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Sonntag, 18. Februar 2018 -- Sonnenaufgang Trier: 07:35 -- Sonnenuntergang Trier: 17:59 -- 3 Besucher online

 

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Reisen

Winterflucht nach La Palma

Bericht über unsere Motorrad-Exkursionen im Januar 2018 über die grüne Vulkaninsel

Herbst-Odyssee auf zwei Rädern

10 Länder - 49 Tage / 7 Wochen - vom 27.08. bis 14.10.2017 - Gesamtstrecke: ca. 11.300 km

Berge, Sonne, Meer und Inseln - Fortsetzung

Bericht über eine 2wöchige Motorradreise im September 2016 nach Kroatien

Berge, Sonne, Meer und Inseln

Bericht über eine 3wöchige Motorradreise im September 2015 nach Kroatien

Reise durch God´s Own Country

Bericht über eine dreiwöchige Motorradreise auf Royal Enfields durch Indiens grünsten Bundesstaat Kerala bis hinunter zum Cap, Zeitraum: März 2014

Der Sonne entgegen!

Bericht über eine dreiwöchige Motorradreise auf Nebenstraßen durch einige der schönsten Landstriche Frankreichs bis hinunter zur Costa Brava in Spanien, Zeitraum: Sept./Okt. 2013

Zurück auf Gottes kleinsten Kontinent

Wie schnell doch diese drei Wochen Urlaub wieder vorüber gegangen sind! „Na, wie war´s?“- „Ja, echt schön…“ Die Antworten verstehen kann man eigentlich nur, wenn man Sardinien, seine Strände, das Inland und seine Bewohner selbst erlebt hat. Wir werden ganz bestimmt wieder hinfahren.

Unterwegs zwischen Alpen, Drau und Adria

...Wir erlebten in diesen drei Wochen nicht nur viele stimmungsvolle historische Orte und Landschaften, sondern auch eine große Gastfreundschaft der Bewohner - und Sonne, Sonne, Sonne...

Sizilien 2009

Die größte Insel im Mittelmeer hat für den interessanten Urlaub mit dem Motorrad viel zu bieten: Hohe Vulkane und sanfte Hügellandschaften, Sandstrände und schroffe Felsenklippen, Kultur aus drei Jahrtausenden...

Rollklotzrallye 2009

Eine Hüttentour durchs winterliche Skandinavien

Kurs Südost

Eine einwöchige Motorradreise bis ins herbstliche Kroatien

Ins Land der Nuragher

Eine Motorradreise im Mai 2008 auf Gottes kleinsten Kontinent - nach Sardinien

Steine, Strände, weiße Küsten: die Ärmelkanal-Umrundung        

Entgegen dem Uhrzeigersinn folgte die Reise der englischen Südküste bis Cornwall und auf französischer Seite der Küste der Bretagne bis zur Normandie. Dabei durchfuhren wir nicht nur bäuerlich geprägte Regionen mit saftig-grünen, von Hecken und Feldsteinmauern durchzogene Wiesen, sondern sahen auch himmelstürmende Kathedralen, phantastische Steilküsten und berühmte Seebäder, mit denen beide Seiten protzen. Gesamtstrecke: 3350 km, Reisezeit: 3.-16. August 07

Abgründe - Korsika ´07

Fast eine Woche brauchten wir für die Anreise nach Korsika durch die Ardennen und über die Alpen. Von der Mittelmeerstadt Nizza aus brachte uns die Fähre ins gelobte Enduroland mit seinen schroffen Küsten und dem wilden Landesinneren. Auf der Rückfahrt durch die Toskana ging es über Apenninen und hohe Alpenpässe noch einmal hinein ins Elsass. Auf 4830 Kilometern Motorradreise erklommen wir dabei so manche Höhe und fuhren oft nur haarscharf an den größten Tiefen vorüber. Hier der Bericht über unseren 18tägigen Motorradurlaub vom 25. Mai bis zum 12. Juni 07

