beiden noch unbekannt und deshalb lockend. Was so ein echter Motorradfahrer ist, der muss mindestens einmal in seinem Leben dabei gewesen sein - und in diesem Jahr wollten wir es also wagen. Achim im Boot, ich als Fahrer.

ab in die Karpaten '05

Eine 3wöchige 6311 km lange Rundreise mit dem Motorrad bis in die rumänischen Karpaten: Hinweg durch Ostdeutschland, Tschechien, Polen, Slowakei und Ungarn - Rückweg durch Ungarn, Österreich und Tschechien

Im Land der Harleys

6000 km auf dem Motorrad durch den Südwesten der USA (2004)

Ostsee-Umrundung

Bericht über eine Reise im Juni/Juli 2003, die uns gegen den Uhrzeigersinn rund um die Ostsee führte. Zu zweit auf einem Motorrad ging es zunächst nach Polen und von hier aus hinein ins Baltikum. Es folgten dann einige Tage in St. Petersburg, bevor es durch Finnland bis hinauf zum Polarkreis ging. Entlang der malerischen schwedischen Küste führte die Rückfahrt, wobei der Weg auch ein kurzes Stück durch Dänemark verlief. 25 Tage und 8453 km später standen wir mit unserem Gefährt wieder vor unserer Haustür und waren um viele Eindrücke und Bekanntschaften reicher.

November in der Türkei

Bilder von einem Kurzbesuch im November 2002, wobei auch einige Fahrten mit den Motorrädern Coskuns gemacht wurden.

Vive la France - Cevennen ´02

Bilder aus Elsass, Cevennen und Ardennen

Motorrad-Rundreise durch Spanien

Bericht über eine 4wöchige Motorrad-Rundreise im Frühjahr '01 entlang der Mittelmeerküste bis hinunter nach Andalusien - Pannen inklusive...

Zur Hochzeit in die Türkei

Im Jahr 2000 waren wir zur Hochzeit von Coskun und Aleyna in der Türkei eingeladen. Dieser Bericht handelt darüber, insbesonders über die Reise in und durch das Land selbst.

Sri Lanka 99

mit Miet-Enduros unterwegs durch Sri-Lanka, vorbei an Reisfeldern und badenden Büffeln, durch weite Teeplantagen die Berge hinauf bis zum Worlds End ...

Loire-Schlösser '99

Im Herbst ´99 unternahmen Andrea und ich auf der betagten R100RS eine Tour zu den Schlössern der Loire. Auf unserem Plan standen viel Kultur, schöne Motorrad-Strecken, gutes Essen und der Besuch von Freunden in der Bretagne auf dem Rückweg. Doch nicht alles kam so wie geplant...

Toskana '99

Bericht und Bilder einer 2wöchigen Frühjahrstour entlang der Mosel hinein ins Elsass, durch die Schweiz und den St. Bernhard-Tunnel weiter durch Aosta-Tal und Ligurien bis in die malerische Toskana

Rumänien '98

Bericht und Bilder der 1. Schnuppertour hinein in die Karpaten

Auf Ölspuren durch die Alpen

Anfang Juli 98 starteten Andrea und ich zu einer 2wöchigen ca. 5000 km langen Motorradtour durch die Alpen, die uns über Bayern, Tschechien, Österreich, Slowenien, Italien und die Schweiz bis nach Frankreich führte.

West-Indien '98

Nach der Motorradbeschaffung in Goa erfolgte die Abfahrt hinein ins Landesinnere mit Hindernissen. Niemals war man allein auf den kleinen Straßen durch den Dschungel unterwegs. Gottheiten entlang des Wegs begleiteten uns ständig zu unserem nächsten Ziel. Wir bestaunten Tempel, erlebten viel Affentheater und machten neue Bekanntschaften, bevor wir entlang der Küste zurück fuhren zu unserer Unterkunft in Goa, wo wir die letzten Urlaubstage bei unbeschwertem Strandleben genießen konnten.

Zum Frühjahr in die Toskana

2wöchige Motorradtour im Frühjahr 97 vorbei am Vierwaldstätter See nach Ligurien, in die Toskana und die Abruzzen

Süd-Türkei ´96

Mit der Tenere fuhr ich diesmal die italienische Adiaküste hinunter bis zum Stiefelabsatz Italiens. Mit einer Fähre ging es ab hier hinüber nach Griechenland und anschließend hinein in die Türkei, wo ich meinem Freund Coskun einen Besuch abstatten wollte. Zusammen erlebten wir dort einige schöne Tage, bevor es ab Izmir mit der Fähre zurück ging nach Venedig.

