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Ein Blick in mein Reise-TagebuchWie schnell verblassen doch im Alltag Ereignisse und Erinnerungen. Im digitalen Zeitalter, in dem vieles mit einem Klick erledigt ist, gerä¤t einiges auch schnell wieder in Vergessenheit. Aus diesem Grund habe ich mir dieses kleine Reisetagebuch gebastelt, in dem ich die schönsten Erinnerungen an Reisen, manchmal aber auch nur an besondere Erlebnisse festhalten kann. Schnell ist das Smartphone gezückt und 'zack'! ist der Moment auf dem Handy gespeichert. Als Whatsapp-Nachricht mit Gruß an die Liebsten wäre er jedoch alsbald wieder aus dem Sinn und in den Tiefen der Handy-Bildergalerie verschwunden. Hier kann ich die Highlights des Tages in Wort und Bild hinterlegen. Sicherlich könnte man so manches Bild noch nachbearbeiten und vielleicht auch noch umfangreicher beschreiben. Doch das kann ich später ja immer noch machen, wenn ich wieder vor dem Laptop sitze. Jetzt heißt es erst einmal, viel Spaß beim Durchblättern! Eintrag 598 vom 30.03.2026Marokko ’26 – Tag 11: Ziz-Tal → Merzouga (168 km)
Bild: die Sanddünen bei Merzouga im Abendlicht
Karte: die voraussichtliche Strecke mit aktuellem Standort: Der Tag beginnt mit gemischten Gefühlen. Einerseits die Vorfreude auf die Wüste und die geplante Übernachtung zwischen den Dünen, andererseits macht sich mein Bauch bemerkbar. Die Targine vom Vorabend ist mir wohl nicht so bekommen – die Nacht war unruhig, und auch am Morgen fühle ich mich noch schlapp. Trotzdem heißt es Abschied nehmen vom vertrauten Campingplatz im Ziz-Tal und rauf auf die Motorräder. Schon kurz nach dem Start passieren wir erneut den Stausee. Kaum halten wir für einen kurzen Blick an, taucht wie aus dem Nichts wieder ein Steineverkäufer auf – offenbar ein fester Bestandteil dieser Region. Viel Zeit bleibt nicht, wir wollen weiter Richtung Erfoud. Bild: Steineverkäufer lauern überall - aber nie sind sie aufdringlich gewesen. Die Strecke dorthin ist eher unspektakulär, lange Geraden ziehen sich durch eine flache, karge Landschaft. Links und rechts nur Wüste, unterbrochen von vereinzelten Sträuchern. Dazu kommen immer wieder freilaufende Hunde auf der Straße – ein Anblick, der uns nachdenklich stimmt. Mir selbst fällt das Fahren heute schwerer als sonst, die Energie fehlt ein wenig. Bild: ein schlafender Hund auf der Straße Ein Zwischenstopp an einem touristischen Aussichtspunkt entschädigt dann aber doch: Unter uns erstreckt sich eine grüne Oase, ein schöner Kontrast zur sonst so dominierenden Braunfärbung der Umgebung. Natürlich fehlen auch hier die Händler nicht, die ihre Steine und Fossilien anbieten – hartnäckig, aber meist freundlich. Je näher wir Erfoud kommen, desto lebendiger wird die Landschaft. Mehr Palmen, mehr Leben – und erstaunlicherweise auch noch Wasser. Pfützen säumen stellenweise die Straßen, Überbleibsel der ungewöhnlich starken Regenfälle der letzten Tage. Wir passieren sogar einen Hammelmarkt, ein kurzer, intensiver Einblick in das lokale Leben. Hinter der Stadt wird es dann wieder ruhiger. Ein kurzes Stück fahren wir neben der Straße direkt durch die Wüste – der Boden ist noch feucht, stellenweise schlammig und rutschig. Die Motorräder kämpfen sich durch, und am Horizont zeichnen sich schließlich die ersten Sanddünen ab. Ein besonderer Moment.
Bild: Straßenmetzgerei in Merzouga Rund um Merzouga wird es dann plötzlich trubeliger: Geländewagen, Quads und ganze Gruppen von Reisenden sind unterwegs. Viele Fahrzeuge tragen spanische Kennzeichen – offenbar haben die Spanier gerade Ferien. Entsprechend groß ist auch das Angebot: Quad-Verleihe, Touranbieter und Unterkünfte werben an jeder Ecke. Bild: Wir haben die großen Sanddünen bei Merzouga erreicht. Nachmittags waren wir noch an dem See bei Merzouga, an dem man viele Flamingos sehen kann - natürlich nur, wenn Wasser darin ist. Die Flamingos bevölkerten das gegenüber liegende Ufer des Sees. Vor den Touristen wollten sie ihre Ruhe haben. Als ich 2021 und 2023 hier war, war der See leider ausgetrocknet und es war keiner der schönen Vögel zu sehen.
Bild: Nachmittags waren wir noch an dem See bei Merzouga, an dem auch viele Flamingos zu sehen sind. Unser Treffpunkt liegt etwas außerhalb von Merzouga. Dort lassen wir die Motorräder stehen und steigen um in einen Geländewagen.
Bild: Gemeinsam mit dem Betreiber unseres Camps geht es tief hinein in die Wüste. Schon nach kurzer Zeit verschwinden Straßen und Orientierungspunkte – nur noch Sand, Weite und Stille.
Bild: Das Camp selbst überrascht: Mehrere rechteckige Zelte stehen ordentlich angeordnet, dazwischen Teppiche, alles wirkt fast wie eine kleine Oase im Nichts. Und der Komfort ist größer als erwartet – Strom, warme Dusche, richtige Toilette und sogar WLAN. Wüste 2.0 sozusagen.
Bild: Hier ein Blick in unser Zelt Gegen 18 Uhr beginnt dann eines der Highlights des Tages: der Kamelritt hinauf auf die Dünen.
Bild: Langsam schaukeln wir auf den Tieren durch den weichen Sand, während die Sonne tiefer sinkt und die Dünen in warmes Licht taucht. Besonders beeindruckend: Nach den Regenfällen der letzten Tage zeigt sich die Wüste ungewöhnlich grün – ein seltener Anblick, der diese Landschaft noch einmal ganz anders wirken lässt.
Bild: Sonnenuntergang in der Wüste Zurück im Camp wartet schon das Abendessen auf uns, und danach versammeln wir uns am Lagerfeuer. Unter dem klaren Himmel spielen Berber-Musiker, rhythmisch, lebendig, fast hypnotisch. Ein perfekter Abschluss für diesen Tag.
Bild: Unterhaltung am Lagerfeuer Als wir schließlich müde in unsere Zelte fallen, geht es mir zum Glück auch wieder besser. Der Bauch hat sich beruhigt, die Kräfte kehren zurück. Und so endet dieser Tag, der etwas holprig begann, doch noch mit einem echten Wüstenzauber.
Bereits freigeschaltete Kommentare:
Wolfgang
Also ich finde ja die Steinverkäufer und sonstigen Händler schon ein wenig nervig, wenn sie einem quasi schon am Tank drauf sitzen, bevor man noch den Fuss am Boden hat.
Da hilft nicht einmal mehr die Wunderwaffe: where are you from ? —. Finnlaaaand.
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