Ghana '06

Bericht über eine 3wöchige Busrundreise durch den Süden Ghanas

Krystall-Rally 2006

Die diesjährige Krystall-Rally sollte in Norwegen bereits zum 35. mal stattfinden. Schon Vieles hatten Achim und ich darüber gehört, speziell die Winterlandschaften mit Temperaturen von bis zu -30 Grad waren uns beiden noch unbekannt und deshalb lockend. Was so ein echter Motorradfahrer ist, der muss mindestens einmal in seinem Leben dabei gewesen sein - und in diesem Jahr wollten wir es also wagen. Achim im Boot, ich als Fahrer.

ab in die Karpaten '05

Eine 3wöchige 6311 km lange Rundreise mit dem Motorrad bis in die rumänischen Karpaten: Hinweg durch Ostdeutschland, Tschechien, Polen, Slowakei und Ungarn - Rückweg durch Ungarn, Österreich und Tschechien

Im Land der Harleys

6000 km auf dem Motorrad durch den Südwesten der USA (2004)

Ostsee-Umrundung

Bericht über eine Reise im Juni/Juli 2003, die uns gegen den Uhrzeigersinn rund um die Ostsee führte. Zu zweit auf einem Motorrad ging es zunächst nach Polen und von hier aus hinein ins Baltikum. Es folgten dann einige Tage in St. Petersburg, bevor es durch Finnland bis hinauf zum Polarkreis ging. Entlang der malerischen schwedischen Küste führte die Rückfahrt, wobei der Weg auch ein kurzes Stück durch Dänemark verlief. 25 Tage und 8453 km später standen wir mit unserem Gefährt wieder vor unserer Haustür und waren um viele Eindrücke und Bekanntschaften reicher.

November in der Türkei

Bilder von einem Kurzbesuch im November 2002, wobei auch einige Fahrten mit den Motorrädern Coskuns gemacht wurden.

Vive la France - Cevennen ´02

Bilder aus Elsass, Cevennen und Ardennen

Motorrad-Rundreise durch Spanien

Bericht über eine 4wöchige Motorrad-Rundreise im Frühjahr '01 entlang der Mittelmeerküste bis hinunter nach Andalusien - Pannen inklusive...

Zur Hochzeit in die Türkei

Im Jahr 2000 waren wir zur Hochzeit von Coskun und Aleyna in der Türkei eingeladen. Dieser Bericht handelt darüber, insbesonders über die Reise in und durch das Land selbst.

Sri Lanka 99

mit Miet-Enduros unterwegs durch Sri-Lanka, vorbei an Reisfeldern und badenden Büffeln, durch weite Teeplantagen die Berge hinauf bis zum Worlds End ...

Loire-Schlösser '99

Im Herbst ´99 unternahmen Andrea und ich auf der betagten R100RS eine Tour zu den Schlössern der Loire. Auf unserem Plan standen viel Kultur, schöne Motorrad-Strecken, gutes Essen und der Besuch von Freunden in der Bretagne auf dem Rückweg. Doch nicht alles kam so wie geplant...

Toskana '99

Bericht und Bilder einer 2wöchigen Frühjahrstour entlang der Mosel hinein ins Elsass, durch die Schweiz und den St. Bernhard-Tunnel weiter durch Aosta-Tal und Ligurien bis in die malerische Toskana

Rumänien '98

Bericht und Bilder der 1. Schnuppertour hinein in die Karpaten

Auf Ölspuren durch die Alpen

Anfang Juli 98 starteten Andrea und ich zu einer 2wöchigen ca. 5000 km langen Motorradtour durch die Alpen, die uns über Bayern, Tschechien, Österreich, Slowenien, Italien und die Schweiz bis nach Frankreich führte.

West-Indien '98

Nach der Motorradbeschaffung in Goa erfolgte die Abfahrt hinein ins Landesinnere mit Hindernissen. Niemals war man allein auf den kleinen Straßen durch den Dschungel unterwegs. Gottheiten entlang des Wegs begleiteten uns ständig zu unserem nächsten Ziel. Wir bestaunten Tempel, erlebten viel Affentheater und machten neue Bekanntschaften, bevor wir entlang der Küste zurück fuhren zu unserer Unterkunft in Goa, wo wir die letzten Urlaubstage bei unbeschwertem Strandleben genießen konnten.