Wüste Erlebnisse in Nordafrika

Zu viert sind wir von Februar bis April 1992 mit zwei Motorrädern und einem alten VW-Bus durch Marokko und Algerien bis hinunter ins Hoggar-Gebirge unterwegs

Türkei ´91

Zum drittenmal sollte es per Motorrad in die Türkei gehen. Wieder einmal starte ich die Reise allein. Eigentlich hatte ich mit einer nagelneuen XT 600 reisen wollen, doch der vom Händler versprochene Auslieferungstermin, auf den ich mich in meiner Planung voll verlassen hatte, wurde nicht eingehalten. So steht jetzt meine 83er BMW R100RS mittags am Start. Bei Temperaturen nur wenig über 0° setzt bald nach meiner Abfahrt Regen ein....

Süd-Norwegen ´90

durch die Telemark vorbei an Schleusen, Fjorden und Kanälen

Island ´89

Auf zwei Motorrädern vier Wochen im Land der Gletscher und Geysire unterwegs

Portugal ´89

Bilder von den Osterferien in Portugal

Jahreswechsel ´88 in Schweden

Mit Freunden und einem ETZ 250-Gespann in einem Ferienhaus in Süd-Schweden

Auf ein Wiedersehen in der Türkei

... oder, wie wir ein Motorrad aus den Fängen des türkischen Zolls befreiten und wieder zurück mit nach Deutschland nahmen - eine Reise im Mai-Juni 1988

Türkei ´87

Bericht über meine 1. Motorradreise in die Türkei, alleine losgefahren und nach der Rückkehr um viele Freunde reicher

England '85

Stationen einer 2wöchigen Motorradtour durch England und Wales bis hinauf nach Schottland

der irischen Küste entlang

Bilder einer Motorradtour, die uns im Uhrzeigersinn über die Insel führte. Zu zweit auf einer XS 400

Wo die Nacht zum Tage wird: eine Fahrt zum Nordkap

Erinnerungen an eine 3wöchige Motorradreise im Juli 1980 mit Jürgen hinauf zum Nordkap

Türkei-Reise 1996


 
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Bereits mit dem für vier Wochen Urlaub bepackten Motorrad war ich morgens zur Arbeit gefahren und konnte so spätnachmittags zur Reise in die Türkei starten. Zunächst sollte es nach Frankenberg gehen, wo ich bei Birgit übernachten wollte. 
Das erste Stück führte über die Autobahn bis hinter Dortmund. Ab Altena ging es auf der B236 entlang der Lenne auf sehr kurvigen Straße nach Lennestadt, Schmallenberg, durchs Rothaargebirge an Winterberg vorbei bis nach Frankenberg, wo ich schließlich gegen halb neun ankam.

Birgit und ich entschlossen uns zusammen mit ihren mittlerweile schon großen Kindern Clara und Anna in den früheren Watzmann zum Essen zu gehen. Nachdem die Töchter bereits früher nachhause zurück gegangen sind berichtete Birgit mir bei einem weiteren Bier das Neueste aus Frankenberg, in dem ich während meiner Technikerzeit zwei schöne Jahre verbracht hatte.Birgit baute gerade die untere Hälfte des Hauses zur weiteren Vermietung um und hat dabei in Trockenbauweise eine weitere Küche und Dusche mit Flur eingerichtet. Es fehlten nur noch die Wasseranschlüsse. 

Nach dem gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen besprachen wir noch die für diesen Tag geplante Tour, bevor es gegen zehn Uhr losging über z.T. kleinste und kurvige Landsträßchen. Lediglich um Heilbronn herum hatte ich Kontakt mit größerem Verkehrsaufkommen. Die Tour führte vom Vogelsberg über den Spessart – sehr idyllisch um Wächterbach herum – in den Odenwald und von hier an den Rand des Scharzwaldes. 
Nach etwas Sucherei erreichte ich so nach ca. 600 km schließlich Petra, wo ich mein Lager letztes Lager in Deutschland aufschlagen konnte. 

Am darauffolgenden Samstag unternahmen Petra und ich eine Motorradtour durch das schöne Donautal und später zum Bodensee, über den wir nach Radolfzell übersetzten. Nach unserer Rückkehr wartete dann abends das mit ihren Vermietern geplante Grillen auf uns. Es wurde noch ein schöner Abend, bevor am Sonntag das Abenteuer beginnen sollte. Gegen neun Uhr verabschiedete ich mich von Petra und trieb die XT über schöne kurvige Sträßchen und Pässe in Richtung Stilfser Joch mit seinen vielen Kehren. Vor dem Pso. de Gavia erlebte ich letzte Schneegraupel. und traf auf einen Weseler mit seiner BMW. Auf den Pass hinauf gab es einige Teilstücke, die nicht geteert, sondern nur mit feinem Schotter belegt waren. Sehr eng schmiegte sich die Straße an den Hang. Die Regenschauer nahmen zu. 

