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Sonntag, 18. Februar 2018 -- Sonnenaufgang Trier: 07:35 -- Sonnenuntergang Trier: 17:59 -- 3 Besucher online

 

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Reisen

Winterflucht nach La Palma

Bericht über unsere Motorrad-Exkursionen im Januar 2018 über die grüne Vulkaninsel

Herbst-Odyssee auf zwei Rädern

10 Länder - 49 Tage / 7 Wochen - vom 27.08. bis 14.10.2017 - Gesamtstrecke: ca. 11.300 km

Berge, Sonne, Meer und Inseln - Fortsetzung

Bericht über eine 2wöchige Motorradreise im September 2016 nach Kroatien

Berge, Sonne, Meer und Inseln

Bericht über eine 3wöchige Motorradreise im September 2015 nach Kroatien

Reise durch God´s Own Country

Bericht über eine dreiwöchige Motorradreise auf Royal Enfields durch Indiens grünsten Bundesstaat Kerala bis hinunter zum Cap, Zeitraum: März 2014

Der Sonne entgegen!

Bericht über eine dreiwöchige Motorradreise auf Nebenstraßen durch einige der schönsten Landstriche Frankreichs bis hinunter zur Costa Brava in Spanien, Zeitraum: Sept./Okt. 2013

Zurück auf Gottes kleinsten Kontinent

Wie schnell doch diese drei Wochen Urlaub wieder vorüber gegangen sind! „Na, wie war´s?“- „Ja, echt schön…“ Die Antworten verstehen kann man eigentlich nur, wenn man Sardinien, seine Strände, das Inland und seine Bewohner selbst erlebt hat. Wir werden ganz bestimmt wieder hinfahren.

Unterwegs zwischen Alpen, Drau und Adria

...Wir erlebten in diesen drei Wochen nicht nur viele stimmungsvolle historische Orte und Landschaften, sondern auch eine große Gastfreundschaft der Bewohner - und Sonne, Sonne, Sonne...

Sizilien 2009

Die größte Insel im Mittelmeer hat für den interessanten Urlaub mit dem Motorrad viel zu bieten: Hohe Vulkane und sanfte Hügellandschaften, Sandstrände und schroffe Felsenklippen, Kultur aus drei Jahrtausenden...

Rollklotzrallye 2009

Eine Hüttentour durchs winterliche Skandinavien

Kurs Südost

Eine einwöchige Motorradreise bis ins herbstliche Kroatien

Ins Land der Nuragher

Eine Motorradreise im Mai 2008 auf Gottes kleinsten Kontinent - nach Sardinien

Steine, Strände, weiße Küsten: die Ärmelkanal-Umrundung        

Entgegen dem Uhrzeigersinn folgte die Reise der englischen Südküste bis Cornwall und auf französischer Seite der Küste der Bretagne bis zur Normandie. Dabei durchfuhren wir nicht nur bäuerlich geprägte Regionen mit saftig-grünen, von Hecken und Feldsteinmauern durchzogene Wiesen, sondern sahen auch himmelstürmende Kathedralen, phantastische Steilküsten und berühmte Seebäder, mit denen beide Seiten protzen. Gesamtstrecke: 3350 km, Reisezeit: 3.-16. August 07

Abgründe - Korsika ´07

Fast eine Woche brauchten wir für die Anreise nach Korsika durch die Ardennen und über die Alpen. Von der Mittelmeerstadt Nizza aus brachte uns die Fähre ins gelobte Enduroland mit seinen schroffen Küsten und dem wilden Landesinneren. Auf der Rückfahrt durch die Toskana ging es über Apenninen und hohe Alpenpässe noch einmal hinein ins Elsass. Auf 4830 Kilometern Motorradreise erklommen wir dabei so manche Höhe und fuhren oft nur haarscharf an den größten Tiefen vorüber. Hier der Bericht über unseren 18tägigen Motorradurlaub vom 25. Mai bis zum 12. Juni 07

Ghana '06

Bericht über eine 3wöchige Busrundreise durch den Süden Ghanas

Krystall-Rally 2006

Die diesjährige Krystall-Rally sollte in Norwegen bereits zum 35. mal stattfinden. Schon Vieles hatten Achim und ich darüber gehört, speziell die Winterlandschaften mit Temperaturen von bis zu -30 Grad waren uns beiden noch unbekannt und deshalb lockend. Was so ein echter Motorradfahrer ist, der muss mindestens einmal in seinem Leben dabei gewesen sein - und in diesem Jahr wollten wir es also wagen. Achim im Boot, ich als Fahrer.