Zum Frühjahr in die Toskana

2wöchige Motorradtour im Frühjahr 97 vorbei am Vierwaldstätter See nach Ligurien, in die Toskana und die Abruzzen

Süd-Türkei ´96

Mit der Tenere fuhr ich diesmal die italienische Adiaküste hinunter bis zum Stiefelabsatz Italiens. Mit einer Fähre ging es ab hier hinüber nach Griechenland und anschließend hinein in die Türkei, wo ich meinem Freund Coskun einen Besuch abstatten wollte. Zusammen erlebten wir dort einige schöne Tage, bevor es ab Izmir mit der Fähre zurück ging nach Venedig.

Wüste Erlebnisse in Nordafrika

Zu viert sind wir von Februar bis April 1992 mit zwei Motorrädern und einem alten VW-Bus durch Marokko und Algerien bis hinunter ins Hoggar-Gebirge unterwegs

Türkei ´91

Zum drittenmal sollte es per Motorrad in die Türkei gehen. Wieder einmal starte ich die Reise allein. Eigentlich hatte ich mit einer nagelneuen XT 600 reisen wollen, doch der vom Händler versprochene Auslieferungstermin, auf den ich mich in meiner Planung voll verlassen hatte, wurde nicht eingehalten. So steht jetzt meine 83er BMW R100RS mittags am Start. Bei Temperaturen nur wenig über 0° setzt bald nach meiner Abfahrt Regen ein....

Süd-Norwegen ´90

durch die Telemark vorbei an Schleusen, Fjorden und Kanälen

Island ´89

Auf zwei Motorrädern vier Wochen im Land der Gletscher und Geysire unterwegs

Portugal ´89

Bilder von den Osterferien in Portugal

Jahreswechsel ´88 in Schweden

Mit Freunden und einem ETZ 250-Gespann in einem Ferienhaus in Süd-Schweden

Auf ein Wiedersehen in der Türkei

... oder, wie wir ein Motorrad aus den Fängen des türkischen Zolls befreiten und wieder zurück mit nach Deutschland nahmen - eine Reise im Mai-Juni 1988

Türkei ´87

Bericht über meine 1. Motorradreise in die Türkei, alleine losgefahren und nach der Rückkehr um viele Freunde reicher

England '85

Stationen einer 2wöchigen Motorradtour durch England und Wales bis hinauf nach Schottland

der irischen Küste entlang

Bilder einer Motorradtour, die uns im Uhrzeigersinn über die Insel führte. Zu zweit auf einer XS 400

Wo die Nacht zum Tage wird: eine Fahrt zum Nordkap

Erinnerungen an eine 3wöchige Motorradreise im Juli 1980 mit Jürgen hinauf zum Nordkap

Zum Frühjahr in die Toskana

Wieder einmal hatte keiner aus meinem motorradfahrenden Freundeskreis die Zeit oder das Geld, um mich zwei Wochen im Frühjahr 1997 nach Italien zu begleiten. So zog ich wieder einmal alleine los dem wärmenden Süden entgegen. Das Ende war offen. Vielleicht schaffte ich es ja in den folgenden zwei Wochen bis in die Stiefelspitze Italiens?

Auf der westlichen Seite der Maas führte mich das erste Wegstück bis zum Abknick in Richtung Heinsberg. In der Mitte eines kleinen Dorfes stehen noch die Überreste einer alten Burg oder eines früheren Klosters. Schafe klettern jetzt darauf herum und weiden zwischen den Ruinen. Ich folge anfangs dem Lauf der Rur. Heute soll es nur bis Sindorf westlich von Köln gehen, wo ich mit Torsten und Gabriele verabredet bin. Hier habe ich meine erste Übernachtung geplant. Zum Abendessen hat Torsten eine leckere Forelle zubereitet, die wir uns bei einigen Weizenbieren, die an diesem Abend geleert werden, gut schmecken lassen.

