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Ein Blick in mein Reise-TagebuchWie schnell verblassen doch im Alltag Ereignisse und Erinnerungen. Im digitalen Zeitalter, in dem vieles mit einem Klick erledigt ist, gerä¤t einiges auch schnell wieder in Vergessenheit. Aus diesem Grund habe ich mir dieses kleine Reisetagebuch gebastelt, in dem ich die schönsten Erinnerungen an Reisen, manchmal aber auch nur an besondere Erlebnisse festhalten kann. Schnell ist das Smartphone gezückt und 'zack'! ist der Moment auf dem Handy gespeichert. Als Whatsapp-Nachricht mit Gruß an die Liebsten wäre er jedoch alsbald wieder aus dem Sinn und in den Tiefen der Handy-Bildergalerie verschwunden. Hier kann ich die Highlights des Tages in Wort und Bild hinterlegen. Sicherlich könnte man so manches Bild noch nachbearbeiten und vielleicht auch noch umfangreicher beschreiben. Doch das kann ich später ja immer noch machen, wenn ich wieder vor dem Laptop sitze. Jetzt heißt es erst einmal, viel Spaß beim Durchblättern! Eintrag 621 vom 21.04.2026Marokko ’26 – Tag 34: Asilah (0 km)
Bild: buntes Asilah
Karte: die voraussichtliche Strecke mit aktuellem Standort:
Bild: ein Früh-stücks-Bild
Es gibt diese seltenen Reise-tage, an denen nichts Spekta-kuläres passiert. Unser heutiger Tag in Asilah war genau so einer. Kein Kilometer auf dem Motorrad, kein Ziel, das es zu erreichen galt. Stattdessen Zeit. Und ein Ort, der sich wunderbar dafür eignet, sie einfach verstreichen zu lassen.
Bild: an der Stadtmauer von Asilah Am Vormittag sind wir noch einmal durch die kleinen Gassen der Medina geschlendert. Asilah wirkt dabei fast wie eine Kulisse: strahlend weiß gekalkte Häuser, deren Wände immer wieder von kräftigen Farben durchbrochen werden – Blau, Türkis, manchmal auch warme Rottöne. Das ist kein Zufall. Die Stadt ist bekannt für ihr jährliches Kunstfestival, das Asilah Arts Festival, bei dem Künstler aus aller Welt die Mauern neu gestalten. Selbst jetzt, außerhalb der Festivalzeit, erzählen die Wandbilder Geschichten – von Tradition, Politik, Fantasie. Man läuft nicht einfach durch Straßen, man bewegt sich durch eine offene Galerie.
Bild: auch hier natür-lich wieder viele Katzen
Auf den Wegen durch die Medina begeg-neten wir dem ganz normalen Leben: Kinder, die zwischen den Häusern spielen, ältere Männer, die auf niedrigen Hockern sitzen und diskutieren, Frauen mit Einkaufstaschen, die zielstrebig durch die engen Gassen gehen. Immer wieder öffnen sich kleine Plätze mit Blick auf den Atlantik. Dort weht ein frischer Wind, der die salzige Luft in die Stadt trägt. Unten schlagen die Wellen gegen die Felsen, während oben die Möwen kreisen. Es ist ein ruhiger, fast gelassener Rhythmus, der diesen Ort bestimmt. Was wir auf den Straßen erleben, ist weniger das Spektakel als vielmehr die Details: eine Katze, die sich in der Sonne räkelt, das Klappern von Geschirr aus einer offenen Küche, der Duft von frisch gebackenem Brot, das irgendwo um die Ecke verkauft wird.
Bild: der Blick von einer der vielen Terrassen unseres Hotels
Nach diesem entspann-ten Spazier-gang ging es zurück zur Unterkunft – und endlich in den Pool. Ein bisschen Abkühlung, ein bisschen Nichtstun. Kaum war ich wieder draußen, zog der Himmel zu, und tatsächlich begann es zu regnen. Ein ungewohntes Bild hier an der Küste, fast schon ein kleiner Bruch mit der Erwartung von Sonne und Hitze. Die Temperaturen blieben heute ohnehin deutlich angenehmer als gestern.
Bild: Wolfgang zieht's in den Pool
Später werden wir uns wieder ein nettes Restaurant suchen, irgendwo zwischen den kleinen Straßen oder vielleicht mit Blick aufs Meer. Und danach? Wahrscheinlich genau das, was wir heute schon gemacht haben: ziellos durch die Gassen laufen, Fotos machen, den Abend einfangen. Gerade im weichen Licht der untergehenden Sonne bekommt Asilah noch einmal eine ganz andere Atmosphäre – die Farben wirken wärmer, die Schatten länger, und alles scheint ein wenig langsamer zu werden. Und während wir so durch die Straßen laufen, wird uns langsam bewusst, dass diese Reise sich ihrem Ende nähert. Morgen ist es nur noch ein kurzer Weg Richtung Tanger Med, zurück an den Ort, an dem alles begonnen hat. Von dort aus geht es bald wieder auf die Fähre nach Genua – zurück nach Europa, zurück in den Alltag. Heute aber zählt nur dieser Moment. Ein ruhiger Tag in Asilah, ohne Strecke, ohne Eile. Und manchmal sind genau das die Tage, die am längsten nachwirken.
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