Nachdem ich den Pso Tonale hinter mir hatte, war es bereits nach 17 Uhr und ich war noch nicht weit voran gekommen. So beschloss ich, den Pässen auf der weiteren Fahrt aus dem Weg zu gehen. In Begleitung eines Italieners auf seiner XT 500 ging es zügig ohne größere Beachtung druchgezogener Linien oder anderer Einschränkungen bis nach Verona, wo ich einen Zeltplatz im Norden der alten Römerstadt beim Castell fand. 
Für 15 DM durfte ich mein Zelt aufstellen und von hier oben die tolle Stadt mit ihrem Amphitheater im Zentrum bewundern. Zum Abendessen begab ich mich hinunter ins Leben mit seinen vielen Veranstaltungen und Musik aus allen Ecken. Zum Abendessen unweit des Amphittheaters wählte ich Lasagne, trank dazu ein Weißbier und zum Abschluss einen Espresso für insgesamt 22,- DM. Nach elf Stunden Motorradfahrt und ca. 600 gefahren Kilometern hatte ich danach die nötige Bettschwere erreicht.

Am nächsten Tag fuhr ich zunächst zur Küste bis Donada und dann in südliche Richtung meist immer in Sichtweite der Adria. In Städten wir Ravenna, Ancona oder Pescara ging es oft nur von Ampel zu Ampel. Immer mehr passte ich mich der Fahrweise der Italiener an. Riskante Ausweich- und Überholmanäver und das Überfahren durchgezogener Linien oder das Vorfahren bis zur Ampel waren hier eben üblich. Zum Glück gabe um Pesaro und Ancona herum weiträumige Umgehungsstraßen, aber das Stop-and-go blieb mir in den Vororten nicht immer erspart.

Irgendwann hinter Ancona wurde die Landschaft an der Küste hügeliger und die Straßen interessanter, d.h. bald würzten Kurven und Serpentinen die Strecke. Gegen Mittag war ich kurz vor Pescara, wo ich am Strand eine Pause einlegte. Das Wasser war bereits sehr warm, der Strand sauber und es waren nur sehr wenige Badende in Sicht. Gerne wäre ich länger geblieben, doch bald erinnerte ich mich der noch vor mir liegenden Strecke und fuhr noch bis S.Vito, wo ich auf dem dortigen Campingplatz übernachten konnte (16,- DM/Nacht). Im Fernfahrerrestaurant sprach man deutsch und es gab auch eine deutsche Speisekarte, von der ich ein typisch deutsches Schnitzel mit Pommes, gemischten Salat und einen Viertel Rotwein bestellte – das ganze auf der Terrasse mit Seeblick serviert. (Besonders geschmeckt hat das deutsche Essen jedoch nicht.) 

Am nächsten Morgen hatte ich zunächst Schwierigkeiten die Richtung nach S.Giovanni / Lagnagno zu finden. Beim Frühstück in einem Café bemühte sich die nette Bedienung sehr, mir den Weg zu erklären. Auch Vorbeikommende wurden in die Erklärungen mit einbezogen. Die Leute hier zeigten sich wirklich sehr hilfsbereit. Egal ob die Tankstelle geschlossen hatte, oder der dumme Tourist das Prinzip des Automaten-Tankens noch nicht verstanden hatte. Immer war man bemüht und hatte stets ein Lächeln parat, auch wenn ich mich verbal nicht verständlich machen konnte.

Da ich am Wochenende in der Türkei sein wollte, stand für den folgenden Tag eine weite Strecke bevor. Doch das Motorrad lief super. Nur die Sitzbank begann mich bereits nach kurzer Strecke zu quälen. Bei den ca. 2300 zurück liegenden Kilometern hatte die Tenere lediglich 0,7 l Öl gebraucht – trotz der Temperaturen, die heute zwischen 25 bis 30° lagen.