Bald nach dem Abschied am nächsten Morgen komme ich am Tagebau Frechen vorbei. Schon mehrfach bin ich an diesem Aussichtspunkt vorbei gefahren, an dem ich nun endlich einmal anhalte, um einige Bilder von der Kraterlandschaft unter mir zu machen, die zur Zeit verfüllt wird. Bald wird hier alles ganz anders aussehen und wohl nichts mehr an den Tagebau erinnern. Die Hälfte des Lochs hat man bereits verfüllt und renaturiert. Im Jahr 2000 will man mit den Arbeiten fertig sein. Die Dimensionen, aber auch die Vorhaben sind schon sehr beeindruckend. Ich durchfahre Ville und komme dabei an einem Restaurant vorbei, vor dem eine alte Dampflokomotive steht. Hat man sie hier vielleicht vergessen? Wesseling hat auf den ersten Blick außer seinen bereits von weiten sichtbaren Raffinerien wenig Sehenswertes und so finde ich mich bald in Bonn-Nord. Hier habe ich einmal zwei Jahre lang gelebt, mehr oder weniger studiert und gearbeitet. Und nun erkenne ich fast nichts mehr wieder. Zuhause gefühlt habe ich mich hier nie, vielleicht liegt es auch daran. 

Auf der östlichen Rheinseite gegenüber der Bundesstadt Bonn erreiche ich Bad Honnef. Heutzutage benennt man die ehemalige Kurstadt auch als das „rheinische Nizza“, da sie bevorzugter Wohnsitz der reicheren Bevölkerung ist, was ich wegen der vielen prachtvollen Häuser sofort glaube. Ich habe den Westerwald erreicht und die Strecke wird jetzt endlich wieder kurviger. Ich folge der Wied und ab Bad Ems fahre ich der Lahn entlang, die den Westerwald vom Taunus abgrenzt. Bad Ems hatte im 17./18. Jahrhundert seine Blütezeit und galt als einer der berühmtesten Badeorte Deutschlands. Der Ort war Sommerresidenz zahlreicher europäischer Monarchen und Künstler, u.a. Kaiser Wilhelm I., die Zaren Nikolaus I. und Alexander II. von Russland, Richard Wagner, Fjodor Michailowitsch Dostojewski etc... Die Heilquellen des Staatsbades sind vorwiegend fluoridhaltige Natrium-Hydrogenkarbonat-Wässer und bis zu 57 °C warm. Sie werden für Trink- und Badekuren sowie zur Herstellung der "Emser Pastillen" genutzt. Nördlich der Lahn in Elz lege ich am späten Nachmittag eine Pause an einer Pommes-Bude ein bevor es über die Hochtaunusstraße dem Moloch Frankfurt entgegen geht. Hier bin ich mit Reinhold Schuster verabredet, um bei ihm zu übernachten.

Nach der Verabschiedung geht es am nächsten Tag in Richtung Odenwald. Im nördlichen Odenwald im Mümlingtal erreiche ich Höchst. In Höhen zwischen 175 bis 400 Metern wird die Strecke zum Motorradfahren endlich wieder interessant. 10 km flussaufwärts von Heidelberg überquerte ich bei Neckargemünd den Neckar und befinde mich bald darauf in den Ausläufern der Schwäbischen Alb. Durch mal mehr, mal weniger zertalte Hochebenen, vorbei an zahlreichen Burgen, Burgruinen und sehenswerten Klöstern geht die Fahrt durch dünnbesiedelte, waldreiche Gegenden mit lieblichen Dörfern über oft kurvenreiche Auf- und Abstiege. In einer der Ortschaften sehe ich einen alten Befestigungsturm, der sich bereits sehr zur Seite geneigt hat. Der reizvolle Wechsel an weiten Ausblicken und ständig neuen Landschaftsbildern macht die Fahrt zu einem Erlebnis. In einem Waldstück an einem alten Holzturm, den die Römer hier wohl schon zur Beobachtung hingesetzt haben, lege ich eine Pause ein, auch um die Strecke in Gedanken noch einmal abzufahren. Das Wetter meint es heute gut mit mir.

