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Ein Blick in mein Reise-TagebuchWie schnell verblassen doch im Alltag Ereignisse und Erinnerungen. Im digitalen Zeitalter, in dem vieles mit einem Klick erledigt ist, gerä¤t einiges auch schnell wieder in Vergessenheit. Aus diesem Grund habe ich mir dieses kleine Reisetagebuch gebastelt, in dem ich die schönsten Erinnerungen an Reisen, manchmal aber auch nur an besondere Erlebnisse festhalten kann. Schnell ist das Smartphone gezückt und 'zack'! ist der Moment auf dem Handy gespeichert. Als Whatsapp-Nachricht mit Gruß an die Liebsten wäre er jedoch alsbald wieder aus dem Sinn und in den Tiefen der Handy-Bildergalerie verschwunden. Hier kann ich die Highlights des Tages in Wort und Bild hinterlegen. Sicherlich könnte man so manches Bild noch nachbearbeiten und vielleicht auch noch umfangreicher beschreiben. Doch das kann ich später ja immer noch machen, wenn ich wieder vor dem Laptop sitze. Jetzt heißt es erst einmal, viel Spaß beim Durchblättern! Eintrag 633 vom 02.07.2026Durch den Westharz – Kurven, Talsperren und ein gelungener Abschiedsabend
Bild: Pause an der Sösetalsperre
Karte: Die heutige Tourplanung Heute stand bereits der letzte große Tourtag unserer Harzwoche auf dem Programm. Noch einmal sollten rund 280 Kilometer über die schönsten Landstraßen des Westharzes führen. Wie an allen Tagen erwarteten uns kleine, kurvenreiche Straßen, idyllische Dörfer und jede Menge herrlicher Ausblicke auf die abwechslungsreiche Harzlandschaft. Schon kurz nach dem Start in Wernigerode zeigte sich der Harz noch einmal von seiner schönsten Seite. Die Strecke führte durch dichte Mischwälder, vorbei an saftig grünen Wiesen und kleinen Bächen. Immer wieder wechselten sich offene Landschaften mit schattigen Waldabschnitten ab. Bild: In den kleinen Ortschaften bestimmten liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser, alte Dorfkirchen und gepflegte Gärten das Ortsbild. Bild: eine schöne Dorfkirche im Harz Genau diese Mischung aus Natur, Geschichte und ruhigen Landstraßen macht den besonderen Reiz des Motorradfahrens im Harz aus. Die erste Pause legten wir in einer kleinen Bäckerei ein. Bei einer Tasse Kaffee und frischen Brötchen wurde gefachsimpelt, gelacht und natürlich auch über die bisherigen Tourtage gesprochen. Solche kleinen Stopps gehören einfach dazu und sorgen dafür, dass nicht nur das Motorrad, sondern auch der Fahrer neue Energie tanken kann. Wenig später erreichten wir das Restaurant Wellenreiter bei Seeburg, direkt am idyllischen Seeburger See gelegen. Das gemütliche Restaurant mit seiner großen Terrasse bietet einen herrlichen Blick auf den See und ist ein echter Geheimtipp für alle, die in der Region unterwegs sind. Natürlich konnte ich an der Kuchentheke nicht vorbeigehen. Das Stück Kuchen, das ich mir ausgesucht hatte, war allerdings alles andere als klein. Ganz im Gegenteil – es war so riesig, dass ich irgendwann kapitulieren musste. Zum Glück fand sich schnell ein freiwilliger Mitesser, sodass am Ende doch nichts übrig blieb. Gemeinsam schmeckt es eben immer besser. Frisch gestärkt ging es anschließend weiter über herrlich geschwungene Landstraßen durch den westlichen Harz. Die Strecke führte durch kleine Dörfer, vorbei an Wiesen, Feldern und immer wieder durch ausgedehnte Waldgebiete. Motorradfahrerherz – was willst du mehr? Am Nachmittag erreichten wir die Sösetalsperre. Sie gehört zu den ältesten Talsperren der Harzwasserwerke und wurde zwischen 1928 und 1931 errichtet. Bei ihrer Fertigstellung war sie sogar der größte Trinkwasserstausee Deutschlands. Bis heute dient sie in erster Linie der Trinkwasserversorgung Norddeutschlands sowie dem Hochwasserschutz. Eingebettet in die bewaldeten Höhenzüge des Harzes wirkt der Stausee besonders ruhig und lädt zu einer kurzen Pause ein. Der Blick über das Wasser und die umliegenden Wälder bildete einen schönen Abschluss unserer letzten gemeinsamen Tagestour.
Bild: Wo ist bloß Walter's Sturmhaube? Am Nachmittag erreichten wir schließlich wieder unser Hotel in Wernigerode. Viel Zeit zum Ausruhen blieb allerdings nicht, denn bereits um 17 Uhr begann die angekündigte Stadtführung. Unser Stadtführer verstand es hervorragend, Geschichte lebendig zu erzählen. Mit viel Humor, interessanten Anekdoten und erstaunlichem Hintergrundwissen brachte er uns die bewegte Vergangenheit Wernigerodes näher.
Bild: auf Stadtführung durch Wernigerode Dabei erfuhren wir nicht nur viel über die historischen Fachwerkhäuser und das beeindruckende Rathaus, sondern auch über die Entwicklung der Stadt und das Leben ihrer Bewohner im Laufe der Jahrhunderte. Eine wirklich gelungene Führung, die den Ort noch einmal mit ganz anderen Augen sehen ließ. Am Abend folgte schließlich die offizielle Abschlussveranstaltung unserer Harzwoche. In gemütlicher Runde ließ unsere Tourleiterin Monika die vergangenen Tage noch einmal Revue passieren. Es wurden viele Erlebnisse und lustige Begebenheiten erzählt, Fotos betrachtet und so manche kuriose Situation sorgte noch einmal für herzhaftes Lachen. Monika fand zum Abschluss für jeden einige persönliche und wertschätzende Worte – ein schöner Moment, der zeigte, wie harmonisch die Gruppe in den vergangenen Tagen zusammengewachsen war.
Bild: Erinnerung an viele Erlebnisse und lustige Begebenheiten Beim gemeinsamen letzten Abendessen wurde noch lange erzählt, gefachsimpelt und gelacht. Eigentlich wollte noch niemand so richtig daran denken, dass unsere gemeinsame Tour bereits am nächsten Morgen zu Ende gehen sollte. Doch damit war der Tag noch nicht ganz vorbei. Für einen letzten gemeinsamen "Absacker" zog es einige von uns noch einmal in die Altstadt von Wernigerode. In einem gemütlichen Lokal ließen wir den Abend in entspannter Atmosphäre ausklingen. Es wurde über vergangene Motorradreisen gesprochen, neue Tourideen wurden geschmiedet und natürlich durfte auch das eine oder andere Erinnerungsfoto nicht fehlen. So endete eine rundum gelungene Harzwoche – mit vielen neuen Eindrücken, unzähligen Kurven, wunderschönen Landschaften und vor allem mit einer tollen Gemeinschaft. Genau solche Reisen sind es, die noch lange in Erinnerung bleiben.
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