Ich startete den Tag mit zwei Bocadillos und dazu zwei Kaffee. Fast hätte ich bei der Abreise vom 50 km hinter Pescara befindlichen Campingplatz vergessen, meinen Ausweis mit zu nehmen. Kurz vor neun Uhr ging es dann los auf 440 schnellen Kilometern, bei denen die Kupplungshand weitgehend geschont wurde. Die zügigen Durchfahrten durch nur wenige Ortschaften bedeuteten endlich einen guten Schnitt, so dass ich bereits kurz vor drei Uhr in Brindisi war. Hier erforschte ich zunächst die Hafenanlage ausführlich.

Am folgenden Tag wollte ich nicht zu spät hier sein. 30 Kilometer vor Brindisi fand ich in Marina di Carovigno ein Plätzchen für mein Zelt. Zuvor hatte ich vergeblich einen näher gelegenen Zeltplatz gesucht, der zwar ausgeschildert, jedoch nicht mehr vorhanden war. 
Nun war ich in eine große Anlage mit Umzäunung, Schwimmbecken und Tennisplatz geraten, auf der ich einer der wenigen Gäste zu sein schien . Bis zum Sonnenuntergang lag ich am Strand und musste beim Studium der Karten ungläubig feststellen, dass es bis zu Coskun immer noch ca. 2000 km waren. Das Hinterrad war aber jetzt schon nach „nur“ 2700 km bereits zur Hälfte abgefahren. 

Als einziger Gast wurde für mich die Küche angeworfen, um Spagetti carbonara hervor zu bringen. Auch hier machte ich wieder netten Kontakt mit der Herzlichkeit der Menschen. Obwohl doch einer dabei war, dem ich von seinem Äußeren her die Mitgliedschaft in der Mafia und eine entsprechende Anzahl von Morden durchaus zugetraut hätte.

Gegen halb sieben weckte man mich und eine halbe Stunde nach Abbau des Zeltes war ich wieder unterwegs. Kurz vor Brindisi tauschte ich die noch vorhandenen Lira in Benzin und Teilchen um. Gegen halb acht war ich im Hafen, musste jedoch wieder zurück in die Stadt um mir zunächst eine Boarding-Karte zu besorgen. Zurück im Hafen nach Erledigung der ganzen Formalitäten begab ich mich auf die Suche nach dem Schiff, mit dem ich nach Griechenland übersetzen sollte. Hier war es jedoch nicht zu finden. Ich fragte einen Polizisten und der erklärte mir, dass es noch einen anderen Hafen gäbe, in dem es schließlich auch fand. Bei der Kontrolle im „richtigen“ Hafen unterhielt ich mich noch eine Zeitlang mit dem Kontrolleur, der auch eine Tenere hatte und der sich über den hohen Kilometerstand meiner Maschine wunderte.

Nach der Ankunft der Fähre in Griechenland wollte ich erst einmal Strecke machen. Nur zu einer Pinkelpause hielt ich einmal an als bald darauf neben mir ein Kleinbus stoppte, dessen Fahrer am Vorabend ! in Deutschland (Kennzeichen: EBE) losgefahren war, um seine Ladung mit Computern nach Istanbul zu bringen.

Kurz vor Ioannina wurde es dunkel. Hier fand ich gleich einen sehr schönen Campingplatz an einem See, an dessen Ufer viele Kajaks lagen. Das Abendessen bestand aus leckeren Würstchen und Spießen, die ich mit zwei Bieren hinunter spülte. Einige Holländer mit ihren Campern und Anhängern waren neben mir die einzigen, die den Zeltplatz besiedelten, der neben seiner schönen Lage auch über warme Duschen verfügte.

Wie in einem Wollknäuel kam ich mir am nächsten Tag vor, als ich Ioannina wieder verlassen wollte. Die kaum beschilderten Straßen machten das Durchkommen nicht leichter. Dreimal traf ich auf ein durch die Straßen gezogenes Schiff. Mehrere Versuche in verschiedene Richtungen blieben erfolglos. Der Magen knurrte. Irgendwann jedoch ließ der Ort mich los. Auf der Strecke besorge ich mir zunächst einige Bananen und Äpfel, dazu Kokosteilchen um meinen Hunger zu stillen.

Zwischen Larisse und Thessaloniki brannte die Sonne auf mich herab. Um die Öltemperatur etwas zu senken, füllte ich etwas Motoröl nach. Später an der Küste wurde es dann endlich wieder kühler und gegen 19 Uhr fand ich in Kavala einen Zeltplatz. Hier machte ich Bekanntschaft mit Rudi und Uschi aus SIG, mit denen ich zusammen zu Abend aß. Beide waren mit einer Honda Transalp und einer Yamaha Supertenere unterwegs.
Meine XT hatte heute so um 100/110 km/h herum leichte Aussetzer gezeigt, die mich leicht beunruhigten. 