Da Alex und Petra am Wochenende zu einem Rennen wollen, bleibe ich nur eine Nacht bei ihnen in Ehingen. Am nächsten Morgen fahre ich entlang der Westseite des Bodensees in die Schweiz hinein. Auf einem Zeltplatz am Vierwaldstättersee in Küssnacht kann ich meinen Kurvenrausch, den die Schweiz mir heute bereitet hat, ausschlafen. Am nächsten Tag will ich Stans besuchen. 24 Jahre zuvor habe ich hier einmal mit anderen Kolping-Jugendlichen Ferien gemacht. Und wo ich doch gerade in der Gegend bin, will ich natürlich nachschauen, ob ich noch etwas aus meiner Jugend wiedererkenne. Doch zuvor muss ich durch das am nordwestlichen Ende des Vierwaldstättersees am Ausfluss der Reuss gelegene Luzern, das sich im Feierabendverkehr quält. Die Reuss teilt die Luzern in eine Altstadt und eine Neustadt, die durch die älteste gedeckte Holzbrücke der Welt miteinander verbunden sind. Luzerns Lage zwischen See und Bergen (Pilatus, Rigi) ist besonders malerisch, doch nun im Feierabendverkehr habe ich dafür keine Augen. Stans ist immer noch da, bewacht vom 1900 m hohen Stanserhorn. Doch ansonsten kann ich nach 24 Jahren nicht mehr viel wiedererkennen. Nach längerem Suchen finde ich dann doch noch einige der mir in Erinnerung gebliebenen Gebäude. Etwas enttäuscht entscheide ich mich, weiter zu fahren. Unterwegs finde ich ein Restaurant, in dem ich ein sehr gutes Abendessen bekomme, bevor ich mein Zelt aufbaue.

In der Nacht regnet es stark. Buchstäblich in letzter Sekunde bekomme ich am nächsten Morgen in der Wirtschaft neben dem Zeltplatz noch ein Frühstück. Dann schnell das nasse Zelt eingepackt und los geht es in Richtung Italien! Nach Durchfahrt durch den Gotthard-Tunnel habe ich Wolken und Regen hinter mir gelassen. Nach knapp 300 km finde ich einen Zeltplatz am Lago Maggiore, auf dem kurz nach meiner Ankunft zwei weitere Motorradfahrer eintreffen. Zusammen mit ihnen gehen ich ins Restaurant und der Abend gestaltet sich bei einem guten Essen, Rotwein und vielen Erzählungen noch sehr gemütlich. Die beiden Fremden wollen so wie ich auch nach Ligurien und in die Toskana. Sie haben jedoch vor, über Österreich und über den Pso. Tonnale nach Italien zu reisen.

Am nächsten Morgen hat das schlechte Wetter in der Nacht die beiden sehr schnell zum Aufbruch getrieben. Sie beschlossen, für die nächste Nacht lieber eine Pension zu mieten. Ich will den Tag hier am Lago Maggiore verbringen. Bald hat sich die Sonne durchgesetzt und ich unternehme einen Spaziergang am Strand und erkunde anschließend in die schöne Umgebung. Am folgenden Montag geht die Fahrt weiter. Bereits früh morgens bin ich unterwegs. An einem Hotel in Oliggio stoppe ich, um zu frühstücken. Das meiste der Zutaten befindet sich in portionierten Plastikverpackungen, die ich mir selbst zusammen stellen darf. Wegen meines großen Hungers hinterlasse ich ein wahres Schlachtfeld! Nun gut – besser als nicht zu essen. Die Italiener scheinen weniger Wert auf ein gutes Frühstück zu legen. Gestärkt und frohen Mutes, das Wetter zeigt sich auch wieder von seiner freundlichen Seite, mache ich mich auf den Weg nach Voghera, das etwa 60 km südlich von Mailand liegt. Die Strecke ist abwechslungsreich und führt durch von Kanälen durchzogene Felder. Ich vermutete Reis-Anbau. Bis nach Genua hinunter geht es größtenteils durch gebirgige dörflich geprägte und strukturarme Gegenden. Die Strecke mit ihren vielen Kurven erweist sich als sehr anspruchsvoll und erfordert meine Aufmerksamkeit. Dummerweise verpasse ich den Abzweig in Richtung Montoggio, so dass ich unvermittelt das Mittelmeer und Genua unter mir sehe, durch dessen Verkehrsgewühl ich mich nun quälen muss. Ich fahre auf der Küstenstraße entlang des dicht besiedelten Küstenstreifens, der mir planlos verbaut erscheint. Der schöne Ausblick aufs Meer und die Küste entschädigt jedoch für einiges. In Sestri Levente lasse ich mich auf einem der dortigen Zeltplätze nieder.

