Gästebuch |  Kontakt |  Impressum+Datenschutz |  Sitemap |  Log in 
Abfahrt-Wissel.de
Sonntag, 13. Juni 2021 -- 7 Besucher online

 
  • Home
  • Motorrad
  • Tipps&Tricks
  • Reisen
  • Kurztripps
  • Interaktives
  •  

    Reisen

    ein Zufallsbild - Klicke für mehr!:

    Unser Adventskalender 2020

    Einige Blitzlichter aus unserem Corona-Jahr

    Sommerurlaub in Corona-Zeiten

    im Juli 2020 unterwegs im bayrischen Grenzgebiet zu Österreich und Tschechien

    Motorradreise in die Provence

    Mit dem Motorrad über die höchsten Alpenpässe zur französischen Mittelmeerküste (Sept. 2019)

    Gipfelerlebnisse

    Mit dem Motorrad in eine Bilderbuchlandschaft aus Felsgipfeln und Badeseen, Flussufern und Aussichtshöhen (29.06.-11.07.2019)

    Die Umrundung der Adria

    Bericht über unsere Motorrad-Reise vom 25.08. bis 15.09.2018

    Winterflucht nach La Palma

    Bericht über unsere Motorrad-Exkursionen im Januar 2018 über die grüne Vulkaninsel

    Herbst-Odyssee auf zwei Rädern

    10 Länder - 49 Tage / 7 Wochen - vom 27.08. bis 14.10.2017 - Gesamtstrecke: ca. 11.300 km

    Berge, Sonne, Meer und Inseln - Fortsetzung

    Bericht über eine 2wöchige Motorradreise im September 2016 nach Kroatien

    Berge, Sonne, Meer und Inseln

    Bericht über eine 3wöchige Motorradreise im September 2015 nach Kroatien

    Reise durch God´s Own Country

    Bericht über eine dreiwöchige Motorradreise auf Royal Enfields durch Indiens grünsten Bundesstaat Kerala bis hinunter zum Cap, Zeitraum: März 2014

    Der Sonne entgegen!

    Bericht über eine dreiwöchige Motorradreise auf Nebenstraßen durch einige der schönsten Landstriche Frankreichs bis hinunter zur Costa Brava in Spanien, Zeitraum: Sept./Okt. 2013

    Zurück auf Gottes kleinsten Kontinent

    eine Motorradreise nach Sardinien

    Unterwegs zwischen Alpen, Drau und Adria

    ...Wir erlebten in diesen drei Wochen nicht nur viele stimmungsvolle historische Orte und Landschaften, sondern auch eine große Gastfreundschaft der Bewohner - und Sonne, Sonne, Sonne...

    Sizilien 2009

    Die größte Insel im Mittelmeer hat für einen abwechslungsreichen Urlaub mit dem Motorrad viel zu bieten...

    Rollklotzrallye 2009

    Eine Hüttentour durchs winterliche Skandinavien

    Kurs Südost

    Eine einwöchige Motorradreise bis ins herbstliche Kroatien

    Ins Land der Nuragher

    Eine Motorradreise im Mai 2008 auf Gottes kleinsten Kontinent - nach Sardinien

    Steine, Strände, weiße Küsten;

    Die Umrundung des Ärmelkanals auf dem Motorrad

    Abgründe - Korsika ´07

    Fast eine Woche brauchten wir für die Anreise nach Korsika durch die Ardennen und über die Alpen.

    Die Erforschung der Goldküste

    Bericht über unsere 3wöchige (26.06 - 14.07.2006) Reise mit dem Bus durch den Süden Ghana´s

    Krystall-Rally 2006

    Die diesjährige Krystall-Rally sollte in Norwegen bereits zum 35. mal stattfinden.

    ab in die Karpaten '05

    Eine Rundreise mit dem Motorrad bis in die rumänischen Karpaten

    Im Land der Harleys

    6000 km auf dem Motorrad durch den Südwesten der USA (2004)

    Ostsee-Umrundung

    Bericht über eine Motorrad-Reise im Juni/Juli 2003, die uns gegen den Uhrzeigersinn rund um die Ostsee führte.