Am frühen Vormittag verabschiedete ich mich von Rudi und Uschi. Kurz vor Mittag stand ich an der türkischen Grenze. Bei einem Rennen mit einem mit Türken besetzten Mercedes aus Berlin stoppte mich die Polizei. Ich verstand natürlich nichts, doch konnte mir der Polizist mit Händen und Füßen klar machen, dass das waghalsige Überholen in der Stadt verboten ist. – und ließ mich danach wieder laufen. Den Fahrer aus Berlin hielt er jedoch noch fest. Der musste bestimmt noch etwas bezahlen, obwohl er nachher nichtsdestotrotz wieder an mir vorbei raste. 

Etwa 60 Kilometer vor Izmir stoppte ich, um mein Zelt auf einem Hotelgelände aufzubauen. Ein weiteres stand bereits dort und gehörte einem Motorradfahrer aus Bochum, der auf einer KLR 650 angereist war. Das Hotel war kaum belegt. Der Zeltplatz kostete ca. 10 DM inkl. Swimmingpool und anderem, das mitbenutzt werden durfte.

Ich setzte mich zu drei Türken mit an die Pool-Bar. Einer hatte sogar ein Handy und im Laufe des Abends hatte das Trio eine ganze Flasche Whisky vertilgt. Ich erfuhr, dass deutsche Touristen vermutlich wegen der Jugoslawien-Krise immer weniger, dafür Leute aus Russland immer häufiger hier übernachten würden. Kurz nach dem Dunkelwerden tauchten der Bochumer Motorradfahrer und der Hotelbesitzer auf. Sie waren in Izmir gewesen, wo sie eine Motorradbatterie für die KLR besorgt hatten. 

Am nächsten Morgen fuhr ich mit Holger, so heißt der Motorradfahrer aus Bochum, zunächst nach Izmir. Die Fahrt war chaotisch und langwierig. Je näher wir dem Hafen kamen, um so intensiver verstärkte sich der Kloakengeruch, der uns schon von Weitem aufgefallen war. Holger trennte sich schließlich in Selcuk von mir. Er hatte vor, nach Kusadashi zu fahren. Ich wollte jedoch nach Fethiye und von dort aus weiter entlang der Südküste. Ich hatte eigentlich nicht vor, an diesem Tag direkt bis Manavgat durchzufahren, doch fand ich entlang der Südküste keine Möglichkeit zum Zelten. Nach den am heutigen Tag gefahrenen 832 Kilometern erreichte ich am späten Abend Manavgat. 

Es gab ein freundiges Wiedersehen mit Coskun. Nach Geschäftsschluss fuhren wir zusammen mit seinem Chef zum Essen in ein Restaurant, bevor ich todmüde in Coskuns Unterkunft in den Schlaf fiel. Der folgende Tag war nur der Entspannung von der anstrengenden Anreise gewidmet. Gegen Mittag holte mich Coskun ab, um etwas essen zu gehen, um danach den Rest des Tages am Strand ausklingen zu lassen.

Montags ist in Manavgat immer Markttag. Ein Riesenrummel, der zu einem großen Anziehungspunkt für Touristen geworden ist. Während Coskun in seinem Geschäft war leistete ich Nurhan, die einen Stand auf dem Markt hat, Gesellschaft. Von hier aus ließ sich das rege Treiben um uns herum bestens beobachten. Hunderte Stände, vielfach mit dem gleichen Zeugs wie echte LEVIS-Jeans, Mad + Bad-, Chiemsee-T-Shirts oder Lederportemonnais. Nurhan verkauft mit gutem Gewinn Kettchen, Anhänger, Ringe, Bänder und sonstigen Schmuck und Kitsch, den sie z.T. selbst fertigt. Nachdem der Markt vorüber war, zog sie mit ihrem Geschäft um zur Promenade in Sorgun, wohin ich ihr folgte.

Am folgenden Tag fuhr ich in Coskuns Mittagspause zusammen mit ihm nach Alanya, wo wir die Tropfsteinhöhle in der Nähe des Strandes besichtigten. Nach einem leckeren Mittagessen statteten wir dann wieder einmal der Burg einen Besuch ab bevor wir nach Manavgat zurück fuhren. Kurz nach unserer Rückkehr traf Holger ein. Coskun fuhr mit ihm los, um für ihn eine günstige Unterkunft zu besorgen. In Side fanden sie einen Holzbungalow für 20 DM inkl. Frühstück. Nachdem Holger seine Sachen dort verstaut hatte, gingen wir zum Biertrinken auf die Promenade von Side, auf der uns an diesem Abend einiges geboten wurde (Tanzshows, Bauchtanz..). Danach gingen wir noch zusammen mit Coskun, Nurhan und einem Hamburger Pärchen in die Oxyd-Disco, ein von oben offenes antikes Gebäude, wo wir bis um vier Uhr in der Früh feierten. Am Busbahnhof bekamen Coskun und ich sogar noch eine abschließende Suppe, bevor wir uns müde ins Bett legten.