ab in die Karpaten '05

Eine 3wöchige 6311 km lange Rundreise mit dem Motorrad bis in die rumänischen Karpaten: Hinweg durch Ostdeutschland, Tschechien, Polen, Slowakei und Ungarn - Rückweg durch Ungarn, Österreich und Tschechien

Im Land der Harleys

6000 km auf dem Motorrad durch den Südwesten der USA (2004)

Ostsee-Umrundung

Bericht über eine Reise im Juni/Juli 2003, die uns gegen den Uhrzeigersinn rund um die Ostsee führte. Zu zweit auf einem Motorrad ging es zunächst nach Polen und von hier aus hinein ins Baltikum. Es folgten dann einige Tage in St. Petersburg, bevor es durch Finnland bis hinauf zum Polarkreis ging. Entlang der malerischen schwedischen Küste führte die Rückfahrt, wobei der Weg auch ein kurzes Stück durch Dänemark verlief. 25 Tage und 8453 km später standen wir mit unserem Gefährt wieder vor unserer Haustür und waren um viele Eindrücke und Bekanntschaften reicher.

November in der Türkei

Bilder von einem Kurzbesuch im November 2002, wobei auch einige Fahrten mit den Motorrädern Coskuns gemacht wurden.

Vive la France - Cevennen ´02

Bilder aus Elsass, Cevennen und Ardennen

Motorrad-Rundreise durch Spanien

Bericht über eine 4wöchige Motorrad-Rundreise im Frühjahr '01 entlang der Mittelmeerküste bis hinunter nach Andalusien - Pannen inklusive...

Zur Hochzeit in die Türkei

Im Jahr 2000 waren wir zur Hochzeit von Coskun und Aleyna in der Türkei eingeladen. Dieser Bericht handelt darüber, insbesonders über die Reise in und durch das Land selbst.

Sri Lanka 99

mit Miet-Enduros unterwegs durch Sri-Lanka, vorbei an Reisfeldern und badenden Büffeln, durch weite Teeplantagen die Berge hinauf bis zum Worlds End ...

Loire-Schlösser '99

Im Herbst ´99 unternahmen Andrea und ich auf der betagten R100RS eine Tour zu den Schlössern der Loire. Auf unserem Plan standen viel Kultur, schöne Motorrad-Strecken, gutes Essen und der Besuch von Freunden in der Bretagne auf dem Rückweg. Doch nicht alles kam so wie geplant...

Toskana '99

Bericht und Bilder einer 2wöchigen Frühjahrstour entlang der Mosel hinein ins Elsass, durch die Schweiz und den St. Bernhard-Tunnel weiter durch Aosta-Tal und Ligurien bis in die malerische Toskana

Rumänien '98

Bericht und Bilder der 1. Schnuppertour hinein in die Karpaten

Auf Ölspuren durch die Alpen

Anfang Juli 98 starteten Andrea und ich zu einer 2wöchigen ca. 5000 km langen Motorradtour durch die Alpen, die uns über Bayern, Tschechien, Österreich, Slowenien, Italien und die Schweiz bis nach Frankreich führte.

West-Indien '98

Nach der Motorradbeschaffung in Goa erfolgte die Abfahrt hinein ins Landesinnere mit Hindernissen. Niemals war man allein auf den kleinen Straßen durch den Dschungel unterwegs. Gottheiten entlang des Wegs begleiteten uns ständig zu unserem nächsten Ziel. Wir bestaunten Tempel, erlebten viel Affentheater und machten neue Bekanntschaften, bevor wir entlang der Küste zurück fuhren zu unserer Unterkunft in Goa, wo wir die letzten Urlaubstage bei unbeschwertem Strandleben genießen konnten.

Zum Frühjahr in die Toskana

2wöchige Motorradtour im Frühjahr 97 vorbei am Vierwaldstätter See nach Ligurien, in die Toskana und die Abruzzen

Süd-Türkei ´96

Mit der Tenere fuhr ich diesmal die italienische Adiaküste hinunter bis zum Stiefelabsatz Italiens. Mit einer Fähre ging es ab hier hinüber nach Griechenland und anschließend hinein in die Türkei, wo ich meinem Freund Coskun einen Besuch abstatten wollte. Zusammen erlebten wir dort einige schöne Tage, bevor es ab Izmir mit der Fähre zurück ging nach Venedig.