Der folgende Tag wird der Tag der Pässe. Zunächst geht es nach Vareso und dann nach Bogo. Bei sonnigem Wetter und angenehmen Temperaturen erlebe ich einen tollen Fahrtag mit vielen Schräglagen, einigen Flussüberfahrten über z.T. recht hohe Brücken und schönen Aussichten auf die bewaldeten Bergkämme. 3-Radlastwagen gehören hier noch zum normalen Straßenbild. Über deren Schnelligkeit kann ich mich oft nur wundern. In einem Wintersportort irgendwo kurz vor Abetone finde ich einen Zeltplatz für die Nacht. Morgen werde ich die Toskana erreicht haben. Früh am nächsten Morgen baue ich das Zelt ab. Das Frühstück in Form zweier Sandwiches mit Cappuccino bekomme ich im nächsten Ort in einer kleinen Bar. Gegen Mittag erreiche ich am Südhang des Monte Albano zwischen Pistoia und Empoli die Ortschaft Vinci, in dem Leonardo da Vinci geboren wurde. Heute ist der Ort beliebtes Ferienziel vieler Touristen. Es gibt hier ein Museum, in dem ich die Modelle Leonardos besichtigen will. Es zeigt mehr als 60 Modelle von Maschinen, die Leonardo da Vinci konstruierte. Darunter befinden sich Militärkonstruktionen, wissenschaftliche Instrumente und 1:1 Modelle von Maschinen zur Fortbewegung auf dem Wasser und in der Luft. In der Biblioteca Leonardiana sind Reproduktionen aller Manuskripte und Entwürfe des Universalgenies ebenso archiviert wie alle gedruckten Veröffentlichungen zu dessen Werken. Leonardo da Vinci verfasste viele seiner Notizen in Spiegelschrift, vielleicht weil einige seiner Forschungen nicht ungefährlich für ihn waren. Allein die Erkenntnis "Il sole sta fermo" - die Sonne steht still - war damals völlig konträr zur Kirchenlehre und der anerkannten Wissenschaft und grenzte an Ketzerei. An das Schaffen von Leonardo da Vinci erinnert auch die hölzerne Skulptur von Mario Ceroli aus dem Jahr 1987, die auf der Piazza Guido Masi zu sehen ist und die Quadratur des Kreises symbolisiert. Der höher gelegene Teil von Vinci ist autofrei, lässt sich aber über die Via Montalbano und die Via della Torre zu Fuß sehr gut erreichen. Nach einem Spaziergang durch das Städtchen geht es dann nachmittags weiter vorbei an Florenz, S. Gimignano und Volterra. Wegen der vielen deutschen Touristen in diesem Gebiet will ich mich trotz der dortigen Sehenswürdigkeiten nicht länger als nötig aufhalten. Bald hinter Volterra lasse ich die höheren Hügelketten hinter mir und gelange an die Küste, wo ich einen Zeltplatz am Strand mit direkter Aussicht auf Elba, knapp 20 km vom italienischen Festland entfernt, finde.

Nachdem ich den Vortag am Strand mit Lesen und Faulenzen verbracht habe, geht es freitags in aller Frühe weiter. In Castiglione gibt es zunächst wieder das übliche Frühstück in einer Bar. Zwischen Rosseto und Arcidosso durchfahre ich waldreiche Gegenden, in denen gerade sehr viel Holz verarbeitet wird. Der Ort Narni in 240 m Höhe über dem engen Tal des Flusses Nera gefällt mit sehr gut. Auch heute noch hat Narni ein weitgehend mittelalterliches Erscheinungsbild, das von engen Gassen und alten Steinbauten geprägt ist. Von der Brücke der Via Flaminia über die Nera steht heute noch etwa die Hälfte; der rund 30 Meter hoch aufragende Bau ist eine der größten von den Römern erbauten Brücken gewesen. Ich erreiche die Abruzzen. Ab Baisciano wird es wegen der zunehmenden Höhe kühler und die Strecke wird anspruchsvoller. Es ist bereits spät geworden und ich beschließe über Ofena und Catignano wieder hinunter zu fahren bis nach Pescara, um dort einen Zeltplatz zu suchen. Auffallend sind die in dieser Gegend - entgegen bisheriger Beobachtungen - sehr vorsichtig fahrenden Italiener, die sich hier alle an die vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen halten. Gibt es hier etwa so viele Polizeikontrollen? Der heutige Campingplatz erweist sich nicht nur als der bisher billigste, er besitzt zudem auch noch warme Duschen, von denen ich nach meiner Ankunft regen Gebrauch mache. Pescara ist ein Bade- und Winterkurort, doch ist es während der Sommermonate am populärsten und bekannt für seine mehr als 20km langen Strände, die unter anderem von römischen Touristen genutzt werden.