Ich hatte Holger gesagt, dass wir ihn am nächsten Morgen aus seinem Bungalow abholen würden. Das Problem war nur, den Bungalow auch wiederzufinden. Mehrmaliges Befragen von Anwohnern half nicht weiter. Niemand kannte die Adresse und so fuhr ich unverrichteter Dinge an diesem heißen Vormittag wieder zurück zum Hotel. Ich wollte erst einmal frühstücken und ging dazu in eines der benachbarten Restaurants. Das schien man hier offensichtlich garnicht zu kennen, dass Touristen zum Frühstück kommen. Normalerweise gibt es das ja im Hotel. Das erste Ei lief mir beim Aufmachen über die Finger, das zweite kam, nachdem ich das Frühstück bereits beendet hatte und ich satt war. Ich aß es eher aus Mitgefühl für die Mühe, die in ihm steckte. Danach ging es zum Strand, wo auch bald Coskun und Holger eintrafen, der zwischenzeitlich von Coskun abgeholt worden war. Am Abend wollten wir einmal die Vergaser der XT untersuchen, deren Motor immer unruhiger wurde. Vor dem Zaun von Holgers Unterkunft nahmen wir die Vergaser der XT auseinander und fanden die Ursache für ihren unrunden Motorlauf. Ein Riss war in der Vergasermembran. Vom Eigner des Bungalows, eine netter alter Mann mit einer Tigerkatze auf dem Arm, deren gebrochene Vorderpfote er geschient hatte, bekam ich Tesa-Film, den ich beidseitig auf die Membran zu kleben versuchte. Leider erfolglos.
Um 21.30 Uhr fing das Fußballspiel Deutschland gegen England an, das die Bild-Zeitung, die selbstverständlich auch hier, wenn auch mit 1tägiger Verspätung gelesen wird, aufmacherisch als Krieg angekündigt hatte. Nach Elfmeterschießen gewann Deutschland 6:5. 
Es folgte die schreckliche Nacht der Killer-Mücken, gegen die ich mich durch dichtes Zudecken zu schützen versuchte, natürlich erfolglos. Neben Schweiß flossen in dieser Nacht auch einige Blutstropfen.

Coskun wechte mich um 9 Uhr. Das Wasser funktionierte heute nicht, wir waren natürlich zu spät und das Motorrad sprang auch nicht an! So fuhren wir zunächst mit dem Dolmus ins Hotel zu Coskuns Geschäft. In der Mittagspause versuchten wir uns erneut an der XT, bis sie dann schließlich ansprang.

Wir fuhren zu einer Zweiradwerkstatt, wo wir hofften, eine Ersatzmembrane zu finden. Doch stattdessen bekamen wir eine Telefonnummer in Antalya. Sofort nach dem Anruf machten wir uns auf den Weg dorthin. Auf der Hauptstraße im Außenbezirk Antalyas fanden wir gleich zwei Motorradwerkstätten. Ein etwa 10jähriger Junge kannte das Problem offensichtlich bestens und meinte, dass sein Chef, der in einer Stunde zurück sei, bestimmt auch die gesuchte Membran besäße.Frohen Mutes nutzten wir die Zeit und gingen in ein benachbartes Restaurant, wo wir später von dem 10jährigen abgeholt wurden. Membranen hatte der Meister jedoch keine mehr und er konnte auf die Schnelle auch keine besorgen. Er versicherte uns jedoch, die Sache ebensogut reparieren zu können.

Coskun gab dazu dem Kleinen etwas Geld und dieser musste dafür Präservative und Klebstoff kaufen. Der Meister saß auf dem Sofa in der Werkstatt und der Junge bekam von ihm Anweisungen, was er tun musste: Pariser entfetten, Membran entfetten und trocknen usw. Schließlich half er jedoch mit beim Zusammenbau des Vergasers. Zunächst schien die ganze Prozedur keinen Erfolg am schlechten Rundlauf des Motors gebracht zu haben, aber als wir zwischendurch zum Tanken anhalten mussten, hatte sich die Membran offenbar gesetzt und das Ding lief wieder super. Der Meister wollte nichts für seine Arbeit und so versprach ich ihm die Fotos, die ich während der Arbeiten gemacht hatte. Der kleine Junge bekam von mir 250.000 TL, über die er sich sehr freute.