Wüste Erlebnisse in Nordafrika

Zu viert sind wir von Februar bis April 1992 mit zwei Motorrädern und einem alten VW-Bus durch Marokko und Algerien bis hinunter ins Hoggar-Gebirge unterwegs

Türkei ´91

Zum drittenmal sollte es per Motorrad in die Türkei gehen. Wieder einmal starte ich die Reise allein. Eigentlich hatte ich mit einer nagelneuen XT 600 reisen wollen, doch der vom Händler versprochene Auslieferungstermin, auf den ich mich in meiner Planung voll verlassen hatte, wurde nicht eingehalten. So steht jetzt meine 83er BMW R100RS mittags am Start. Bei Temperaturen nur wenig über 0° setzt bald nach meiner Abfahrt Regen ein....

Süd-Norwegen ´90

durch die Telemark vorbei an Schleusen, Fjorden und Kanälen

Island ´89

Auf zwei Motorrädern vier Wochen im Land der Gletscher und Geysire unterwegs

Portugal ´89

Bilder von den Osterferien in Portugal

Jahreswechsel ´88 in Schweden

Mit Freunden und einem ETZ 250-Gespann in einem Ferienhaus in Süd-Schweden

Auf ein Wiedersehen in der Türkei

... oder, wie wir ein Motorrad aus den Fängen des türkischen Zolls befreiten und wieder zurück mit nach Deutschland nahmen - eine Reise im Mai-Juni 1988

Türkei ´87

Bericht über meine 1. Motorradreise in die Türkei, alleine losgefahren und nach der Rückkehr um viele Freunde reicher

England '85

Stationen einer 2wöchigen Motorradtour durch England und Wales bis hinauf nach Schottland

der irischen Küste entlang

Bilder einer Motorradtour, die uns im Uhrzeigersinn über die Insel führte. Zu zweit auf einer XS 400

Wo die Nacht zum Tage wird: eine Fahrt zum Nordkap

Erinnerungen an eine 3wöchige Motorradreise im Juli 1980 mit Jürgen hinauf zum Nordkap

Nord-Afrika 1992 Kartezur Dia-Show

Eine Motorrad-Reise nach Algerien -  vom 20. Februar bis 5. April 1992

An einem Donnerstag sollte die Reise starten. Ich hatte für diesen Tag Überstundenausgleich genommen, um in aller Ruhe die letzten Vorbereitungen für die Reise erledigen zu können. Danach sollte sie nach  einem Zwischenstopp bei Alex und Petra in Heimertingen beginnen.

Da ich sehr gespannt auf die bevorstehenden Wochen war, hielt ich es nicht länger als bis zehn Uhr im Bett aus. Nach einem knappen Frühstück machte ich mich daran, die XT aufzupacken. Die Kette wurde auch noch ein vorerst letztesmal geschmiert. Bis ich dann schließlich abfahrtbereit war, war es tatsächlich halb eins. Es war ein kalter aber trockener Tag und ich beschloß daher den Thermoboy ohne die Regenkombi  anzuziehen. Von meinem damaligen Wohnort Weinheim bis Großsachsen war es nicht weit. Hier befielen mich erste Zweifel , ob ich auch wirklich alle erforderlichen Papiere dabei hatte. Im Kopf ging ich noch einmal alles durch und mußte erschreckt feststellen, dass ich nicht mehr wußte, ob ich das Schiffsticket eingepackt hatte oder nicht. Also Fahrtunterbrechung, Koffer durchwühlen und ein erleichtertes Aufatmen, als der Fahrschein schließlich gefunden wurde.

In Ziegelhausen wegen Geldabhebens angekommen, wollte der Geldautomat nur 1000 DM rausrücken. Jetzt im nachhinein wäre ich hiermit locker durch den gesamten 6wöchigen Urlaub gekommen, doch ich wollte vorsichtshalber 2500 DM mitnehmen. Also schlug ich bis zur Öffnung um 14 Uhr die Zeit tot mit Einkaufen. Die haben mich nicht schlecht angeguckt, wie ich da mit meinem Bärenkostüm vor dem Schalter stand. Danach ging's dann endlich weiter über Sinsheim auf die BAB bis Weinsberg. Etwa ab hier lag noch Schnee. Ich fuhr dann über Löwenstein, Mainhardt, Gaildorf über sehr schöne Straßen, häufig mit Kehren, in denen es manchmal ein wenig glatt war. Von Schwäbisch Gmünd, Heubach, Heidenheim ging's dann wieder auf die BAB 7 bis Marktoberdorf. Gegen halb 7 nach ca. 350 km kam ich bei Petra an, wo wir den Abend mit Spaghetti und Fernsehen beschlossen.