Nach dem Frühstück, zu dem mich heute meine deutschen Platznachbarn aus München in ihren VW-Bus einladen, will ich den Gran Sasso, ein Gebirgsmassiv in den Abruzzen, sehen. Dieses höchste Gebirge auf der Apenninenhalbinsel, etwa in deren Mitte gelegen, bildet den östlichsten und zugleich höchsten Teil der Abruzzen. Höchster Gipfel des Gran Sasso ist der Corno Grande mit 2.912 m. An seiner Nordseite befindet sich der südlichste Gletscher Europas, der Ghiacciaio del Calderone (Calderone-Gletscher). Das Gebirgsmassiv wirkt gerade aus Richtung Osten ausgesprochen eindrucksvoll, da die Küste der Adria nur etwa 30 km entfernt ist. Von Pescara, ca 50 km entfernt, sieht der Gran Sasso aus wie eine schlafende Frau und wird deshalb „la bella addormentata“ die schlafende Schöne genannt und auf Postkarten verewigt. Heute führt unter dem Gran Sasso der Gran Sasso-Tunnel hindurch. Auf dem Weg dahin macht die BMW ihren 200.000sten Kilometer auf der Uhr voll, womit ich sie mit einer Flasche Rotwein, die ich extra aus Deutschland für diesen Anlass mitgenommen habe, belohne. Ein Schluck für mich, der Rest wird über die Verkleidung der treuen Maschine verteilt. 

Der Zeltplatz in Assisi, eine Stadt im mittelitalienischen Umbrien, ist sehr voll und hier habe ich diesmal den bisher höchsten Preis zu zahlen. Berühmt ist Assisi heute hauptsächlich als Geburtsort des Hl. Franz von Assisi (auch Hl. Franziskus), des Gründers der Franziskaner (oder Minoriten) und der Hl. Klara, der Gründerin des Klarissenordens. Das mittelalterliche Stadtbild mit Stadtmauer und Festungsruine ist noch gut erhalten. Touristen werden vor allem von den Kirchen San Francesco und Santa Chiara, den Grabstätten des Hl. Franziskus und der Hl. Klara angezogen. Damit ist Assisi ein bedeutender Pilgerort des Christentums. Sehenswert ist auch die franziskanische Einsiedelei Eremo delle Carceri. Auf dem Wege dorthin entspringt die Quelle Fontemaggio, die in römischer Zeit die Stadt mit Trinkwasser versorgt hat. 

Die Nacht war unruhig auf dem Zeltplatz in Assisi. Mehrere Male stolperten andere Camper über meine Zeltschnüre und störten hiermit meinen Schlaf. So bin ich am nächsten Tag bereits kurz nach acht wieder unterwegs. Die abwechslungsreiche Strecke zwischen Florenz und Bologne beeindruckt mich nicht nur mit ihrer Landschaft, sondern besonders mit ihren Kurven. Es ist heute Sonntag und die meisten Tankstellen haben geschlossen. An einem Automaten halte ich an, um zu tanken. Da ich das System nicht sofort verstehe, kommt mir der Tankstellenpächter zu Hilfe. Die nicht verbrauchten 16.000 Lire – ich konnte nur einen 50.000-Lire-Schein einlegen - bekomme ich von ihm zurück erstattet. Auch die weitere Strecke ist traumhaft zu befahren. Hinter Firenzola geht es einen Pass hinauf, wo ich in einer Linkskurve fast herausgehebelt werde von der Fußraste, die nun krumm ist. Bevor ich mich versehe, bin ich in Bologna, von wo aus es über gut ausgeschilderte Straßen nach Verona geht. Von der Bedeutung Veronas als politischem und wirtschaftlichem Zentrum zeugen heute noch etliche Monumente, angefangen von der Arena bis zum Römischen Theater, vom Gavi-Bogen bis zum Stadttor Porta Borsari, von dem Grabungsgebiet der Porta Leoni bis zu den Scavi Scaligeri. 