    November in der Türkei

    Bilder von einem Kurzbesuch im November 2002, wobei auch einige Fahrten mit den Motorrädern Coskuns gemacht wurden.

    Vive la France - Cevennen ´02

    Bilder aus Elsass, Cevennen und Ardennen

    Motorrad-Rundreise durch Spanien

    Bericht über eine 4wöchige Motorrad-Rundreise im Frühjahr '01 entlang der Mittelmeerküste bis hinunter nach Andalusien - Pannen inklusive...

    Zur Hochzeit in die Türkei

    Im Jahr 2000 waren wir zur Hochzeit von Coskun und Aleyna in der Türkei eingeladen. Bericht einer Motorradtour

    Sri Lanka 99

    mit Enduros unterwegs durch Sri-Lanka bis zum Worlds End ...

    Loire-Schlösser '99

    Herbsttour zu den Schlössern der Loire. Doch nicht alles kam so wie geplant...

    Toskana '99

    Bericht und Bilder einer 2wöchigen Frühjahrstour bis in die malerische Toskana

    Rumänien '98

    Bericht und Bilder der 1. Schnuppertour hinein in die Karpaten

    Auf Ölspuren durch die Alpen

    Bericht über eine 2wöchige ca. 5000 km lange Motorradtour durch die Alpen

    West-Indien '98

    Niemals war man allein unterwegs auf den kleinen Straßen durch den Dschungel.

    Zum Frühjahr in die Toskana

    Bericht über eine 2wöchige Motorradtour bis in die Abruzzen

    Süd-Türkei ´96

    ... Mit einer Fähre ging es ab hier hinüber nach Griechenland und anschließend hinein in die Türkei, wo ich meinem Freund Coskun einen Besuch abstatten wollte.

    Wüste Erlebnisse in Nordafrika

    Zu viert sind wir von Februar bis April 1992 mit zwei Motorrädern und einem alten VW-Bus durch Marokko und Algerien bis hinunter ins Hoggar-Gebirge unterwegs

    Türkei ´91

    Zum drittenmal sollte es per Motorrad in die Türkei gehen.

    Süd-Norwegen ´90

    durch die Telemark vorbei an Schleusen, Fjorden und Kanälen

    Island ´89

    Auf zwei Motorrädern vier Wochen im Land der Gletscher und Geysire unterwegs

    Portugal ´89

    Bilder von den Osterferien in Portugal

    Jahreswechsel ´88 in Schweden

    Mit Freunden und einem ETZ 250-Gespann in einem Ferienhaus in Süd-Schweden

    Auf ein Wiedersehen in der Türkei

    ... oder, wie wir ein Motorrad aus den Fängen des türkischen Zolls befreiten und wieder zurück mit nach Deutschland nahmen - eine Reise im Mai-Juni 1988

    Türkei ´87

    Alleine losgefahren und nach der Rückkehr um viele Freunde reicher

    England '85

    Stationen einer 2wöchigen Motorradtour durch England und Wales bis hinauf nach Schottland

    der irischen Küste entlang

    Bilder einer Motorradtour, die uns im Uhrzeigersinn über die Insel führte. Zu zweit auf einer XS 400

    Wo die Nacht zum Tage wird: eine Fahrt zum Nordkap

    Erinnerungen an eine 3wöchige Motorradreise im Juli 1980 mit Jürgen hinauf zum Nordkap

     

    Nordafrika 92

    Zu viert sind wir von Februar bis April 1992 mit zwei Motorrädern und einem alten VW-Bus durch Marokko und Algerien bis hinunter ins Hoggar-Gebirge unterwegs gewesen.

    Karte: unsere Route

    An einem Donnerstag sollte die Reise starten. Ich hatte für diesen Tag Überstundenausgleich genommen, um in aller Ruhe die letzten Vorbereitungen für die Reise erledigen zu können. Danach sollte sie nach  einem Zwischenstopp bei Alex und Petra in Heimertingen beginnen.