Freitagabend kamen dann Alex und noch einige andere Freunde von ihm und wir spielten nach dem Abendessen noch bis halb drei Uhr morgens. Es fing gerade an leicht zu schneien als ich bei meinen Freunden aufbrach. Ab der Schweizer Grenze hörte es dann glücklicherweise auf und nach Kauf einer Vignette ging es dann schnell weiter. Trotz der Handprotektoren war es jedoch irgendwann so kalt, dass ich in ein Restaurant gehen wollte zum Kaffeetrinken. Aber es hatte ausgerechnet von vier bis sechs Uhr geschlossen. Also bin ich die 130 km bis zum San Bernardino schnell weitergefahren in der Hoffnung, dass es ab dort wärmer sein würde. Dabei habe ich mir leichte Erfrierungserscheinungen an den Fingerkuppen geholt, d.h. bis fast zum Urlaubsende hatte ich darin kein Gefühl. Während der Fahrt habe ich sie zwar immer bewegt, aber eine Griffheizung hätte mir besser getan. Daraus sollte ich für die Folgejahre lernen!

Gegen halb sieben war ich dann am verabredeten Treffpunkt, der Tankstelle in Bellinzona/Italien angekommen. Vereinbart war neun Uhr und so bin ich in meinem Bärenkostüm in das Restaurant gegangen, wo ich nach einem kleinen Frühstück sehr mit dem Schlaf zu kämpfen hatte. Ich hatte dabei ein bisschen Schiss vor dem Verschwinden der XT unten auf dem Parkplatz, so dass ich immer ein Auge offengehalten habe.

Kurz vor neun erschien dann zuerst Reinhold Schuster auf seiner TT und bald darauf auch Stefan und Achim, die uns in ihrem VW-Bus in den folgenden Wochen begleiteten sollten. Es folgte ein kurzes zweites Frühstück, anschließend wurde getankt und bis zum Eintreffen in Genua legten wir nur noch einen längeren Zwischenstopp ein. Auf den letzten Kilometern bis Genua war die Temperatur erträglicher geworden und wir fuhren wir auf einer schnellen Straße mit oft zweispurigen Serpentinen durch eine tolle Gegend.

Im Hafen hieß es dann zunächst Warten. Autokolonnen mit Unmengen und Un-Höhen von Gepäck auf dem Dach konnte man hier bestaunen. Meine 3 Mitfahrer haben sich an die Schalter gestellt während ich auf die Fahrzeuge aufgepaßt und zeitweise den versäumten Schlaf der vergangenen Nacht nachgeholt habe.

Gegen halb neun lagen wir vier dann bereits auf dem Schiff in einer Vierer-Kabine im Bett.

Ab Mittag des folgenden Sonntags wurden dann die erforderlichen Zollpapiere vorkontrolliert. Dabei wurde festgestellt, dass ich keine amtlich bestätigte Vollmacht für mein Motorrad, das auf Martina zugelassen war, dabei hatte: "Procuration n'est pas legalisé!!"

Sechs Wochen wollten wir Nordafrika erkunden. Spröde und abweisend war es jedoch zuerst, so als wollte es mich nicht haben. Es hatte wie erwartet mit Ärger an der Grenze zu Tunesien begonnen. Der Zöllner mochte mich partout nicht ins Land lassen. "Le cachet, le cachet" rief er und fuchtelte mit den Papieren herum. " Wo ist der Stempel?" Das Problem: Die XT war auf Martina zugelassen. Ich besaß zwar eine Vollmacht, die hier jedoch offenbar nicht genügte. Nach Hinterlassung von etwas Bakschisch bekam ich dann schließlich einen Stempel, der nur Transit nach Algerien bis zum 24.2.92 erlaubte.

Wir steuerten zuerst den Campingplatz in Nabeul an, den Achim noch von seiner ersten Reise her gut in Erinnerung hatte. An der ersten Tankstelle im Ort erkundigten wir uns danach. Man wußte hier leider nur wenig und auch ein zweiter Befragter ließ keine Hoffnung aufkommen. Als wir die Hauptstraße erreicht hatten, setzte Achim's Erinnerung wieder ein. Gegen Ortsende war´s, in Richtung Hotel Jasmin und dort links ab. Gegen halb zehn hatten wir es geschafft und konnten anschließend im angegliederten Restaurant noch Essen gehen.