Abends bin ich zusammen mit Holger auf seinem Motorrad nach Side zum Essen gefahren. Wegen Stromausfall war alles sehr dunkel dort. Wir fanden ein Restaurant, welches noch Strom hatte. Dort wurde gerade ausgelassen eine Hochzeit gefeiert. Kurz nach Mitternacht tauchte Coskun endlich auf, mit dem wir noch zusammen ein Bier tranken, bevor wir zurück fuhren nach Manavgat. Am Busbahnhof bekam er noch etwas zu essen bevor wir zu Bett gingen.

Am nächsten Tag wollte Holger uns verlassen. Vorher ließ er jedoch noch Maß nehmen für eine Lederjacke, die er bei Coskun in Auftrag gab. Bei unserem Treffen in Izmir sollte ich sie ihm mitbringen. Nach der Abfahrt Holgers verrannen die letzten Tage in Manavgat wie Sand und unterschieden sich kaum voneinander. Ich hielt mich häufig am Strand auf oder bei Coskun im Geschäftt. Bekannte Coskuns besuchten uns oder wir sie und allabendlich fuhren wir in die Stadt, um gut zu essen. 
Einmal machten wir einen Abstecher zu den Selenka Ruinen, die sich in einem Waldgebiet, nicht weit entfernt von Manavgat befinden. Für normale Fahrzeuge sind sie kaum erreichbar, doch mit der XT war es kein Problem den über Felsen ansteigenden Weg zu erklettern.
Auch dem Cymapinar-Stausee, statteten wir einen Besuch ab. Im dortigen Restaurant saßen wir zum Mittagessen und wunderten uns über die vielen Israelis, die hier unterwegs waren.

Irgendwann war er da, der erwartete Durchfall. Und nachdem ich ihn einige Tage ertragen hatte, ohne dass sich eine Besserung einstellte, versuchte Coskuns Tipp dagegen: 
In eine Tasse mit starkem Kaffeesatz gibt man eine Zitrone. Schnell muss man dann die Tasse austrinken! Ekelhaft hat es geschmeckt und gewirkt hat es überhaupt nicht! Besser war dagegen der andere Tipp: Man nehme ein Glas Cola mit Aspirin – und bald war der Durchfall hierdurch tatsächlich überstanden.

Der Urlaub neigte sich allmählich dem Ende zu. Nach der herzlichen Verabschiedung von meinem alten Freund fuhr ich am frühen Vormittag vom Hotel aus los und machte den ersten Stopp zum Frühstück an einem Restaurant kurz vor Antalya. Nach der Stärkung konnte es losgehen zum Ziel Izmir, das noch knapp 600 km entfernt war. Es herrschte reger Verkehr auf der Küstenstraße. In Antalya wurde ich Zeuge, wie eine Hundertschaft von Polizisten einer Menschenmenge prügelnd hinterher rannte. Ich hatte keine Ahnung gegen was sie demonstriert hatten und war froh heil daran vorbei gekommen zu sein. 

Die Straße war in einem guten Zustand und führte teilweise über gebirgige Abschnitte. Es war sehr heiß heute. Selcuk erlebte ich als eine Stadt der Anwerber auf Fahrrädern und Rollern. Vor Aydin genoss ich die tolle Gebirgskulisse bevor bei Aphprodisiakeas wieder einmal antike Ruinen die Aufmerksamkeit auf sich zogen.

Im Hafen von Izmir besorgte ich am nächsten Morgen das Rückfahrtticket für 440 DM, in dem drei Mahlzeiten pro Tag inbegriffen waren. Ich konnte gemischt bezahlen, so dass ich den größten Teil des überschüssigen türkischen Geldes umsetzen konnte. Das restliche Geld ging anschließend drauf für ein ausgiebiges Frühstück an der Uferpromenade sowie für den anschließenden Einkauf von Lebensmitteln für die Reise und fürs Schuheputzen.

