Wer zu viel schraubt, hat keine Zeit zum Fahren!
Schutz vor nassen Füßen
glimmende Ladekontrollleuchte
Bastelanleitung für ein Heizvisier
Low-cost-Lenkerstulpen von anno 1986
BMW-Gespann für ganz kleines Geld Bericht aus MOTORRAD-GESPANNE Nr. 40 (JG.1997, pdf-Datei, 1,6 MB)
Bremsen entlüften
Statt Handwaschpaste
Stahltank innen vor Rost schützen
Zwinge zum Zerlegen des Federbeins
Schlüssel-los
Vergaser-Reinigung
Bastelanleitung für ein Roadbook
Blinker-los
Promille-Rechner
Eine Haftung für Druckfehler, Irrtümer oder Mißverständnisse ist ausgeschlossen.
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Magnetschalter gängig machen ... vor dem Start zur Holland-Tour
Alles war bereits gepackt, die Koffer am Motorrad, die Helme auf. Ein Druck
auf den Startknopf der GS 100 brachte den Motor zum Laufen und es konnte
eigentlich los gehen zur Nordseeküste nach Holland. Doch Pustekuchen! Der Motor
ging, weil er noch kalt war, wieder aus und ließ sich beim wiederholten Druck
auf den Startknopf nicht noch einmal zum Start überreden. Nur ein kaum
vernehmbares Klicken unterhalb des Tanks beim Druck auf den Starterknopf war zu
hören. Nur das Anlasserrelais schien also zu funktionieren!
Sitzbank ab, Tank runter. Das Anlasserrelais war wirklich in Ordnung und
lieferte auch den Strom zum Magnetschalter. Doch hier lag der Hund begraben. Er
rührte sich einfach nicht. Erst leichtes Anklopfen bei gedrücktem Starterknopf
mit dem Gummihammer ließ den Starter drehen. Offenbar war der Magnetschalter
verklemmt oder durch Dreck verklebt. Nach dem Abbau des Gehäusedeckels und mit
einem an einer Seite angeschliffen 13er Ringschlüssel konnte auch die linke
Halteschraube des Anlassers gelöst werden. Es sind insgesamt sowieso nur zwei
Schrauben, die den Anlasser fest halten. Es folgte das Zerlegen des Anlassers
und Reinigen mit Kriechöl und Lappen sowie Abschmieren der beweglichen Teile
mit Molykote-Fett. Der Zusammenbau erfolgte in umgekehrter Weise. Bald danach
war auch der Rest montiert und das Motorrad sprang wieder einwandfrei an.
Das bereits seit Jahren jämmerliche Kreischen des Anlassers beim
Startvorgang war nach dieser Aktion ebenso verschwunden. Manchmal braucht man
wohl solche Situationen, um lange vor sich her geschobene Wartungs- oder
Schmierarbeiten endlich in Angriff zu nehmen ;-)

Blick ins verklebte Innere des Anlassers^^
Blinker-los
Gestört hat uns zum Ende der Korsika-Reise hin (Juni ´07) der immer häufiger
ausfallende Blinker, der weder das Links- noch das Rechtsabbiegen anzeigen
wollte. Nach Kontrolle der Sicherungen konnte die Ursache nur noch am
Blinkrelais liegen. Ausbau, Aufmachen und ein wenig dran rappeln, Wiedereinbau
zeigten zunächst auch Wirkung, doch Tage später fiel der Blinker erneut aus
und dieses Vorgehen führte nicht noch einmal zum erwünschten Erfolg. Die
Beschaffung eines Ersatzes für das vermeintlich defekte Relais in einer
Autowerkstatt schließlich brachte die Erkenntnis, dass die Ursache für die
fehlende Erleuchtung nun doch woanders liegen müsse. Denn auch das probeweise
eingebaute neue Relais verweigerte seinen Dienst. Bis zuhause behalfen wir uns
zunächst einmal mit Handzeichen statt dem gewohnten Blinken. Wieder in der
Heimat nahm ich mir in einer freien Minute den Stromlaufplan zur Hand und
studierte ihn eifrig auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten. Doch da konnte
eigentlich nur noch die Sicherung übrig bleiben als Ursache. Zum wiederholten
Male schaute ich sie mir an. Doch sie sah vollkommen intakt aus. Schließlich
kam das Messgerät zum Einsatz, was sofort erkannte, dass die Sicherung
defekt war an einer Stelle, wo man dieses nicht erwarten
würde. Nur bei auseinander gedrückten Kontakten konnte man jetzt den Riss
erkennen (siehe Bild), der wohl durch Vibrationen verursacht wurde. Endlich konnte wieder Frieden einkehren! Schnell war eine neue
Sicherung eingesetzt - und die Blinker funktionieren nun wieder.