Am darauffolgenden Montag lernten wir ein Schweizer Ehepaar auf dem Platz kennen, das zum wiederholten Male in Algerien unterwegs war. Sie schenkten uns eine selbst erstellte sehr gute Landkarte mit vielen Detailangaben nachdem wir ihnen unsere Reiseplanung erzählt hatten. Sie gaben uns den Tip, die alte Franzosenpiste (Quargla - El Golea), die auch auf der Karte beschrieben wurde, zu benutzen. Der Einstieg zur Piste solle in der Ortsmitte Quargla hinter einer Müllkippe sein.

Noch vormittags fuhr ich mit Reinhold die 75 km nach Tunis. Wir wollten zur Deutschen Botschaft, die wir kurz vor Ende der Öffnungszeit um zwölf Uhr erreichten. Eine Beglaubigung für meine Fahrzeugpapiere wollten sie mir jedoch nicht ausstellen, sondern verwiesen mich an den ADAC von Tunis, dessen Büro um halb drei öffnete. Dort angekommen wollten natürlich alle gern helfen, waren aber nicht befugt. Wir fuhren zur Post, wo ich den  ADAC Deutschland anrufen wollte. Es meldete sich jedoch niemand. Wir fuhren noch einmal zur Deutschen Botschaft, wo ich erneut den Sachverhalt schilderte. Aber "man würde ja gerne helfen, aber das Land und überhaupt die Leute usw..."

Wieder im Hafen von Tunis suchte ich erneut das Zollamt auf. Nach einer halben Stunde erhielt ich dort wenigstens eine Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis für Tunesien bis Ende April .

Am nächsten Tag verließen wir dann Nabeul.

Nach Geldwechsel in Kairouan fuhren wir in Richtung Gafsa. Ab hier wurde die Landschaft bergiger. Olivenhaine säumten den Weg. 77,5 km vor Gafsa fuhren wir rechts ab in einen Feldweg, der durch Olivenhaine führte, die von Kakteenhecken abgegrenzt wurden. Hier wollten wir uns an diesem Abend niederlassen.

Zwei  Jungs kamen bald vorbei und fragten, ob wir Wasser bräuchten. Etwas später kam auch noch der Bauer mit seinem Auto vorbei, der auf unser Befragen gegen unsere Übernachtung in freiem Gelände nichts einzuwenden hatte. Wir verbrachten eine sehr kalte Nacht unter absolut klarem Sternenhimmel. Am darauffolgenden Mittwoch verlief der Weg von Metlaoui-Moulares nach Redeyef. Vor der Grenze zu Algerien trafen wir die 4 bayrischen Motorradfahrer wieder, die wir schon auf der Fähre gesehen hatten. Sie wollten sich hier eine Ruinenstadt im Grenzgebiet anschauen. Am Grenz-Polizei-Posten sind sie weitergefahren, wir haben jedoch den Fehler gemacht, uns dort austragen zu lassen und hatten somit nicht mehr die Gelegenheit uns die Ruinenstadt anzuschauen. Denn danach mussten wir hinter der Polizeistation rechts abbiegen hin zur Grenze. Kurz hinter dem Abzweig folgte zunächst die tunesiche Zollstation, wo Achim ausführlichere Untersuchungen vermeiden konnte, indem er den Inspektoren einige Dosen Bier schenkte.

Direkt hinter dem Zoll ging´s dann rechts ab durch ein trockenes Flußbett, in dem Reinhold Schuster seinen ersten Sturz in Afrika erlebte, aber zum Glück ist nichts kaputt gegangen.

Die algerische Grenzpolizei lag hinter einem Berg jenseits des Flussbettes. Nach Erledigung der erforderlichen Grenzformalitäten (zum 3.mal an diesem Tag das ewig gleich aufgebaute Formular aus dickem Papier in DIN A 5 oder kleiner) füllten wir unsere Wasservorräte auf und waren nach Passieren des Schlagbaums auf algerischem Gebiet. Die Piste führte zum ca. 8 km entfernten Zoll, bestehend aus 2 Hütten, in denen wir abgefertigt wurden. In der ersten Hütte wurden die Personalangelegenheiten abgewickelt , in der zweiten mussten  Fahrzeuge und Wertgegenstände deklariert und eine Devisenerklärung ausgefüllt werden. Das Ganze Procedere mit Geld vorzählen und Versuchen, die Gültigkeit meiner Procuration zu erklären, dauerte mehr als drei Stunden und so war es nach der Kontrolle des Busses bereits dunkel. Am Zoll traf noch ein vollbepackter Radfahrer aus Korea ein, der ohne größere Probleme sehr schnell abgefertigt wurde. Wir übernachteten auf einem Steinhügel abseits der Hauptstraße bei einem wieder sehr klaren Himmel und niedrigen Temperaturen.


 

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