    Da ich sehr gespannt auf die bevorstehenden Wochen war, hielt ich es nicht länger als bis zehn Uhr im Bett aus. Nach einem knappen Frühstück machte ich mich daran, die XT aufzupacken. Die Kette wurde auch noch ein vorerst letztesmal geschmiert. Bis ich dann schließlich abfahrtbereit war, war es tatsächlich halb eins. Es war ein kalter aber trockener Tag und ich beschloß daher den Thermoboy ohne die Regenkombi  anzuziehen. Von meinem damaligen Wohnort Weinheim bis Großsachsen war es nicht weit. Hier befielen mich erste Zweifel , ob ich auch wirklich alle erforderlichen Papiere dabei hatte. Im Kopf ging ich noch einmal alles durch und mußte erschreckt feststellen, dass ich nicht mehr wußte, ob ich das Schiffsticket eingepackt hatte oder nicht. Also Fahrtunterbrechung, Koffer durchwühlen und ein erleichtertes Aufatmen, als der Fahrschein schließlich gefunden wurde.

    In Ziegelhausen wegen Geldabhebens angekommen, wollte der Geldautomat nur 1000 DM rausrücken. Jetzt im nachhinein wäre ich hiermit locker durch den gesamten 6wöchigen Urlaub gekommen, doch ich wollte vorsichtshalber 2500 DM mitnehmen. Also schlug ich bis zur Öffnung um 14 Uhr die Zeit tot mit Einkaufen. Die haben mich nicht schlecht angeguckt, wie ich da mit meinem Bärenkostüm vor dem Schalter stand. Danach ging's dann endlich weiter über Sinsheim auf die BAB bis Weinsberg. Etwa ab hier lag noch Schnee. Ich fuhr dann über Löwenstein, Mainhardt, Gaildorf über sehr schöne Straßen, häufig mit Kehren, in denen es manchmal ein wenig glatt war. Von Schwäbisch Gmünd, Heubach, Heidenheim ging's dann wieder auf die BAB 7 bis Marktoberdorf. Gegen halb 7 nach ca. 350 km kam ich bei Petra an, wo wir den Abend mit Spaghetti und Fernsehen beschlossen.

    Freitagabend kamen dann Alex und noch einige andere Freunde von ihm und wir spielten nach dem Abendessen noch bis halb drei Uhr morgens. Es fing gerade an leicht zu schneien als ich bei meinen Freunden aufbrach. Ab der Schweizer Grenze hörte es dann glücklicherweise auf und nach Kauf einer Vignette ging es dann schnell weiter. Trotz der Handprotektoren war es jedoch irgendwann so kalt, dass ich in ein Restaurant gehen wollte zum Kaffeetrinken. Aber es hatte ausgerechnet von vier bis sechs Uhr geschlossen. Also bin ich die 130 km bis zum San Bernardino schnell weitergefahren in der Hoffnung, dass es ab dort wärmer sein würde. Dabei habe ich mir leichte Erfrierungserscheinungen an den Fingerkuppen geholt, d.h. bis fast zum Urlaubsende hatte ich darin kein Gefühl. Während der Fahrt habe ich sie zwar immer bewegt, aber eine Griffheizung hätte mir besser getan. Daraus sollte ich für die Folgejahre lernen!

    Gegen halb sieben war ich dann am verabredeten Treffpunkt, der Tankstelle in Bellinzona/Italien angekommen. Vereinbart war neun Uhr und so bin ich in meinem Bärenkostüm in das Restaurant gegangen, wo ich nach einem kleinen Frühstück sehr mit dem Schlaf zu kämpfen hatte. Ich hatte dabei ein bisschen Schiss vor dem Verschwinden der XT unten auf dem Parkplatz, so dass ich immer ein Auge offengehalten habe.

    Kurz vor neun erschien dann zuerst Reini auf seiner TT und bald darauf auch Stefan und Achim, die uns in ihrem VW-Bus in den folgenden Wochen begleiteten sollten. Es folgte ein kurzes zweites Frühstück, anschließend wurde getankt und bis zum Eintreffen in Genua legten wir nur noch einen längeren Zwischenstopp ein. Auf den letzten Kilometern bis Genua war die Temperatur erträglicher geworden und wir fuhren wir auf einer schnellen Straße mit oft zweispurigen Serpentinen durch eine tolle Gegend.