Am frühen Abend habe ich Verona erreicht. Der mir bekannte Zeltplatz oben auf der Festung ist leider geschlossen und den zweiten im Nordwesten der Stadt finde ich trotz mehrerer Versuche nicht. Trotzig beschließe ich weiter zu fahren zum Garda-See, wo ich kurz hinter Lazise einen großen Platz finde. Im See liegen einige Inseln und um ihn herum prägen mediterrane Vegetationsformen, u.a. auch Palmen, das Erscheinungsbild. Rund um den See gibt es zahlreiche Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Campingplätze. Direkt am See kann ich mein Zelt aufbauen. Zum Abendessen machte ich einen Spaziergang in die brodelnde Innenstadt, die überwiegend von Deutschen und Holländern besucht zu sein scheint. Um den Garda-See herum herrscht überall viel Tourismus und entsprechend schwer ist hier ein Durchkommen mit dem eigenen Fahrzeug. So entschließe ich mich am nächsten Tag, auf einer größeren Straße zunächst bis Trento und ab hier wieder auf den kleineren und idyllischeren Straßen zum Mendelpass südwestlich von Bozen zu fahren. 

Der Pass verbindet auf 1.362 m das Überetsch bei Eppan (Provinz Bozen) mit dem Nonstal bei Fondo (Trentino). Der Mendelpass ist seit alters her die Sprachgrenze zwischen Tirol im Nordosten und dem italienisch-sprachigen Trentino im Westen. Die Passstraße ist ganzjährig befahrbar. Im Westen des Mendelpasses geht es über die SS42 ohne Kehren von Fondo aus mit maximal 12 % Steigung über Ronzone und an Ruffrè vorbei zur Passhöhe. Die andere Seite zeigt sich dagegen deutlich steiler. Hier sind für den Abstieg ins Tal 17 Kehren zu durchfahren. Weite Strecken führt die Straße am Mendelkamm unterhalb des Penegal entlang. An einigen Aussichtspunkten hat man einen guten Blick ins Tal der Etsch. Es folgt der Gampenpass (Gampenjoch), ein 1518 Meter hoher Gebirgspass in Italien, der das Etschtal bei Lana mit dem Nonstal bei Fondo verbindet. Auf insgesamt 17,5 Kilometer werden bis zur Passhöhe 1196 Höhenmeter erreicht. Dabei führt die Straße fast genau nach Süden, umfährt den 1626 Meter hohen Tisner Gall um nach zwei Kehren die Passhöhe zu erreichen. 

Leider zeigte sich das Wetter bereits kurz nach der Abfahrt regnerisch. Da ich die Tunnelgebühren sparen will, habe ich beschlossen über den noch im Schnee liegenden Arlbergpass (1.793 m) zwischen den österreichischen Bundesländern Vorarlberg und Tirol zu fahren. Im Arlberggebiet sind Niederschläge und Starkregen besonders häufig. Verkehrswege und Siedlungen werden im Winter durch Lawinen und im Sommer durch Muren und Erdrutsche bedroht. Vom Tal des Lechs führt der Hochtannbergpass hinüber ins Tal der Bregenzer Ach. Die Straßen sind heute alle frei und außer, dass es hier oben kalt und regnerisch ist, ist die Überfahrt über den 1.676 m Pass gut zu ertragen. 

Bald bin  ich zurück in Deutschland, wo ich am frühen Abend wohlbehalten wieder bei Alex und Petra in Ehingen eintrudele. Es gibt einiges zu erzählen von tollen Motorradstrecken, Sehenswürdigkeiten und Erlebnissen. Zwar bin ich in den zwei Wochen nicht bis zur Stiefelspitze Italiens vorgedrungen, doch wie ein altes Sprichwort sagt: "Was nicht ist, kann ja noch werden..." Dieser Urlaub hat nun jedoch sein Ende gefunden ;-(

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