Als ich zum Hafen zurück kam, stand Holgers Maschine neben meiner. Bald danach tauchte er dann auf und ich konnte ihm seine neue Lederjacke überreichen. Bei der Passkontrolle vor dem Schiff hatten wir ein wenig Spaß mit der Zöllnerin. Wegen seiner fehlenden Brille erkannte sie Holger angeblich nicht. Er setzte dann seine schmale, coole Sonnenbrille auf und fragte, ob es denn so besser sei. Ich musste darüber ziemlich lachen und die Dame hinter dem Tresen wollte mir meinen Ausweis erst zurück geben, wenn ich ihr sagte worüber. 
Als wir aus dem Polizeibüro zurück kamen zu den Motorrädern, war Holgers Hinterradreifen platt. Zum Glück hatte er Pannenspray dabei. Der Reifen füllte sich und schien die Luft zu halten. Wir waren gespannt, wie sie nach unserer Ankunft in Venedig zweieinhalb Tage später aussehen würden.

Auf dem Schiff verbrachten wir einen lustigen Abend, vorwiegend durch Holgers Erzählungen. Es folgte ein langer Tag mit in der Sonne liegen und Bier trinken, der nur von den Mahlzeiten gestört wurde. Wir hatten viel Spaß, obwohl nicht viel los war an Bord.
Die Fähre war am Freitag gegen 13 Uhr schließlich in Venedig vor Anker. Wir mussten uns nur noch die Pässe zurück geben lassen, doch als wir ins Restaurant zur Ausgabe kamen, war das erwartete Ausrufen der Besitzer bereits vorbei und es lagen nur noch zwei rotbraune Reisepässe auf einem Tisch für jeden wegnehmbar herum. Also nahmen wir sie. Es waren tatsächlich unsere. 
Nach einer Polizeikontrolle unter Deck durften wir endlich mit unseren Fahrzeugen aus der Fähre heraus rollen. Helme auf, weiterfahren. Noch eine Polizeikontrolle. Helme wieder ab. Wieder alles ok. Ein Stück weiter hielten wir an, um uns für die Rückfahrt die Helme wieder aufzusetzen. Hätten wir uns aber schenken können, denn es erwartete uns 300 m später eine Lagerhalle, in die jedes Fahrzeug hinein geschleust wurde zwecks Durchsuchung mit Hunden nach Rauschgift. Vor uns ca. 50 PKW, hinter uns etwa noch 20. 

Gegen halb fünf war die ganze Prozedur endlich zu Ende und es konnte endlich los gehen in Richtung Heimat. Aber nur 150 km!. Dann brauchte Holger zunächst Geld aus dem Geld-Automaten zum Tanken des guten und teuren Italien-Sprits. Hätte er doch vorher in der Türkei schon machen können! Sein Motorrad wollte jedoch an der Bank nach der Ziehung der 50.000 Lira nicht mehr anspringen, derweil ich an der Automaten-Tankstelle auf ihn wartete. Irgendwann war es ihm doch gelungen, die KLR zum Starten zu bewegen und er erschien mit einstündiger Verspätung. Nun passierte das nächste Missgeschick: Er hatte die Zapfpistole bereits in den Tank gesteckt und danach erst den Geldschein in den Automaten eingelegt. So bekam er für etwa 50 DM nur 0,3 l Benzin und kein Geld zurück. Es folgte eine Wiederholung des Geldzapfvorgangs, diesmal jedoch in einer angemessenen Zeit. Die Tankstelle wurde anschließend jedoch gemieden. Doch alle folgenden Tankstellen waren auch nur mit Automaten besetzt. Und für den einzigen Schein, den Holger hatte, gab es ca. 25 l zuviel Benzin. Die durfte ich in meinen Tank fließen lassen. Nach diesem Intermezzo gings dann aber endlich weiter. 

Bis zum Reschenpass hatten wir gutes Wetter, danach wurde es dunkel und winterlich mit Neben und Regen. Aarlberg- und Hochtannpass zeigten sich wirklich hart bei diesen Sichtverhältnissen. Vor Bregenz verlor ich Holgers Spur auf der Autobahn. Ich hatte ihn vorfahren lassen in Richtung Deutschland, dessen Grenze kurz vor uns lag. Ohne Vorankündigung bog er plötzlich rechts ab nach Bregenz. Ich hupte noch, konnte jedoch nicht mehr mit abbiegen, weil ich zu schnell war – und dann war er weg und ist nach längerem Warten auch nicht mehr aufgetaucht.

In Lindau rief ich dann an einer Tankstelle Petra an, um mich anzumelden. Es war bereits 1 Uhr nachts. Eine gute Stunde später war ich dann bei ihr. Endlich! Schlotternd, mit Hochwasser in den Schuhen und die Nase voll vom Motorradfahren – zumindest für diesen Tag!

Der Urlaub war vorüber......
 

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