    Warten auf die Fähre am Hafen von Genua

    Bild: Warten auf die Fähre am Hafen von Genua

    Im Hafen hieß es dann zunächst Warten. Autokolonnen mit Unmengen und Un-Höhen von Gepäck auf dem Dach konnte man hier bestaunen. Meine 3 Mitfahrer haben sich an die Schalter gestellt während ich auf die Fahrzeuge aufgepaßt und zeitweise den versäumten Schlaf der vergangenen Nacht nachgeholt habe. Gegen halb neun lagen wir vier dann bereits auf dem Schiff in einer Vierer-Kabine im Bett. Ab Mittag des folgenden Sonntags wurden dann die erforderlichen Zollpapiere vorkontrolliert. Dabei wurde festgestellt, dass ich keine amtlich bestätigte Vollmacht für mein Motorrad, das auf Martina zugelassen war, dabei hatte: "Procuration n'est pas legalisé!!"

    Sechs Wochen wollten wir Nordafrika erkunden. Spröde und abweisend war es jedoch zuerst, so als wollte es mich nicht haben. Es hatte wie erwartet mit Ärger an der Grenze zu Tunesien begonnen. Der Zöllner mochte mich partout nicht ins Land lassen. "Le cachet, le cachet" rief er und fuchtelte mit den Papieren herum. " Wo ist der Stempel?" Das Problem: Die XT war auf Martina zugelassen. Ich besaß zwar eine Vollmacht, die hier jedoch offenbar nicht genügte. Nach Hinterlassung von etwas Bakschisch bekam ich dann schließlich einen Stempel, der nur Transit nach Algerien bis zum 24.2.92 erlaubte.

    Wir steuerten zuerst den Campingplatz in Nabeul an, den Achim noch von seiner ersten Reise her gut in Erinnerung hatte. An der ersten Tankstelle im Ort erkundigten wir uns danach. Man wußte hier leider nur wenig und auch ein zweiter Befragter ließ keine Hoffnung aufkommen. Als wir die Hauptstraße erreicht hatten, setzte Achim's Erinnerung wieder ein. Gegen Ortsende war´s, in Richtung Hotel Jasmin und dort links ab. Gegen halb zehn hatten wir es geschafft und konnten anschließend im angegliederten Restaurant noch Essen gehen.

    Am darauffolgenden Montag lernten wir ein Schweizer Ehepaar auf dem Platz kennen, das zum wiederholten Male in Algerien unterwegs war. Sie schenkten uns eine selbst erstellte sehr gute Landkarte mit vielen Detailangaben nachdem wir ihnen unsere Reiseplanung erzählt hatten. Sie gaben uns den Tip, die alte Franzosenpiste (Quargla - El Golea), die auch auf der Karte beschrieben wurde, zu benutzen. Der Einstieg zur Piste solle in der Ortsmitte Quargla hinter einer Müllkippe sein.

    Noch vormittags fuhr ich mit Reini die 75 km nach Tunis. Wir wollten zur Deutschen Botschaft, die wir kurz vor Ende der Öffnungszeit um zwölf Uhr erreichten. Eine Beglaubigung für meine Fahrzeugpapiere wollten sie mir jedoch nicht ausstellen, sondern verwiesen mich an den ADAC von Tunis, dessen Büro um halb drei öffnete. Dort angekommen wollten natürlich alle gern helfen, waren aber nicht befugt. Wir fuhren zur Post, wo ich den  ADAC Deutschland anrufen wollte. Es meldete sich jedoch niemand. Wir fuhren noch einmal zur Deutschen Botschaft, wo ich erneut den Sachverhalt schilderte. Aber "man würde ja gerne helfen, aber das Land und überhaupt die Leute usw..."