Was lernen wir daraus? Immer genau hinschauen! Vielleicht auch noch ein
zweites Mal. ^^
Low-Cost-Roadbookhalter
Wer
kennt das Problem nicht, man prägt sich vor seiner Tour die wichtigsten Städte
oder andere Anhaltspunkte ein und im Eifer des Gefechts weiß man dann trotzdem
nicht mehr, muss ich jetzt rechts oder links abbiegen? In diesem Falle hilft der
"Roadbookhalter".
Alle Teile zur Herstellung des Roadbooks sind im Baumarkt oder Autozubehör
erhältlich. Den bedruckten (www.map24.de) oder mit Filzstift beschriebenen
Papierstreifen mache ich aus untereinander geklebtem DIN A-4-(Schmier)Papier,
das ich vertikal mit der Schere halbiere. So ergeben sich nachher 2 Rollen je 10
cm Breite. Als Gehäuse dient eine ehemalige Dübelsortiment-Dose aus dem
Baumarkt. Als Papierwickelhülsen verwende ich zwei Kabel-Rohre. Als
Lenkerbefestigung dient eine Schelle aus dem Heizungsbau an die der Flachstahl
angeschraubt wird, der seitlich am Gehäuse anliegt .
Auf dem Gehäusedeckel wird eine Kennzeichenbeleuchtung aus dem Autozubehör
(ca. 4 EUR) aufgesetzt, die verbunden ist mit dem Standlicht. So lässt sich
auch bei Dunkelheit prima orientieren. Das Gerät hat sich in den letzen Jahren
bereits vielfach bewährt und überzeugt neben seiner einfachen Bedienbarkeit
vor allem durch die Gesamtbaukosten von weniger als 10 EUR.
Billig muss nicht immer schlecht bedeuten - Ich möchte jedenfalls nicht mehr
darauf verzichten.
^^
Schlüssel-los
 
Neulich habe ich mir bei EBAY einen gut erhaltenen KRAUSER-Koffersatz - die
mit der Mulde für die "alten" BMW - ersteigert. Leider waren die dazu
gehörenden Schlüssel nicht mehr vorhanden.
Nach einigen Telefonaten konnte dem jedoch abgeholfen werden. Möglichkeit Nr. 1
ist die Bestellung bei www.Michael-Krauser.de.
Dort kostet der Schlüsselsatz (2 Schlüssel - 1x für das
Gepäckträgerschloss, 1x für das Kofferdeckelschloss) 15 EUR (Stand: Aug.
'07). Variante 2: Da die Fa. Krauser die Schlösser seinerzeit von der Firma
Sudhaus www.sudhaus.de in
Iserlohn hat produzieren lassen, gibt es hier noch Restbestände . So
genügte ein Anruf bei der Firma SUDHAUS mit Frau Sommer und zwei Tage
später lagen die Schlüssel kostenlos im Briefkasten. Ich habe ihr als kleines
Dankeschön etwas zum Naschen geschickt. An Frau Sommers Gesundheit denkend,
kann man nur hoffen, dass dort nicht zu viele schlüssellose Besitzer der
"alten Krauser-Koffer" anrufen!
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