    Wieder im Hafen von Tunis suchte ich erneut das Zollamt auf. Nach einer halben Stunde erhielt ich dort wenigstens eine Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis für Tunesien bis Ende April . Am nächsten Tag verließen wir dann Nabeul.

    unser Übernachtungsplatz

    Bild: unser Platz zur Übernachtung

    Nach Geldwechsel in Kairouan fuhren wir in Richtung Gafsa. Ab hier wurde die Landschaft bergiger. Olivenhaine säumten den Weg. 77,5 km vor Gafsa fuhren wir rechts ab in einen Feldweg, der durch Olivenhaine führte, die von Kakteenhecken abgegrenzt wurden. Hier wollten wir uns an diesem Abend niederlassen. Zwei  Jungs kamen bald vorbei und fragten, ob wir Wasser bräuchten. Etwas später kam auch noch der Bauer mit seinem Auto vorbei, der auf unser Befragen gegen unsere Übernachtung in freiem Gelände nichts einzuwenden hatte. Wir verbrachten eine sehr kalte Nacht unter absolut klarem Sternenhimmel. Am darauffolgenden Mittwoch verlief der Weg von Metlaoui-Moulares nach Redeyef. Vor der Grenze zu Algerien trafen wir die 4 bayrischen Motorradfahrer wieder, die wir schon auf der Fähre gesehen hatten. Sie wollten sich hier eine Ruinenstadt im Grenzgebiet anschauen. Am Grenz-Polizei-Posten sind sie weitergefahren, wir haben jedoch den Fehler gemacht, uns dort austragen zu lassen und hatten somit nicht mehr die Gelegenheit uns die Ruinenstadt anzuschauen. Denn danach mussten wir hinter der Polizeistation rechts abbiegen hin zur Grenze. Kurz hinter dem Abzweig folgte zunächst die tunesiche Zollstation, wo Achim ausführlichere Untersuchungen vermeiden konnte, indem er den Inspektoren einige Dosen Bier schenkte.

    Direkt hinter dem Zoll ging´s dann rechts ab durch ein trockenes Flußbett, in dem Reini seinen ersten Sturz in Afrika erlebte, aber zum Glück ist nichts kaputt gegangen. Die algerische Grenzpolizei lag hinter einem Berg jenseits des Flussbettes. Nach Erledigung der erforderlichen Grenzformalitäten (zum 3.mal an diesem Tag das ewig gleich aufgebaute Formular aus dickem Papier in DIN A 5 oder kleiner) füllten wir unsere Wasservorräte auf und waren nach Passieren des Schlagbaums auf algerischem Gebiet. Die Piste führte zum ca. 8 km entfernten Zoll, bestehend aus 2 Hütten, in denen wir abgefertigt wurden. In der ersten Hütte wurden die Personalangelegenheiten abgewickelt , in der zweiten mussten  Fahrzeuge und Wertgegenstände deklariert und eine Devisenerklärung ausgefüllt werden. Das Ganze Procedere mit Geld vorzählen und Versuchen, die Gültigkeit meiner Procuration zu erklären, dauerte mehr als drei Stunden und so war es nach der Kontrolle des Busses bereits dunkel. Am Zoll traf noch ein vollbepackter Radfahrer aus Korea ein, der ohne größere Probleme sehr schnell abgefertigt wurde. Wir übernachteten auf einem Steinhügel abseits der Hauptstraße bei einem wieder sehr klaren Himmel und niedrigen Temperaturen.

    abseits der Hauptstraße

    Bild: Frühstückskaffee abseits der Hauptstraße

    Gegen halb acht waren wir bereits alle wieder aufgestanden. Da es sehr windig war, konnten wir unseren Drachen steigen lassen, der schnell zwei kleine Jungs anlockte, die uns warmes Brot mitgebrachten hatten. Wir bedankten uns mit Bonbons und Kugelschreibern. Bald danach kam wahrscheinlich deren Vater und brachte vier Eier mit. Die angebotene Jeans befand er zu klein, er ließ sie über einen der Kleinen zurückgeben, und so bekam er dafür ein T-Shirt von mir. Wir waren bald danach wieder unterwegs und kamen durch ein Phosphat-Bergbau-Gebiet. Da heute Feiertag war, waren Banken geschlossen. Durch steppenartige Wüste fuhren wir in Richtung El Qued.

    Gegen halb vier trafen wir auf die RN1, von der wir nach 7 km links abbogen in einen Palmenhain. "In dieser Gegend wird nicht das Wasser zur Palme, sondern die Palme zum Wasser gebracht. Große, künstlich angelegte Hohlformen erschließen den unterirdischen Wasserstrom. Sie weisen im Grundriß stromlinienförmig mit ihrer Längsachse in die Richtung des vorherrschenden Ostwindes. Zäune aus Palmwedeln verhindern, dass sich die gewaltigen Sandfrachten der Stürme im Inneren dieser Anbauschüsseln ablagern. Nicht zuletzt deshalb ist die Größe dieser fruchtbaren Inseln begrenzt. Sie zu bauen, erforderte die Arbeit von Generationen, sie zu erhalten, allein mit Hilfe von Eseln, unendliche Gedult, zumal der Grundwasserstrom sinkt und die Schüsseln deshalb immer tiefer gegraben werden müssen. Aber die Datteln, die in den Trichtern reifen, sind von höchster Qualität." Hier tankten wir Wasser und konnten per Kanister auch warm duschen.

    unterwegs zur Oase El-Qued

     Bild: unterwegs zur Oase El-Qued

    Auf der Weiterfahrt zur Oase El-Qued, der Stadt der tausend Kuppeln, zeigte sich uns die Wüste von der schönsten Seite. Le sable - der Sand - war von jetzt an unser hartnäckiger, ständiger Begleiter. Es gab keine Stelle an uns, in uns, um uns, die er nicht besetzt hielt, jede Intimsphäre mißachtend. Auch beim Essen meldete er sich knirschend zwischen den Zähnen. Seine Allgegenwart machte die unzähligen Warnschilder "Attention! Sable" an den Straßen eigentlich überflüssig. Was wohl auch der Wind fand, hatte er doch viele Schilder einfach zugeweht.

    Noch vor dem Aufstehen am nächsten Morgen sitzen zwei Jungs neben meinem Zelt, sich mit einem kleinen Feuer wärmend. Einer von ihnen hatte eine dicke Blase am Hinterkopf hinter dem Ohr. Auch sie wollten Kulis. Nachdem sie lange bei uns gewesen waren, sind sie plötzlich ganz schnell weg gewesen. Reini's Sonnenbrille auch. Mit Achim fuhr ich dann in Richtung El Qued, um Geld zu tauschen. Da jedoch islamischer Sonntag war, kehrten wir erfolglos zurück und verbrachten den Tag mit Fahrzeugpflege.

    Entfettung der Kette

    Bild: Die Kette musste entfettet werden.

    Schwarzkäfer

    Bild: Schwarzkäfer

    Ein besonders auffallendes Wüsteninsekt ist der Schwarzkäfer. Er ist dämmerungsaktiv. Bei der Futtersuche in den Morgen- und Abendstunden sieht man die Käfer oft zu Hunderten ihre Panzerkettenspuren im sandigen Gelände ziehen. Auch ihnen hilft die schwarze Farbe beim raschen Aufwärmen in der Morgenkühle. Da sie jedoch ihre Farbe nicht wechseln können, müssen sie sich an heißen Tagen schon vormittags wieder in den Sand einbuddeln. Am späten Nachmittag erscheinen sie erneut zur Futtersuche, vergraben sich aber rechtzeitig, ehe die Kälte der Nacht sie erstarren läßt. Nachmittags erschien noch ein Ziegenhirte, der Datteln und Ziegenmilch brachte. Wir boten ihm dafür unsere Schokoplätzchen und Tee mit Zucker an, was ihm offensichtlich nicht so gut schmeckte.

    Nach dem Frühstück am Samstag fuhren wir zunächst zum Wassertanken im Palmenhain einige km zurück.

    El Qued

    Bild: El Qued

    Danach  gelangten wir bald nach El Qued, wo wir den Typen mit dem alten Ford Granada Kombi wiedertrafen, den wir vorher schon auf der Fähre gesehen hatten. Während Stefan und Achim loszogen um Geld zu wechseln, warteten Reini und ich vor einem Krämerladen. Drei Motorräder aus Deutschland standen davor. Ihre Fahrer befanden sich auf dem Heimweg und konnten uns noch einige wertvolle Hinweise über den Straßenzustand verschiedener Pisten geben.

    Nachdem wir feststellen mussten, dass die Banken immer noch geschlossen waren, fuhren wir weiter durch eine Bilderbuchwüste nach Touggourt. Der Ort liegt in einer großen Datteloase und ist Verwaltungszentrum mit ca. 35000 Ew., Endpunkt einer Eisenbahnlinie aus dem Norden und wichtiger Umschlagplatz für Güter aller Art, die von hier ab auf Lkw weiter in die Sahara transportiert werden. Am Ortsrand  fanden wir bald Hotel und Campingplatz. Den Abend verbrachten wir alle im Foyer des Hotels bei laufendem TV und Doppelkopf.

    Am Sonntagmorgen ließen wir Stefan im Hotel als Pfand zurück und fuhren zu dritt mit dem Bus in die Stadt zum Geldwechsel. Vor dem Schalter sprach uns ein Einheimischer an, ob wir auch eine gültige Versicherung der Fahrzeuge hätten. Anschließend lud er uns zu Kaffee und Tee ein. Er war an vielen Dingen, die wir im Bus mitführten sehr interessiert, wollte um alles handeln  und wir wurden ihn schließlich erst nach Abgabe einer meiner Jeans als Dank für seine Bemühungen los. Heiß begehrt sind auch Batterien, Kassetten, Kugelschreiber ("Donne moi un stylo!"), kleine Schreibblocks, aber auch Hemden, Schuhe, Hosen, Konserven, Zucker oder Süßstoff für den Tee.

    Wir fuhren nach Ouargla, eine der größten Datteloasen am nördlichen algerischen Sahara-Rand mit etwa 40000 Ew.


    Seite 1 / 6

     

     

     

    Länder- und Reise-Infos

     Einreisebestimmungen /
    Reisewarnungen

     Buch-dein-Visum.de
         Visa-Komplettservice
         für EU-Bürger und
         Deutschland

     Schätze der Welt

    Oanda-Wechselkurse

    Benzinpreise in Europa

    Urlaub, aber sicher!
    Gefahren auf Reisen und wie Sie sich dagegen schützen können

     

     

    Navigation Outdoor

     zum Download Garmin BaseCamp (kostenlos)

     BaseCamp Handbuch V4

     GPSMAP 62 und 64 Handbuch

     Ratgeber-Navigationsgeräte Garmin, TomTom und Co.

     Video: Routenplanung mit Garmin BaseCamp - Teil 1

     Video: Routenplanung mit Garmin BaseCamp - Teil 2

     Was sind Open Street Maps?

     Open Street Maps zum Download für Garmin

     Video: Unterschied Route/Track

     Kurz-Anleitung unter www.zeebulon.de

     

     

    Sprachkurse

    Leicht und schnell online Spanisch lernen

    Italienisch lernen will gelernt sein

    Französisch lernen - Einfach sprechen!

     

    Fähren

    Über nahezu jede euro-päische Fährverbindung informieren

     www.ocean24.de
    und
     www.ferriesonline.com

     

    Camping/Outdoor

    Der Feuerbohrer-Kurs
    Meistere die ursprüngliche Art ein Feuer zu entzünden

     Campingführer

     Survival Training und Ausrüstung

      Klettern
    Hier gibt´s alles, was ihr zum Klettern braucht.

      Wandern

    Camping-and-Outdoor

     

    Sonstiges

     Routenplaner online

     Pässe-Info

     Urlaubcheckliste

     Reiserecht

     DB-Reiseauskunft

     Autotransporte

     Weltzeit-Uhr

     Bergwandern

     Reiseberichte

     Apothekendienst

     Reisemedizin

     

    Reisekosten

    Du planst in nächster Zeit einen Roadtrip und möchtest dich auf deine Reise optimal vorbereiten.

     Hiermit
    verlierst du nicht den Überblick.

     Schutz vor Taschendieben

     Urlaub zum Nulltarif
    Wer billiger oder gratis Urlaub macht, kann öfter Urlaub machen!

     

    Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz